2009 WCOOP: Das ganz spezielle Gefühl für Soterdelf

ps_news_thn.jpgDas Gefühl bei einem großen Online-Major am Finaltisch zu sitzen war für Thomas Soterdelf Osterfeld nicht neues, 2007 erreichte er beim Sunday Warm-up einen starken zweiten Platz und legte nur drei Wochen später, ebenfalls beim Warm-up, sogar mit dem Turniersieg nach. Dennoch war sein Sieg bei WCOOP Event #21 ($215 mit Rebuys) etwas ganz Besonderes und das lag nicht ausschließlich am Preisgeld in Höhe von $174.594. „Das war ein ganz neues und aufregendes Gefühl, denn ich wusste ja, dass dieser Finaltisch aufgezeichnet und später kommentiert wird. Ganz speziell war für mich natürlich die Tatsache ein Bracelet gewonnen zu haben", erinnert sich Thomas an diesen einzigartigen Tag.

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Der Vollzeitstudent aus Rosenheim kann derzeit mit seinen Pokergewinnen gut leben, ist aber in den vergangenen Jahren auf dem Teppich geblieben: „Klar, man kann hier und da eher mal zuschlagen, wenn einem danach ist, aber wirklich verändert hat sich mein Leben nicht. Die einzig deutliche Veränderung gab es beim Thema Bankroll. Da führe ich ein sehr solides Management und bin jetzt gerüstet für so einige Limits." Diese Disziplin ist wohl auch der Schlüssel zum Erfolg an den Pokertischen, denn auch wenn es für Thomas einmal nicht so gut läuft, „schaffe ich es fokussiert zu bleiben und verliere nicht so schnell die Nerven." Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass sich im Freundeskreis von Thomas weitere sehr gute Pokerspieler tummeln, mit denen er sich rege austauscht, „und davon profitieren wir natürlich alle."

Liveerfahrung hat der 25-Jährige bisher vor allem in Österreich gesammelt, aber auch in Las Vegas hat er schon seine Spuren hinterlassen. 2008 reiste er mit zwei Freunden für vier Wochen durch die USA und für zehn Tage gab es den Stopp in Sin City, wo nicht ganz zufällig gerade die WSOP lief. Thomas spielte seinen ersten und bisher einzigen WSOP-Event (Buy-in $1.500) und fuhr auf Anhieb einen kleinen Cash ($2.940) ein.

Poker ist und bleibt allerdings vorerst nur ein sehr schönes Hobby für den Rosenheimer und nicht alles wird dafür hinten angestellt. Ein dickes Fragezeichen steht beispielsweise hinter dem Trip auf die Bahamas im Januar, wo die WCOOP-Champions im Rahmen des PCA in einer speziellen Zeremonie ihre Bracelets ausgehändigt bekommen. Den Main Event der WCOOP am Sonntag würde Soterdelf natürlich auch liebend gerne spielen, „aber es gibt Dinge in meinem Leben, die haben einfach Vorrang."