PCA 2010 - Main Event: Viele Suck-outs, viele Bust-outs

PCA-2010-thumbnail.jpgEin Mammutfeld mit 884 Spielern startete in den zweiten Turniertag des $10.300 Main Events im Rahmen des PokerStars Caribbean Adventure und machte sich auf die Jagd nach der Siegprämie in Höhe von $2.200.000, die für den kommenden Champion bereit liegen. Es wurde ein actionreicher Tag und in den sechs gespielten Levels schrumpfte das Feld auf rund 300 Spieler, die am Freitag in den Imperial Ballroom des Atlantis Resort zurückkehren werden.

Die mit über 70 Spielern angetretene deutschsprachige Pokercommunity musste reichlich Federn lassen. Das unglückliche Aus für Team PokerStars Pro Katja Thater, die mit Assen ihre gut 55.000 am Flop gegen einen Flushdraw im Pot untergebracht hatte, der sich dann am River materialisierte, war einer von vielen Suck-outs. Auch Florian Langmann verlor mit Assen einen großen Pot nachdem die Kohle am Flop gegen einen Flushdraw reinging. Der Verdener hatte seinen Gegner allerdings deutlich gecovert und überlebte den Tag mit 136.600 in Chips.

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Florian Langmann


Einen schweren Rückschlag musste auch Aaron Szerencses, der zeitweise über 200.000 Chips hielt. Ein Shortstack war in Level 14 (1.500/3.000, Ante: 300) für 20.000 Chips All-in gegangen, zwei Spieler callten und Aaron saß im Small Bind mit 9♦7♦. Er verfügte über genügend Chips, zahlte aufgrund der verlockenden Odds nach und floppte prompt die Nutstraight (T-6-8). Daraufhin fackelte er auch nicht lange und ging ohne Umschweife für gut 180.000 Chips All-in. Ein Spieler, den er nur um 16.000 Chips gecovert hatte, callte mit Pocket-Achten zum Set. Am Turn folgte eine harmlose Drei, doch am River pairte sich das Board mit einer Zehn - Full House für seinen Gegner, der freudestrahlend den Pot mit 450.000 Chips entgegennahm. Bei Aaron standen am Ende dann 46.000 zu Buche.

Kristian Martin hatte seinen Stack ebenfalls auf 200.000 Chips ausgebaut verlor zwischendurch aber mit A-K gegen Kings und dann, ebenfalls in Level 14, ein Preflop-All-in für 120.000 Chips mit Pocketkings gegen J-8 (Flop: J-8-X). Wenig später war Endstation für den PokerStars-Qualifikanten.

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Kristian Martin


Im Laufe des Tages mussten unter anderem auch Benjamin Kang, Jan Heitmann, Sebastian Ruthenberg, Johannes Strassmann, Christophe Groß, Fabian Quoss, Moritz Schmejkal, Mathias Kürschner, Matthias Neu, Michael Skender, Stefan Huber, Peter Buermann und Martin Schmidkunz die Segel streichen. Martin war lange Zeit shortstacked, schaffte es dann in Level 13 (1.200/2.400, Ante: 200) aber seinen Stack mit Pocketaces gegen Pocket-Sechsen und A♣J♦ gegen Pocket-Achten auf 80.000 auszubauen, um zu Beginn von Level 14 mit Pockettens gegen Pocketjacks auszuscheiden. Martin muss allerdings nicht traurig sein, schließlich bekommt er als Gewinner der Team-Pro-Challenge in Berlin, Monte Carlo und Las Vegas weitere Chancen.

Damit lassen wir die schlechten Nachrichten aber hinter uns, denn es gab natürlich auch ein paar Highlights aus deutscher Sicht. In einem der größten Pots des Tages war Nasr El Nasr aus Berlin verwickelt, der zunächst ein Raise von Daniel Negreanu für 7.200 Chips vom Cut-off callte. Im Small Blind saß Alex Kamberis, der eine Erhöhung auf 26.500 einstreute und Negreanu zum Fold verleitete. Damit war Nasr wieder am Zug und der holte zur Vier-bet auf 66.500 aus. Kambaris shippte daraufhin All-in, Nasr callte sofort und spielte mit den Rockets (A♣A♦) gegen Pocketjacks um einen Pot der mit fast 600.000 Chips gefüllt war. Der Dealer drehte dann 2♠5♦2♥K♠8♣ um und Nasr war obenauf, während Kamberis auf 70.000 zurückfiel.

Einen großen Pot verlor Nasr danach noch mit einem gefloppten Full House Kings über Jacks gegen ein geturntes Full House Kings über Queens von Bernd Rygol, einen weiteren PokerStars-Qualifikanten aus Deutschland, der dadurch 245.000 Chips mit in Tag 3 nehmen darf. Nasr tütete letztlich 528.000 ein.

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Nasr El Nasr


Weiterhin im Geschäft sind auch Marcel Schreiner (187.800), Daniele Nestola (180.000), Torsten Tent (160.000), Peter Karall (127.300), Igor Kurganov (123.000), Daniel Felten (120.000), die beiden PokerStars SupernovaElite-Spieler Bernhard Braumandl (99.100) und Paul Knebel (68.800) sowie Mario Kühl (80.000), Marcus Lehmann (75.000) und Thomas Rintzel (54.000). Auf dem Zettel haben sollte man auch Tobias Reinkemeier, der 320.000 Chips einmal mehr gut gerüstet in den nächsten Tag geht.

Die kompletten Chipcounts werden noch gelistet und dann tauchen sicherlich noch einige weitere Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum auf, die Tag 3 erreicht haben.

Inoffizieller Chipleader ist Praz Bansi mit satten 960.000, vor Marc Etienne McLaughlin (700.000) und Wayne Bentley (600.000). Danach folgt schon Nasr El Nasr und auf den Plätzen befinden sich unter anderem Dario Minieri, Carter Phillips, Jeff Madsen, Ivan Demidov, Johnny Lodden, Paul Wasicka, Phil Ivey und jede Menge weitere Schwergewichte der Pokerszene.

Am Freitag um 18 Uhr deutscher Zeit (12 Uhr Ortszeit) geht es dann zunächst in Richtung Moneybubble, denn 224 Plätze werden bezahlt. Der PokerStarsblog.de meldet sich natürlich rechtzeitig mit den Updates zurück von Paradise Island.

Zu den Chipcounts.

Die Payouts:

Teilnehmer: 1.529
Preispool: $14.831.300
Bezahlte Plätze: 224

PositionPrize
1$2.200.000
2$1.750.000
3$1.350.000
4$1.000.000
5$700.000
6$450.000
7$300.000
8$201.300
9-10$150.000
11-12$130.000
13-14$115.000
15-16$100.000
17-20$87.500
21-24$75.000
25-32$66.000
33-40$59.000
41-48$52.000
49-56$45.000
57-64$38.000
65-72$33.000
73-80$28.000
81-112$23.500
113-144$20.000
145-176$17.500
177-224$15.000