Nachdem ich letztes Jahr die WSOP ausgelassen habe, ja das kann man tatsächlich und es gibt einige gute Gründe dafür, musste ich dieses Jahr den Abstecher nach Sin City machen, da sonst ein bisschen Geld an Staat Nevada geflossen wäre. Aber ich bin den Trip dieses Mal ganz anders angegangen. Zuerst die ersten fünf Tage lang klimatisieren, danach relaxed das 5k PLO spielen, ohne Cashgame und andere Events dazwischen. Ebenfalls habe ich mir nach x-Jahren Bellagio ein neues Hotel gesucht. Keine klimperten, nerventötende Automaten, keine irrsinnig langen Wege durch die Casinos, bis man endlich beim Ausgang ist, keine Massenansammlungen von Menschen. Einfach ein ruhiges Zimmer mit Top-Service, Fitnessbereich und Pool. Das neue Mandarin Oriental im City Center hat all dies, ich kann es allen nur wärmstens empfehlen.
Zum 5k PLO: Rund 460 Spieler haben sich bei diesem Event eingefunden und es war ein illusteres Feld. Viele Europäer und sozusagen alle amerikanischen Topshots waren am Start. Auch mein Tisch war sehr spannend besetzt, Frank Kassela (zweifacher Bracelet-Gewinner 2010), David "Bakes" Baker, Noah Schwartz, Ben Grundy, Annie Duke und Tom „durrr" Dwan. Im Laufe des Tages sind dann noch Steve Zolotov und Yevgeny Timoschenko dazu gekommen.
Es war eine unglaublich unterhaltsame Begegnung mit Duke und Dwan, kaum eine Gelegenheit wurde ausgelassen, auf irgendetwas zu wetten. So zum Beispiel was Annie Duke denkt, wie hoch sich Phil Helmuth selber bei Mainevent einschätzt, also wie viel die 10k Wert sind. Am nächsten war Frank Kassela (spielt übrigens grauenhaft PLO) mit 77k an Annie's 75k!!! Und durrr würde Phil jederzeit für 65k rein stacken. So ging es stundenlang zu und her, das war auch mitunter das Interessanteste. Ich konnte meinen Stack hauptsächlich gegen Tom Dwan mehrmals aufbauen, da wir 4-Chance PLO gespielt haben, hat er überlebt, er war dann mal auf 3000 Chips unten (Startstack 3000+4000+4000+4000) bevor er seinen Stack wieder auf 30k aufbauen konnte. Gute Spieler haben manchmal mehr „Glück". Niemand wollte ausscheiden, oder die All-ins haben überlebt, zum Leidwesen der durchschnittlichen Stacks am Tisch. So war ich kurz vor Ende Tag 1 mit dem Averagestack sogar Chipleader am Tisch! Aber an Tag 2 sollte alles ändern, wie heisst es „Neuer Tag, neues Glück!"
Der Redraw bescherte mir eigentlich einen schönen Tisch, wäre da nicht Phil Ivey links von mir gesessen. Die anderen waren Dermot Blain, Eugene Todd, Josh Tieman, Fabrice Soulier und Michael Pesek, für mich eher unbekannte und gespielt hat eigentlich keiner so richtig gutes PLO. Ausser Phil, der musste sich schnell verabschieden und wurde dann durch einen Spieler ersetzt, denn ich eigentlich definitiv nie mehr links von mir will Justin „BoostedJ" Smith. Der ist zwar erst 21, spielt aber sehr starkes PLO.
Ich war leider Kartentod und hatte auch keine guten Spots, nach 12 Levels war Game over, es war eine Erfahrung mehr mit den Jungs zu spielen und mir bestätigt, dass ich auf den PLO Events gut aufgehoben bin. Die meisten von den Big-Names spielen PLO zu aggressiv und können am River es einfach nicht lassen, einen „missed draw" zu bluffen :)
Weiter geht's mit dem PLO 10k Championship Event, mal schauen wer dort sich wieder so alles einfindet. Werde unter RinoMathis bisschen aus dem Event Twittern.
Bis bald, Rino
Update zum PLO 10K Championship Event, Tag 2 (Twitter):
@RinoMathis: End of Level 15 busto, 3-bet mit KK56 vs. QJ107 ds, Flop 236 mit fd für Gegner, K!, River flush ;( 65 left








