PCA 2010 - Main Event: Spielerprofile der Finalisten

PCA-2010-thumbnail.jpgEin Mammut-Event neigt sich dem Ende, aber das ganz große Finale steht noch aus. Am Montag, dem 11. Januar, ab 12 Uhr Ortszeit Bahamas geht es noch um Preigelder im Wert von fast acht Millionen US-Dollar. Der PCA-Champion 2010 wird mit $2.200.000 belohnt. Anbei die Spielerprofile der acht Finalisten.


Platz 1: Zac Goldberg, 21 Jahre, New York (USA) - PokerStars-Spieler - 2.340.000 Chips

Wie einige andere Teilnehmer des diesjährigen PCA-Finaltischs spielt auch Goldberg zwar regelmäßig, aber nicht hauptberuflich Online-Poker: Offiziell studiert er Finanzwissenschaften an der University of Arizona. Mit 16 Jahren begann er, mit Freunden Poker zu spielen. Goldberg spielt gerne Live-Turniere, ist aber online eher an Echtgeldtischen zu finden. Er kaufte sich über sein PokerStars-Konto ein Ticket für das PCA und sagt, dies sei das erste Mal gewesen, dass er sich direkt für ein großes Live-Event angemeldet habe. Bisher kann Zac Goldberg noch kein großes Live-Resultat vorweisen, doch er war einmal Zweiter in einem $160-Turnier mit einer garantierten Gewinnsumme von $15.000.

Platz 2: Ryan "G0lfa" D'Angelo, 24 Jahre, Binghamton (USA) - PokerStars-Qualifikant - 1.090.000 Chips

D'Angelo ist seit drei Jahren Profispieler und hat schon mit einigen bemerkenswerten Resultaten überzeugt. Er ist erst der dritte Spieler in der WCOOP-Geschichte, der zwei Events in einer Serie gewinnen konnte und hat seine Bracelets für das 8-Game ($300.000) und das Mixed Pot Limit Hold'em/Pot Limit Omaha-Event ($422.100) der WCOOP 2009 erst gestern Abend auf einem Galaempfang entgegen genommen. D'Angelo war schon bei einigen EPT-Events dabei, doch das PCA bedeutet für ihn seine erste Preisgeldplatzierung bei einem $10.000 Buy-in-Turnier. Sein bestes Live-Ergebnis gelang ihm während der World Series 2008 mit einem dritten Platz im $2.000 NLHE-Turnier - Gewinner damals war Team PokerStars Pro Alex Gomes. D'Angelo war zu Beginn des PCA Main Events schon bis auf 5.000 Chips zurückgefallen und musste zu diesem Zeitpunkt sogar All-in gehen. In derselben Nacht jedoch konnte er 90.000 Chips dazugewinnen. Es folgte eine Achterbahnfahrt am Tag 2, bevor die Dinge immer besser und besser liefen. "Ich hatte einen unglaublichen Lauf", erzählt er, "alle Coinflips gewonnen, jeden Flop getroffen - einfach alles klappte. Ab Tag 2 ging es nur noch aufwärts."

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Ryan D'Angelo


Platz 3: Aage Ravn, 24 Jahre, Narvik (Norwegen) - PokerStars-Qualifikant - 1.690.000 Chips

Auch wenn es auf den Bahamas derzeit nicht besonders warm ist - in Norwegen sind es 20 Grad unter Null. Gründe genug also für Aage Ravn, so lange wie möglich beim PCA Main Event dabei zu bleiben ... Der 24-jährige IT-Berater gewann sein Ticket in einem $100 Rebuy-Satellite auf PokerStars - und gab sofort danach in einem norwegischen Pokerforum die Meldung aus, Interessenten könnten sich gegen Geld für einen Anteil an seinen Gewinnen einkaufen. Es gelang ihm, über die Weihnachtsferien 20% von sich selbst zu verkaufen, davon zwei Prozent an Team PokerStars Pro Johnny Lodden, der nachher zu ihm meinte: "Sorg bloß dafür, dass es sich lohnt!" Inzwischen hat Ravn mindestens $201.300 sicher - und damit die Aufforderung Loddens mehr als erfüllt. Dies ist erst sein zweites großes Turnier: Zuvor hatte er bei der EPT4 in Kopenhagen ein Side Event gespielt, dort prompt gewonnen und $40.000 mit nach Hause genommen.

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Aage Ravn


Platz 4: Tom Koral, 26 Jahre, Chicago (USA) - PokerStars-Spieler - 5.370.000 Chips

Tom Koral spielt seit über sechs Jahren Poker. Er begann mit einer Einzahlung von $75 online und baute diese Bankroll innerhalb eines Jahres zu einer sechsstelligen Summe aus - und auch in den Jahren danach gehörte er am Pokertisch immer zu den Gewinnern. Inzwischen hat er bei Live-Turnieren über $600.000 Preisgeld gewonnen, doch die $201.300, die ihm beim PCA 2010 jetzt schon sicher sind, übertreffen seinen bisher höchsten Gewinn von $126.120 (für Platz Zwei bei einem WSOP Circuit Event). Koral spielt Turniere sozusagen "nur nebenbei" - normalerweise findet man ihn online beim Omaha Hi-Lo oder an den Mixed Games-Tischen. Ein PCA-Titel wäre für ihn natürlich ein fantastischer Erfolg, doch sein größtes Ziel als Pokerspieler bleibt der Gewinn eines WSOP-Bracelets - und mit bisher 13 Preisgeldplätzen, davon zwei Finaltischteilnahmen, bei der WSOP scheint dieses Ziel für ihn durchaus in Reichweite zu liegen. Wenn er nicht gerade am Pokertisch sitzt, reist Tom gern und spielt regelmäßig Golf. Übrigens war seine Familie mit ihm auf die Bahamas angereist, musste jedoch aus beruflichen Gründen wieder heimfliegen. Dafür fliegt seine Freundin morgen extra zum Finaltisch ein, um ihn anzufeuern.

Platz 5: Harrison Gimbel, 19 Jahre, Jupiter (USA) - 6.000.000 Chips

Harrison Gimbel gewann sein Ticket für das PCA Main Event einen Tag vor Turnierbeginn bei einem $1.000 Live-Satellite. In Punkto Preisgeld ist das Erreichen des PCA-Finaltischs jetzt schon sein bisher bestes Ergebnis, doch er gewann nach eigener Aussage eine ganze Reihe von Online-Turnieren und steht live als Gewinner der Florida State Poker Championships 2009 im Isle Casino von Pompano Beach zu Buche - ein Sieg, für den er $67.860 ausgezahlt bekam. Sein letztes gutes Online-Resultat war ein sechster Platz beim PokerStars Sunday Million, der ihm rund $40.000 einbrachte. Sollte Harrison Gimbel das Turnier gewinnen, wäre er der jüngste PCA Main Event-Champion der Geschichte. Harrison erlernte das Pokerspiel im Alter von 13 Jahren, als ihn sein älterer Bruder zu einigen privaten Pokerpartien mitnahm. Ursprünglich wollte er ab September 2009 ein Wirtschaftswissenschaften-Studium an der University of Alabama beginnen. Doch durch eine längere Krankheit verpasste er die ersten Semesterwochen und beschloss, sich zunächst einmal voll aufs Pokern zu konzentrieren.

Platz 6: Barry Shulman, 63 Jahre, Las Vegas (USA) - 6.805.000 Chips

Bis zum Oktober 2009 war der ehemalige Bauunternehmer Shulman in der Pokerwelt vor allem bekannt als Besitzer des Magazins "Card Player" und als Vater des Pokerprofis Jeff Shulman, der zu dieser Zeit zu den Finalisten des WSOP Main Events gehörte. Dann kam die World Series of Poker Europe in London, bei der Shulman durch einen sensationellen Sieg im Heads-Up gegen Team PokerStars Pro Daniel Negreanu den Sieg und das Bracelet holte. Für den Gewinn der WSOPE bekam Shulman £801.603 - eine gewaltige Summe für die Familienschatulle, die Sohn Jeff allerdings dank Platz Fünf beim WSOP Main Event-Finale im November 2009 um weitere $1.953.452 auffüllte. Vor seinem Erfolg in London war Barry Shulmans bestes Resultat ein Sieg beim Bellagio Five Diamond Classic 2003 gewesen, der ihm $234.798 einbrachte. Übrigens haben die Shulmans den "CardPlayer" seit dem Kauf vor elf Jahren auf eine Auflagenhöhe von 60.000 Stück gebracht - und die Anzahl der Website-Besucher ist von 800 auf 16.000 am Tag gestiegen.

Platz 7: Benjamin "xthesteinx" Zamani, 23 Jahre, Boca Raton (USA) - PokerStars-Qualifikant - 3.700.000 Chips

Zamani ist ein 23 Jahre alter Pokerprofi, der in der Highschool mit Freunden das Spiel erlernte. Turniere spielt er ausschließlich im Format No Limit Hold'em, doch bei Cashgames bevorzugt er Pot Limit Omaha. Zamani hat zahlreiche Online-Turniere gewonnen und vor dem PCA Main Event etwa 50 Live-Turniere gespielt. Sein bisher bestes Resultat war Platz Zehn bei einem $5.000 WSOP-Turnier 2009.

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Benjamin Zamani


Platz 8: Tyler "puffinmypurp" Reiman, 21 Jahre, Morton (USA) - PokerStars-Qualifikant - 9.350.000 Chips

Tyler Reiman ist derjenige Spieler, der alle Hoffnungen des Team PokerStars Pro auf eine PCA-Finaltischteilnahme beendete: Mit Q-Q auf der Hand knackte er das Paar Asse von John Duthie, als er auf dem Flop seine dritte Dame traf. Der gigantische Zehn-Millionen-Pot katapultierte Reiman bis weit an die Spitze des Feldes - kein Wunder also, dass er als Zweitplatzierter an den Finaltisch geht. Reiman kam schon im letzten Jahr bei der PCA ins Geld: Platz 132 waren damals gut für $12.500. Dazu kommt ein 29. Platz beim EPT5 London-Event, der ihm £13.052 einbrachte. Da Tyler Reiman im vergangenen März 21 Jahre alt wurde, konnte er bei der WSOP 2009 an den Start gehen, erreichte jedoch in zehn Events kein einziges Mal die Preisgeldplätze. Online ist "puffinmypurp" allerdings ein bekannter und gefürchteter Name mit einer Reihe hochklassiger Resultate, darunter dem Gewinn eines $1.000 Buy-in-Events mit rund 400 Teilnehmern, der ihm $104.000 einbrachte.

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Tyler Reiman