Das mit Spannung erwartete Finale des $10.300 Main Events im Rahmen des PokerStars Caribbean Adventure hielt was es versprochen hatte. Fast neun Stunden boten die acht verbliebenen Spieler des ehemals 1.529 Spieler großen Feldes Poker vom Feinsten, scheuten dabei kein Risiko und es gab einige überraschende Wendungen. Letztlich schafften es zwei der wohl besten Spieler auch in das Heads-up um den Titelgewinn.
Ryan D'Angelo: 10.090.000
Tyler Reiman: 9.350.000
Barry Shulman: 6.805.000
Harrison Gimbel: 6.000.000
Thomas Koral: 5.370.000
Benjamin Zumani: 3.700.000
Zach Goldberg: 2.040.000
Aage Ravn: 1.690.000
In Level 29 (50.000/100.000, Ante: 10.000) verabschiedete sich etwas überraschend Tom Koral auf dem achten Platz für $201.300 Preisgeld. Zamani und Reiman limpten in den Pot und vom Small Blind raiste Koral auf 550.000. Zamani foldete, aber Reimann erhöhte nach einiger Bedenkzeit auf 1,32 Millionen. Koral ging daraufhin für 4,48 Millionen All-in und Reiman callte ohne zu zögern mit Pocketaces. Koral zeigte Queens und das Board brachte 6♣T♣6♦J♣K♥.
Zuvor hatte Ryan D'Angelo schon einen riesigen Pot nach Preflop-All-in mit Pocketjacks gegen A♦K♦ von Harrison Gimbel verloren (Board: A♠Q♥3♥K♣A♣). Doch D'Angelo holte sich etwas später einige Chips von Gimbel zurück, als er für 2,8 Millionen All-in war und mit A♥T♦ gegen 9♦9♣ den Coinflip gewinnen konnte (Board: T♣2♦3♦7♠4♦).
Zu Beginn von Level 30 (60.000/120.000, Ante: 10.000) war Zachary Goldberg der Shortstack und es dauerte nicht lange, da hatte er seine 1,53 Millionen, nach einem Raise von Tyler Reiman, im Pot untergebracht. Dahinter pushte allerdings auch Aage Ravn, der eine Million Chips mehr auf dem Konto hatte. Reiman verabschiedete sich aus der Hand und wieder folgte ein Flip, denn Ravn zeigte A♠Q♦ und Goldberg Pockettens. Der Dealer legte 8♥J♠K♥A♥7♠ in die Mitte und Goldberg erhielt als Siebter $300.000.
Gegen Ende des Levels erwischte es dann aber auch Aage Ravn und neben ihm waren zwei weitere Spieler beim Showdown dabei. Barry Shulman raiste aus erster Position auf 300.000 und danach ging zunächst Benjamin Zamani für 1,45 Millionen All-in. Erneut pushte Aage Ravn, diesmal vom Small Blind, All-in und auch Harrison Gimbel schob seinen kompletten Stack vom Big Blind in die Mitte. Shulman foldete und es kam zum Showdown:
Ravn A♣Q♣
Gimbel J♣J♦
Zamani 8♠8♥
Zamani hatte die wenigsten Chips investiert, sodass es für Ravn und Gimbel noch um den Sidepot ging. Der Flop brachte dann 5♣8♠7♦, am Turn folgte die 2♠ und am River die 6♦. Zeiman konnte mit dem Set auf fünf Millionen aufstocken, Gimbel hielt nach der Hand noch zehn Millionen und der Norweger Ravn erhielt für Rang sechs $450.000 Preisgeld.
Zu fünft ging es dann in den 31. Level (80.000/160.000, Ante: 20.000) und es folgte ein Monsterpot zwischen Ryan D'Angelo und Chipleader Tyler Reiman. Preflop gingen insgesamt 14 Millionen Chips in die Mitte, D'Angelo zeigte J♥J♠ und Reiman A♠K♥. D'Angelo blieb zunächst vorn, denn es wurde bis zum Turn 4♣9♥3♣5♥ gedealt. Der River war dann aber brutal, der K♦ schlug ein und beendete den Traum vom Titel für Ryan D'Angelo, der sich aber mit $700.000 Preisgeld trösten kann. Reiman schien nicht zu schlagen und baute seinen Stack auf gut 24 Millionen aus.
Die letzten Vier hatten dann schon $1.000.000 Preisgeld sicher und noch in Level 31 verabschiedete sich der Nächste. Einmal mehr gerieten Gimbel und Zamani aneinander. Zamani eröffnete für 400.000 und Gimbel ging ohne Umschweife All-in. Zamani war klar gecovert, überlegte drei Minuten und zahlte dann mit A♥T♦ für 5.715.000 zum All-in. Gimbel drehte Pocket-Achten um und der Flop mit 8♠5♠6♥ gab ihm sofort das Set. Die 7♣ am Turn brachte noch einmal Spannung, denn Zamani hoffte auf eine Neun am River zur Straight. Doch es folgte der J♣ und Zamani blieb der vierte Platz.
Zu dritt lag Shulman mit 2,2 Millionen klar hinter Gimbel (15) und Reiman (28), aber Shulman verdoppelte schnell gegen Reiman und wiederholte dies etwa 15 Hände später noch einmal, sodass er wieder über sechs Millionen zum spielen hatte. Doch letztlich war es ein ungleicher Kampf, denn Reiman und Gimbel übten jede Menge Druck aus und Gimbel war es, der Shulman in Level 32 (100.000/200.000, Ante: 20.000) auf Rang drei eliminierte. Die Chips von Shulman gingen mit Q♣T♠ gegen A♥9♦ in die Mitte. Der Dealer legte 5♥3♣6♠J♦7♣ und Gimbel reichte Ace-high, um den Pot zu ziehen. Shulman bekam $1.350.000 und es ging in das Heads-up.
Tyler Reiman - 27.965.000
Harrison Gimbel - 17.740.000
Harrison Gimbel läutete nach der einstündigen Pause die Wende ein. Er hatte den größten Pot für 600.000 eröffnet und callte auch die Dreibet von Reiman auf 1.675.000. Der Flop kam runter mit 2♦A♣8♥, beide checkten. Nach der 7♠ ging es dann zur Sache. Reiman check-callte 2,2 Millionen, am River folgte die 3♠ und Reiman check-callte weitere 4,7 Millionen. Gimbel zeigte A♦5♥ und Reiman muckte.
Wenig später führte Gimbel dann mit 3,5 zu 1 in Chips und es kam zur entscheidenden Hand. Reiman hatte auf 620.000 geraist, Gimbel re-raiste auf 1,8 Millionen und Reiman ging ohne zu zögern All-in. Knapp zehn Millionen war der Einsatz hoch und Gimbel callte.
Gimbel T♥T♣
Reiman 8♦8♣
Der Flop kam mit T♦6♦2♥ und brachte Gimbel sogar das Set. Am Turn folgte zwar die 8♥, aber das reichte natürlich nicht für Reiman, der sich nach dem J♠ am River endgültig geschlagen geben musste.
Harrison Gimbel heißt der neu PCA-Champion und sein Sieg wird mit $2.200.000 belohnt, während Tyler Reiman mit $1.750.000 in die USA zurückkehren wird.
Das Ergebnis vom Finale:
1 -- Harrison Gimbel, USA, $2.200.000
2 -- Tyler Reiman -- USA -- PokerStars player -- $1.750.000
3 -- Barry Shulman -- USA -- $1.350.000
4 -- Benjamin Zamani -- USA -- PokerStars qualifier -- $1.000.000
5 -- Ryan D'Angelo -- USA -- PokerStars qualifier -- $700.000
6 -- Aage Ravn--Norway -- PokerStars qualifier -- $450.000
7 -- Zachary Goldberg -- USA -- PokerStars player -- $300.000
8 -- Thomas Koral -- USA -- PokerStars player -- $201.300








