PCA 2010 - Main Event: Fünf Deutsche erreichen Tag 4

PCA-2010-thumbnail.jpgAuch der dritte Turniertag des $10.300 Main Events im Rahmen des PokerStars Caribbean Adventure bot jede Menge Action, sodass bereits im zweiten Level des Tages die Moneybubble platzte und das Feld nach insgesamt sechs Levels von ursprünglich 278 auf 62 Spieler reduziert worden war. Gut möglich also, dass Tag 4 ein kurzer Tag wird, denn am Samstag wird auf die letzten 24 heruntergespielt, die am Sonntag um den Einzug an den achtköpfigen Finaltisch spielen werden.

Aus deutscher Sicht begann das Turnier gleich wieder mit einem Suck-out. Dirk Sebastian pushte, nach einem Raise vor ihm, für 38.000 mit Pocketnines All-in und wurde von K♦3♠ gecallt. Das Board sah bis zum Turn gut aus (4♦8♠A♠9♠), doch am River kam mit der T♠ das vierte Pik und der Hamburger verlor gegen einen Flush.

An der Bubble waren dann noch 22 Spieler aus dem deutschsprachigen Raum mit von der Partie und alle schafften es zumindest in die 224 bezahlten Plätze. Der unglückliche Bubbleboy war John Leathart, der sich über ein $33-Rebuy für den Main Event qualifiziert hatte. Justin Bonomo raiste in Level 16 (2.500/5.000, Ante: 500) auf 12.000 und Leathart callte vom Small Blind. Der Flop wurde mit 7♥7♣8♥ gedealt und Leathart check-callte weitere 20.000 von Bonomo. Am Turn kam die T♥, diesmal wanderten je 45.000 Chips in die Mitte. Nach dem A♦ am River setzte Bonomo Leathart dann All-in, der callte für seine restlichen 150.000 und muckte seine Hand nachdem Bonomo 7♠8♦ zum Full House umgedreht hatte. Später verriet John, dass er einen Flush hatte, „but that's the way it goes."

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John Leathart


Danach ging es dann rasend schnell und es flogen bis zum Ende von Level 16 noch über 30 Spieler raus, darunter auch Daniel Felten, Torsten Tent, Peter Karall und Jan Petersen. In Level 17 (3.000/6.000, Ante: 500) folgten Daniele Nestola, Daniel Doering, Oliver Zippel, Aaron Szerencses, Dennis Goebel, Thomas Rintzel und Mario Kühl für $17.500. $20.000 Preisgeld gab es für Marcel Schreiner, Torsten Haase und Supernova Elite Bernhard Braumandl.

Nasr El Nasr erwischte es dann einmal mehr auf die harte Tour. Viele erinnern sich noch an seinen Ausscheiden am Finaltisch der EPT Prag 2008 und beim Finale des $5.000 WSOP Shootout, als der Berliner jeweils mit Pocketaces den Kürzeren zog. Kurz vor Ende von Level 18 (4.000/8.000, Ante: 1.000) brachen ihm die Rockets auch hier auf den Bahamas das Genick. Aus mittlerer Position kam ein Raise, Nasr dreibette aus dem Small Blind, wurde gecallt und der Flop mit 4♦6♠K♠ gedealt. Nasr feuerte weitere 62.000 ab, die ebenfalls gecallt wurden und der Turn brachte die 7♣. Nasr setzte 116.000, wurde All-in gestellt und callte, sodass 800.000 Chips im Pot lagen. Im Showdown zeigte sein Gegenspieler K♦9♦, der Berliner lag also vorn. Aber nicht lange, der Dealer legte am River die 9♠ zum Twopair und Nasr musste frustriert seinen Stuhl räumen ($23.500 Preisgeld).

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Machte auch neben Phil Ivey eine gute Figur: Paul Knebel (li.)


Nachdem auch Igor Kurganov und Halil Yavuz ausgeschieden waren, blieben in Level 19 noch Paul Knebel (575.000), Holger Kanisch (400.000), Dimitri Hefter (360.000), Florian Langmann (255.000), Bernd Rygol (200.000) und Tobias Reinkemeier (200.000) übrig.

Supernova Elite Paul Knebel knackte dann in einer spannenden Hand sogar die Marke von einer Million in Chips. Johnny Lodden hatte den Pot eröffnet, der Button callte und Paul Knebel dreibettete aus dem Big Blind. Lodden foldete, aber der Button blieb dabei und der Flop wurde mit T♥4♥J♦ gedealt. Danach ging es schnell, Bet Paul, All-in vom Button und Call vom Deutschen. Im Showdown drehte Paul dann A♣A♦ um, lag aber hinten gegen J♠T♠ für Twopair. Doch die 4♠ am Turn brachte noch einmal die Wende und gab Paul das höhere Twopair. Am River beendete die unbedeutende 5♦ die Hand und Paul hielt satte 1.180.000 Chips. Am Ende musste er noch etwas abgeben, doch 887.000 Chips für Tag 4 können sich sehen lassen.

Gespannt sein dürfen wir dann auch, ob Tobias Reinkemeier, nach seinen vielen starken Platzierungen in dieser EPT-Saison, hier den Durchbruch schafft. Die Grundlage hat er geschaffen, denn er hievte seinen Stack in Level 19 (5.000/10.000, Ante: 1.000) noch auf 750.000 in Chips. Bei noch gut 80 Spielern reraiste er einen Spieler, der daraufhin vierbettete und und auch das All-in von Tobias mit Pocketjacks callte. Der Cuxhavener zeigte Pocketqueens und das Board brachte 9-8-3-K-7. Am Ende des Tages standen dann 710.000 zu Buche.

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Tobias Reinkemeier


Seinen Platz räumen musste dagegen noch Holger Kanisch. Der Runner-up der EPT Dortmund hielt noch 340.000, als er Pocketkings in erster Position gedealt bekam und auf 30.000 erhöhte. John Duthie callte vom Big Blind und der Flop brachte 6-7-T (zwei Karo). Holger setzte 45.000, wurde All-in gecheck-raist und zahlte nach. Duthie zeigte im Showdown 4♦3♦ zum Flushdraw und Gutshot, der Turn brachte einen Jack und am River kam die Straight durch eine Fünf an. Holger kassierte $28.000 Preisgeld.

In Tag 4 geschafft haben es auch die beiden PokerStars-Qualifikanten Dimitri Hefter (386.000) und Bernd Rygol (267.000) sowie Team PokerStars Pro Florian Langmann. Florian war schon sehr short mit 150.000 Chips, schaffte aber kurz vor Ultimo noch einen Verdoppler. Der Small Blind war tot, da zuvor ein Spieler auf dieser Position ausgeschieden war, und Florian callte ein All-in des Button mit K-T. Im Showdown zeigte der Button Q♠8♠, war aber schon am Turn drawingdead, da der Dealer 5-5-K-K umgedreht hatte. Mit 304.000 Chips steht Florian allerdings weiter unter Druck.

Die Führung im Chipcount hat Harrison Gimbel mit 2.625.000 in Chips übernommen, dahinter folgen Matthew Haugen (2.149.000), Ryan D'Angelo (2.092.000) und Praz bansi (2.003.000). Mit Barry Shulman, Eric Froehlich, Jeff Madsen, Robert Mizrachi, Bill Gazes, Huck Seed und den PokerStars Pros John Duthie und Johnny Lodden sind noch einige Bignames mit von der Partie.

Am Samstag um 18 Uhr deutscher Zeit (12 Uhr Ortszeit) geht es weiter mit Tag vier. Wie immer findet ihr regelmäßige Updates im PokerStarsblog.de.

Zu den Chipcounts und den Pay-outs.