Sebastian Ruthenberg: Mein Tripreport aus Down Under

Ruthenberg_blog1.jpgvon Sebastian Ruthenberg

Aussie Millions Tripreport

Nachdem ich Melbourne und damit die Aussie Millions schon 2007 mit meiner Anwesenheit beglücken durfte, habe ich mich entschieden auch 2010 wieder nach Down Under zu fliegen.

Ein Faktor, der mich in den letzten beiden Jahren dazu gebracht hat die Aussie Millions ausfallen zu lassen, war die immense Flugdauer, die man von Deutschland oder auch direkt von den Bahamas aufbringen musste, um nach Australien zu kommen. Aus Deutschland braucht man ca. 25 Stunden, aber da ich mir das PCA auf den Bahamas natürlich nicht entgehen lassen konnte, mussten noch zwei Stopps eingebaut werden, die meine Reisezeit letztendlich auf solide 31 Stunden erhöht haben, was mit meiner Körperlänge (immmerhin 1,92 m) eher eine Qual statt Wohltat ist, vor allem weil ich dann doch nicht unbedingt bereit bin den siebenfachen Preis für Business- statt Economyclass zu bezahlen.

Da das Wetter auf den Bahamas ja eher bescheiden war, wurde ich dann nach Ankunft in Melbourne doch etwas erschlagen, da uns die Sonne mit knappen 44°C entgegen schien, aber ich schreib diesen Blog natürlich nicht, um mich zu beschweren.

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Nachdem wir mit einer Gruppe von 14 Mann und meinem Mädel den Flug von Nassau über Los Angeles nach Melbourne überstanden hatten, sind wir schnell ins Sebel-Hotel, das eher ein Mix aus Hotel und Appartment ist, indem wir auch den Luxus einer Küche und Waschmaschine hatten. Letzteres war aufgrund von akutem Kleidungsmangel auch dringend notwendig.

Das eigentliche Pokern verlief aus meiner Sicht eigentlich recht unspektakulär, da ich weder im $2.000-6-max, $10.000-HORSE, noch im $10.000 Main Event erfolgreich war. Die Strukturen der Sideevents, vor allem im HORSE, waren aber auch ziemlich schlecht und mit den Turnieren beim PCA auf den Bahamas nicht zu vergleichen. Zurzeit macht sich bei mir auch langsam der Frust breit, weil es inzwischen schon fast ein Jahr her ist, dass ich einen großen Cash hatte oder zumindest nah am Finaltable war.

Ein Positiver Aspekt dieses „Anti-Laufs" ist immerhin, dass ich mich wieder mehr mit dem bzw. meinem Spiel beschäftige und versuche die Leaks zu finden und zu eliminieren. Es ist schon erstaunlich, wie sich der Mensch zurücklehnt, wenn der Erfolg da ist und anfängt hart zu arbeiten wenn es nicht so läuft wie gewünscht. Zumindest bin ich so, aber ich denke, dass es viele gibt die sich damit identifizieren können. Mein geschätzter Teamkollege Florian Langmann erlebt zurzeit die andere Seite der Medaille. Während er 2007 noch gefühlte 3.000 Liveturniere ohne einen einzigen Cash mitgespielt hat, macht er 2009 und 2010 einen Finaltable nach dem anderen. Gratulation an dieser Stelle für die Finaltables im $10.000 Omaha und im Rebuyturnier.

Nach den Aussie Millions haben wir uns entschieden die Ostküste unsicher zu machen, sind nach Cairns geflogen und haben uns dort vier Fahrzeuge gemietet, mit denen wir nun seit knapp zwei Wochen unterwegs sind. Nach Zwischenstopps in Airlie Beach, Townsville und Magnetic Island befinden wir uns grad auf „Fraser Island", der sandreichsten Insel der Welt... zumindest wird damit geworben. Mitten auf der Insel liegt ein wunderschöner See namens Lake McKenzie mit dem schönsten Sand, den ich je erlebt habe und einem traumhaft idyllischen See mitten im Urwald. Wie man vielleicht zwischen Zeilen liest bin ich absolut happy und dankbar, dass ich die Möglichkeit habe an so einer Reise teilzunehmen. Danke PokerStars!

Am 15.02 geht's dann direkt von Brisbane zur EPT Kopenhagen mit dem Ziel endlich mal wieder einen Finaltable zu erreichen.

Uff geht's! Good luck ME!