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PCA 2010 - High Roller: Spielerprofile der Finalisten

PCA-2010-thumbnail.jpgAm heutigen Donnerstag findet das PokerStars Caribbean Adventure mit dem Finaltisch des $25.500-High-Roller-Events den krönenden Abschluss. Zehn Tage voll gepackt mit über 50 Pokerturnieren liegen dann hinter den Spielern, die hier in Hundertschaften angereist waren. Bei den Highrollern geht es noch einmal um eine Siegprämie in Höhe von $576.240 und natürlich jede Menge Prestige. Aus deutscher Sicht heißt es natürlich Daumen drücken für Tobias Reinkemeier, der als Chipleader in die Entscheidung gehen wird. Anbei die Spielerprofile der Finalisten.

Finaltisch Updates.
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Adolfo Vaeza


Platz 1: Adolfo Vaeza, 57 Jahre, Montevideo (Uruguay) - 790.000 Chips

Adolfo Vaeza ist der einzige Amateurspieler am Finaltisch des PCA High Roller-Events - doch man sollte ihn alles andere als unterschätzen. Während die anderen Finalisten den Großteil des Jahres von einem Pokerturnier zum anderen fahren und/oder online "grinden", ist Vaeza - der Besitzer eines Bauunternehmens - bisher erst zu drei Poker-Events gereist ... und dabei jedes Mal an den Finaltisch gekommen. So gewann er beim EPT6 London High Roller-Event als Vierter £ 141.000, kassierte beim €5.000 No Limit-Event im Rahmen des EPT Grand Final in Monte Carlo €51.000 - und nun hat der 57-Jährige sein großartiges Pokerkönnen erneut bestätigt. Er spielt nach eigener Aussage nur High Roller-Events, weil diese "kleinere Teilnehmerfelder und bessere Spieler" haben.

Platz 2: William Reynolds, 21 Jahre, Sioux City (USA) - 482.000 Chips

William spielt seit seinem sechzehnten Lebensjahr Poker - und als er 18 Jahre alt wurde, wusste er bereits, dass er damit seinen Lebensunterhalt verdienen konnte. Also gab er sich vor seinem Collegestudium selbst vier Monate, um herauszufinden, ob er wirklich gut genug war. Nach Ablauf der vier Monate beschloss er, sein Studium um ein Jahr zu verschieben - und nach einem Jahr schob er die Uni um ein weiteres Jahr auf ... William sorgte erstmals für internationales Aufsehen in der Szene, als er bei der EPT San Remo 2009 Platz Vier holte und damit seine Bankroll um €377.000 aufstockte. Danach folgte vor kurzem ein 13. Platz beim LAPT-Event in Playa Conchal (Costa Rica). Doch vor allem online kann der US-Amerikaner glänzende Resultate vorweisen: So gewann er schon 2007 bei einem Event $205.000, holte sich im November 2008 bei einem $1.000-Event auf PokerStars Platz Zwei und $60.000 Preisgeld und wurde beim $5.000 PLO-Event der SCOOP Vierter, was ihm zusätzliche $87.000 einbrachte. "Das hier ist ein großartiges Event", erzählt er. "Ich bin stolz darauf, in einem so starken Teilnehmerfeld so weit gekommen zu sein."

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Michiel Brummelhuis


Platz 3: Michiel "utreg" Brummelhuis, 26 Jahre , Amsterdam (Niederlande) - 394.000 Chips

Verglichen mit einigen anderen Finalisten ist Michiel Brummelhuis außerhalb seiner Heimat ein unbeschriebenes Blatt. Er begann seine Karriere online mit Low Stakes Limit Hold'em und arbeitete sich dann langsam hoch, bis er vom Pokern leben konnte. Danach konnte er seine Erfolge an den Echtgeldtischen auch beim Turnierpoker fortsetzen und zählt heute zu den erfolgreichsten Spielern der Niederlande. Seine größten Online-Gewinne waren bisher $144.000 für den Gewinn des $1.000 WCOOP Second Chance auf PokerStars und $101.000 bei einem anderen großen PokerStars-Sonntagsturnier. Auch bei Live-Events konnte er schon einige Erfolge verbuchen - darunter den Sieg beim Master Classics of Poker €1.000 Freezeout (gut für €68.310 Preisgeld). Daneben erreichte er bei der WSOP 2009 den Finaltisch des $10.000 Limit Hold'em-Events und belegte Platz Sieben.

Platz 4: Dimitry Stelmak, 24 Jahre, Moskau (Russland) - 150.000 Chips

Stelmak ist ein Pokerprofi aus Moskau, der zusammen mit einer ganzen Gruppe von Freunden zum PCA 2010 anreiste. Vor Beginn seiner Pokerkarriere studierte er Mathematik und Physik an der Universität Moskau. Stelmak, der eigentlich Pot Limit Omaha bevorzugt, spielte erstmals vor fünf Jahren Onlinepoker und meldete sich ein Jahr später für sein erstes Live-Turnier an. Sein bisher bestes Live-Ergebnis erzielte er 2009 mit dem geteilten ersten Platz beim $3.000 Bellagio Cup, der ihm $104.095 einbrachte. Daneben gewann er ein $2.000 Side Event der Russian Poker Tour mit 100 Teilnehmern. Im September 2009 holte er bei der EPT Barcelona Platz 38 und erhielt dafür €20.000; außerdem erreichte er dort in einem €2.000 Side Event den vierzehnten Platz.

Platz 5: Will "molswi47" Molson, 22 Jahre, Montreal (Kanada) - 669.000 Chips

Will Molson aus Montreal scheinen die High Roller-Turniere auf den Bahamas ganz besonders zu liegen: Im letzten Jahr wurde er beim $25.000-Event Zweiter hinter Bertrand "ElkY" Grospellier und kassierte dafür $228.000. Seitdem war der heute 22-jährige Student, der sich ein Jahr Auszeit genommen hat, um rund um die Welt an Pokerturnieren teilzunehmen, auch noch bei der EPT London im Geld. Molson geht mit 669.000 Chips ins Finale - eine großartige Leistung, wenn man bedenkt, dass er am Ende des zweiten Turniertags nur 60.000 Chips hatte (der kleinste Stack aller 24 Spieler, die noch im Turnier waren). Will Molson spielt bei PokerStars unter dem Namen "molswi47" und ist dort Stammgast an den High Stakes Cashgame-Tischen.

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Tobias Reinkemeier


Platz 6: Tobias "pokernoob999" Reinkemeier, 22 Jahre, Deutschland - 1.072.000 Chips

Für Tobias Reinkemeier begann das PCA 2010 mit einer herben Enttäuschung. Doch nur wenige Tage nach seinem unglücklichen 46. Platz im Main Event - der ihm dennoch sein bis dahin höchstes Live-Preisgeld von $52.000 einbrachte - geht er als Chipleader ins PCA High Roller-Finale. Reinkemeier gilt in der deutschen Pokerszene als einer der besten Turnierspieler seines Landes, mit zahlreichen EPT-Cashes, darunter allein drei Preisgeldplätzen aus dieser Saison (inklusive Platz 11 bei der EPT London, gut genug für £28.000 Preisgeld). Seine Gewinnsumme bei Live-Turnieren beträgt zurzeit $360.000. Dazu kommen weitere $168.750 für den Gewinn des $1.500 SCOOP Heads-Up-Events 2009. Reinkemeier, der ursprünglich aus Cuxhaven stammt, lebt seit rund achtzehn Monaten auf Malta.

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Lisa Hamilton


Platz 7: Lisa Hamilton, 38 Jahre, Las Vegas (USA) - 440.000 Chips

Lisa Hamilton ist eine bekannte High Stakes Cashgame-Spielerin, die fast ausschließlich live spielt und bis zum letzten Sommer noch nie an einem großen Live-Turnier teilgenommen hat. Doch ihre Entscheidung zur Teilnahme an der $1.000 Ladies Poker Championship der WSOP 2009 erwies sich als goldrichtig: Sie setzte sich gegen insgesamt 1.060 Teilnehmerinnen durch und holte sich Platz Eins und $195.390. Trotz dieses Erfolgs scheint sie nach wie vor bestenfalls aus einer Laune heraus zu einem Pokerturnier zu überreden zu sein: So reiste sie nur auf Drängen ihres guten Freundes ElkY zum diesjährigen PCA an. Hamilton kommt aus Honolulu auf Hawaii, lebt aber seit 2005 in Las Vegas. Neben dem Pokern verbringt sie viel Zeit mit der Arbeit im familieneigenen Bekleidungsunternehmen.

Platz 8: Matt "ADZ124" Marafioti, 21 Jahre, SuperNova Elite - Toronto (Kanada) - 236.000 Chips

Matt Marafioti gehört ebenfalls zu den Spielern, die beim diesjährigen PCA schon ein Turnierpreisgeld gewinnen konnten. Für Platz 26 im $1.500 NL Freezeout am Sonntag gab es $3.570 - aber das ist natürlich Kleingeld im Vergleich zu den $66.885, die er schon jetzt für das Erreichen des High Roller-Finaltischs sicher hat. Marafioti, der vor allem online High Stakes-Cashgames spielt, hat in letzter Zeit immer öfter gute Live-Turnierergebnisse verbuchen können und bei den letzten fünf Turnierteilnahmen vier Mal das Preisgeld erreicht. Beim $40k Anniversary Event der WSOP 2009 holte er Platz 12 und bekam $ 172.120, und im Juli 2009 kam er hinter Christian Harder beim $5.000 Bellagio Cup in Las Vegas auf Platz Zwei, was ihm weitere $165.985 einbrachte. Damit stiegen seine Live-Turniergewinne auf insgesamt über $600.000. Marafioti ist SuperNova Elite-VIP bei PokerStars und hat auf dem Weg dorthin so viele Frequent Player-Punkte gesammelt, dass er sie vor kurzem gegen einen Aston Martin eintauschen konnte. Beim High Roller-Event wäre er fast ausgeblindet worden - zu diesem Zeitpunkt lag er nämlich im $5.000 Event auf der anderen Seite des Imperial Ballroom immer noch aussichtsreich im Rennen ...


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