WSOP 2010 - Main Event: Updates Tag 1B

wsop2010_thn.jpgIn diesem Blog findet ihr stündliche Updates zur $10.000 World Championship No-Limit Hold'em der 41. World Series of Poker. Die Einträge drehen sich wie gewohnt hauptsächlich um das Abschneiden der Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum.

Startingstack: 30.000 Turnierchips
Spieldauer pro Level: 120 Minuten
Spieldauer Tag 1B: 4,5 Level (bis 60 Minuten in Level 5)
Dinnerbreak: 90 Minuten (nach Level 3)

E-Mail-Anfragen: robin@intellipoker.com

Level 5: 200/400, Ante: 50

00:10 Uhr: Tag 1B beendet

Auch Tag 1B ist im Kasten und von den 1.489 gestarteten Spielern haben ca. 1.000 Spieler den Tag überlebt. Gut dabei sind aus deutscher Sicht Florian Langmann und Jan Heitmann vom Team PokerStars Pro sowie SupernovaElite Michael Skender und Mohsen Tayfeh. Nicht mehr an den Tischen gefunden habe ich Steven Thomsen und Jan-Peter Jachtmann.

Ebenfalls mit guten Stacks ausgestattet sind die PokerStars Pros Gavin Griffin (92.000), Matthias de Meulder (80.000) und Johnny Lodden (62.000). Als Chipleader wurde zuletzt James Danielson (201.000) gelistet, gefolgt von Robert Miller (155.000). Bei gut 1.000 Überlebenden werden allerdings erst die offiziellen Chipcounts ein wirklich aussagekräftiges Ergebnis für Tag 1B bringen.

Am Mittwoch um 12 Uhr Ortszeit (21 Uhr MEZ) beginnt Tag 3, allerdings werde ich mich erst zum zweiten Level gegen 14 Uhr (23 Uhr MEZ) aus dem Amazon Room zürückmelden, denn zuvor heißt es noch Daumen drücken für die DFB-Auswahl im Halbfinale der Fußball Weltmeisterschaft gegen Spanien. Die deutschen Pokerspieler in Las Vegas werden erneut das Hofbräuhaus stürmen und ich werde mit Kamera bewaffnet ebenfalls mit von der Partie sein.

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An Tag 1C werden daher ohnehin nicht allzu viele deutsche Spieler mit von der Partie. Umso mehr freu ich mich, dass mit Charlotte Roche zumindest eine Vertreterin sicher dabei ist.

Bis dahin einige Chipcounts:

Florian Langmann - 85.000
Jan Heitmann - 80.000
Steven Thomsen - ?
Sebastian Müller - 34.000
Michael Skender - 87.000
Sven Stiel - 25.000
Cort Kibler-Melby - 44.000
Bodo Sbrzesny - 15.000
Mohsen Tayfeh - 75.000
Jan-Peter Jachtmann - ausgeschieden
Thomas Richter - 27.000
Jonas Gutteck - 44.000
Daniel Drescher - 21.500
Mario Puccini - 52.000
Alexander Purk - 21.000
Philipp Gruissem - 29.500
Armin Zoike - 30.000
Nasr El Nasr - 43.000
Nico Behling - 46.000
Michael Brandli - 47.000
Laurent Alix - 31.000
Max Grünberger - 30.000
Johannes Heldens - 13.000
Roland Jeske 32.000
Martin Schmidkunz - 37.500
Manig Loeser - 42.500
Philipp Gsoellpointer - 61.000
Raphael Wurm - 27.000
Thomas Kremser - 14.500
Niklas Heinecker - 25.000


22:55 Uhr: Sebastian busto, Jan im Glück

Für Team PokerStars Pro Sebastian Ruthenberg ist der Main Event der 41. WSOP gelaufen. Er konnte sich nicht mehr richtig erholen, eröffnete dann aus früher Position, bekam ein Reraise von Anthony Lellouche und shippte seine insgesamt 11.000 Chips mit J♦T♦ All-in. Lellouche callte mit Pocketjacks, der Flop brachte Seb noch den Openender, aber auch diesmal materialisierte sich der Draw nicht. Michael Skender dagegen, der den ganzen Tag zusammen mit Seb am Tisch saß, hat gute 84.000 Chips vor sich stehen.

Jan Heitmann hatte wesentlich mehr Glück. Vor dem Flop gab es richtig Action, die im All-in seines Kontrahenten endete. Jan überlegte lange, callte mit J♥J♠ und lag gegen Q♦Q♣ deutlich hinten. Das Board wurde dann aber mit J♣4♣T♦7♦4♥ gedealt und für den Münchener sieht es mit ca. 65.000 Chips jetzt richtig gut aus.

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Jan Heitmann


Mit Phil Galfond (145.000), Jim Collopy (120.000), Phil Laak (105.000) und Team PokerStars Pro Gavin Griffin haben einige bekannte Spieler schon echte Bigstacks vor sich stehen. Zu den Prominenten Bust-outs zählen unter anderem Annette Obrestad, Brandon Adams, Erick Lindgren, Liv Boeree, Jamie Gold sowie die Team PokerStars Pros Ivan Demidov, Darus Suharto, Bertrand ElkY Grospellier und Arnaud Mattern.

Es beginnt Level fünf. Noch 60 Minuten.


Level 4: 150/300, Ante: 25

22:00 Uhr: Michael mit 6-Bet All-in gegen Lellouche

Dass Anthony Lellouche mit einem großen Stack sehr aggressiv spielt ist bekannt und auch Michael Skender weiß dies. Vor wenigen Minuten kam es dann auch zu einer großen Konfrontation zwischen den beiden. Michael, der ebenfalls sehr aktiv ist, raiste vom Cut-off auf 800 und bekam einmal mehr die 3-Bet von Lellouche serviert. Doch diesmal hielt Michael mit A-K eine respektable Hand und feuerte eine weitere Erhöhung auf 7.000 ab. Der Franzose war davon nicht beeindruckt und erhöhte sogar auf 19.000, was wiederum Michael nicht beeindruckte. Der Deutsche ging All-in für insgesamt 60.000, Lellouche schüttelte sich kurz, ging das Szenario noch einmal durch und sparte seine 42.000 Chips indem er foldete. That's Poker!

Noch besser sieht es bei Team PokerStars Pro Florian Langmann aus, der schon über 90.000 Chips vor sich stehen hat. Er hat den Tisch schon fast zu gut im Griff und bekam zuletzt kaum Action. Der Button griff mit einem Raise auf 800 der Big Blind von Florian, der Small Blind callte und auch Florian zahlte nach. Der Flop brachte 3♠7♥8♦, der Small Blind checkte und Florian reichte die Bet in Höhe von 1.500 um den Pot einzustreichen.

Jan Heitmann kommt dagegen nicht so richtig in Schwung. Er ist mittlerweile in den Amazon Room umgezogen und hält 35.000 Chips. Zunächst musste er an seinem neuen Platz eine Pot aufgeben, in den er schon knapp 4.000 Chips investiert hatte. Wenig später holte er sich die Chips aber zurück. Er raiste auf 700, wurde vom Small Blind gecallt und das Board wurde zunächst durchgecheckt. Erst als mit dem A♥ das dritte Herz lag feuerte Jan noch 2.325 ab, wurde gecallt und zeigte 9♥7♥ für den Flush.

Igor Kurganov ist vor wenigen Minuten ausgeschieden.

21:10 Uhr: Paul ausgeschieden, Cort macht Chips

Paul Knebel hat es erwischt. Er raiste aus mittlerer Position auf 800, der Button erhöhte auf 2.500 und Roberto Romanello machte daraus vom Small Blind sogar 6.600. Höchste Zeit zum All-in dachte sich Paul und schob seine restlichen Chips in die Mitte, insgesamt 9.925. Der Button und Romanello callten und der Flop mit 5♣J♦5♦ wurde durchgecheckt. Es blieb aber nicht so friedlich, denn nach der 3♥ am Turn feuerte der Button 6.500 ab, die Romanello check-callte und nach der 7♥ am River wiederholte sich das Spiel für 12.700. Im Showdown drehte der Button J♣J♠ für das gefloppte Boat um, Romanello hatte nur Pocketkings zu bieten und Paul war mit A♥K♠ chancenlos.

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Paul ist busto


Besser lief es für Cort Kibler-Melby, der seinen Stack auf 50.000 ausgebaut hat. Nach einem Raise auf 825 callte Cort direkt dahinter und auch der Spieler am Button wollte den Flop sehen. Der kam dann mit A♦4♥7♥, es wurde zum Button gecheckt und der spielte umgehend 2.625 Chips an, die nur Cort callte. Am Turn wurde die Q♠ gedealt, Cort check-callte weitere 6.500 und überließ seinem Gegner auch nach dem A♣ am River die Initiative. Der feuerte die dritte Bet für 10.000 ab, Cort ging für 19.000 All-in und der Button foldete insta. „Ich hatte Ace Queen", verriet Cort nach der Hand.

Für Igor Kurganov wird es langsam eng. Das Board zeigte T♦5♦A♣Q♥J♥, im Pot waren gut 11.000 Chips und Igor, der noch 7.500 dahinter hatte, wurde All-in gestellt. Es dauerte mindestens fünf Minuten, dann entschied sich Igor zum Fold.


20:25 Uhr: Weiter geht's

In wenigen Minuten beginnt der vierte Level und es gibt noch zwei gute Nachrichten. Paul Knebel und Sebastian Ruthenberg konnten kurz vor dem Dinner ihre Shortstacks noch verdoppeln. Paul geht mit knapp 10.000 in die nächste Runde, Sebastian mit ca. 15.000 Chips.


Level 3: 150/300

18:45 Uhr: Sebastian crippled und Chipcounts

In wenigen Minuten beginnt die Dinnerbreak und ich muss mit Sebastian Ruthenberg einen weiteren Shortstack vermelden. „Ich hatte ein Kicker-Problem", berichtete Seb, der nach einem Raise (800) und zwei Callern mit A♣Q♣ auf 3.800 squeezte. Der Initial-Raiser foldete, Anthony Lellouche callte und der dritte Spieler foldete. Der Flop brachte A♥T♣6♣ und nach Bet, Raise, Reraise, Push und Call war der Franzose All-in und zeigte im Showdown A-K. Turn und River brachten kein Kreuz für Sebastian, der auf 6.500 abstürzte.

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Sebastian Ruthenberg


Hier weitere Chipscounts zum Ende von Level 3:

Sebastian Ruthenberg - 6.500
Florian Langmann - 55.000
Jan Heitmann - 42.000
Steven Thomsen - 52.000
Sebastian Müller - 21.000
Aaron Szerecses - ausgeschieden
Michael Skender - 55.000
Paul Knebel - 3.500
Sven Stiel - 24.000
Cort Kibler-Melby - 29.000
Bodo Sbrzesny - 7.500
Jan-Peter Jachtmann - 17.000
Thomas Richter - 32.000
Jonas Gutteck - 55.000
Daniel Drescher - 36.500
Mario Puccini - 49.000
Alexander Purk - 21.000
Igor Kurganov - 26.000
Tobias Reinkemeier - 45.000
Philipp Gruissem - 30.000
Besim Hot - ausgeschieden
Armin Zoike - 34.000
Nasr El Nasr - 29.000
Nico Behling - 48.000
Ljubomir Jospovic - 9.500
Michael Brandli - 45.000
Laurent Alix - 27.000
Dennis Cormann - 19.000
Max Grünberger - 20.000
Johannes Heldens - 36.000
Roland Jeske 38.000
Martin Schmidkunz - 32.500
Manig Loeser - 50.000
Philipp Gsoellpointer - 47.000
Raphael Wurm - 22.000
Thomas Kremser - 29.000

Ich melde mich gegen 5:15 Uhr deutscher Zeit zurück.


18:05 Uhr: Paul crippled

Paul Knebel steht kurz vor dem Aus. Nach einem Raise aus erster Position auf satte 1.200 callte Paul mit 4♥4♦ und dahinter callte noch ein Spieler in mittlerer Position. Der Flop wurde mit 5♥4♣2♥ gedealt, der Initial-Raiser machte die Contibet und Paul erhöhte auf 8.200. Der Spieler danach foldete, aber der UTG-Spieler callte und nach der T♣ stellte Paul ihn All-in und wurde sofort mit Pocket-Fünfen zum stärkeren Set gecallt. Nach der Blank am River blieben Paul nur noch 7.500 und auch die sind mittlerweile halbiert.

Mit Raphael Wurm (22.000) und Thomas Kremser (28.000) habe ich noch zwei weitere Spieler aus Österreich an den Tischen entdeckt. Ich werde jetzt noch einmal einige Chipcounts einsammel, bevor es in die 90-minütige Pause geht.


17:30 Uhr: Sebastian und Michael haben den Tisch im Griff

Es läuft ganz gut für Team PokerStars Sebastian Ruthenberg und SupernovaElite Michael Skender. Die beiden haben den Tisch gut im Griff und liegen jeweils bei rund 55.000 in Chips. In der Regel holen sie die Chips ohne Showdown, so wie Seb in der folgenden Hand. Michael eröffnete für 775 aus mittlerer Position, ein Spieler sowie der Small Blind und Seb im Big Blind callten. Der Flop wurde mit 4♣8♠Q♣ gedealt und der Small Blind donkte von vorn 2.500 in den Pot. Seb schaute kurz rüber, griff zu den Chips und erhöhte auf 7.000, sodass Michael und der vierte Spieler foldeten. Der SB zahlte nach und es kam der J♠ am Turn. Diesmal wurde zu Seb gecheckt, der weitere 11.200 abfeuerte und keine Gegenwehr bekam.

Nasr El Nasr war schon runter auf 9.000, als „All-in on table 371" vom Dealer gerufen wurde. Nasr hielt am Turn mit 9♦8♠ Twopair und lag vorn gegen A♣J♥ mit gefloppten Toppair. Der River änderte nichts und Nasr kann erst einmal etwas Luft holen.

Ausgeschieden ist Martin Kläser und auch Benny Spindler sitzt nicht mehr auf seinem ursprünglichen Platz, was definitiv kein gutes Zeichen ist, da an seinem Tisch noch gespielt wird. Dennoch bleibt ein wenig Hoffnung, dass Benny vielleicht gemoved wurde.

Ein Tischwechsel würde Florian Langmann überhaupt nicht schmecken. Er hatte sich extra neu registriert, um nicht in der blauen Sektion des Amazon Room zu spielen. Nach dem der Pavillioon Room geräumt ist, werden dort nämlich die nächsten Tische aufgelöst. „Dem wollte ich aus dem Weg gehen. Wenn du sechs Stunden an einem Tisch sitzt und dann wechseln musst, fängst du blind wieder von vorn an", so Flo.


Level 2: 100/200

16:20 Uhr: PokerStars-Qualifikanten und -Spieler

Da habe ich doch tatsächlich eine Spielerliste in die Hände bekommen und dort waren doch noch eine ganz Reihe deutschsprachige Spieler zu finden, die sich über PokerStars für den Main Event qualifiziert haben. Philipp Gsoellpointer aus Salzburg und Max Grünberger aus München haben sich zum Beispiel über das Mega-Satellite mit 200 garantierten Plätzen ihr Ticket für Vegas gesichert.

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Philipp Gsoellpointer


Der Schweizer Michael Brandlin hat es über ein $33-Rebuy-Satellite geschafft und Johannes Heldens aus Krefeld war bei einem der wöchentlichen $700 Cash-Satellites ganz vorn dabei. Natürlich ist auch Martin Schmidkunz, der Gewinner der deutschen Team Pro Challenge, hier am Start.

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Michael Brandli


PokerStars-Qualifikant Roland Jeske hatte schon reichlich Chips angesammelt, gab dann aber einiges wieder mit Pocketaces und Pocketqueens ab, sodass er wieder beim Startingstack liegt.

Hier die Chipcounts:

Michael Brandli - 36.000
Laurent Alix - 25.000
Dennis Cormann - 12.000
Max Grünberger - 15.000
Johannes Heldens - 34.000
Roland Jeske 31.000
Martin Schmidkunz - 29.500
Manig Loeser - 42.000
Philipp Gsoellpointer - 36.000


15:30 Uhr: Chipcounts

Es ist ein verhaltener Start bei den deutschsprachigen Spielern. Mohsen Tayfeh führt meine Liste mit rund 52.000 Chips an, dahinter folgen Steven Thomsen mit 47.000 und Mario Puccini mit 42.000.

Die Chipcounts:

Sebastian Ruthenberg - 36.000
Florian Langmann - 32.000
Jan Heitmann - 25.000
Steven Thomsen - 47.000
Sebastian Müller - 29.000
Aaron Szerecses - 15.500
Michael Skender - 39.000
Paul Knebel - 33.000
Sven Stiel - 33.000
Benny Spindler - 29.000
Cort Kibler-Melby - 22.000
Martin Kläser - 22.000
Bodo Sbrzesny - 14.000
Jan-Ptere Jachtmann - 27.000
Thomas Richter - 30.000
Jonas Gutteck - 32.000
Daniel Drescher - 35.000
Mario Puccini - 42.000
Alexander Purk - 22.000
Igor Kurganov - 29.000
Tobias Reinkemeier - 30.000
Philipp Gruissem - 27.000
Besim Hot - 33.000
Armin Zoike - 38.000
Nasr El Nasr - 19.000
Nico Behling - 38.000
Ljubomir Jospovic - 17.500

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Steven Thomsen


14:45 Uhr: Wo wird denn nun das Spiel geguckt?

Man hat es nicht leicht als Pokerspieler. Michael Skender, seines Zeichens immerhin PokerStars SupernovaElite, sitzt am Tisch mit Team PokerStars Pro Sebastian Ruthenberg, Anthony Lellouche, einem britischen und einem schwedischen Pro sowie zwei PokerStars-Qualifikanten und das Ganz schmeckt ihm überhaupt nicht. „Ich kann da nicht einmal die Blinds klauen. Einmal hab ich es versucht vom Cut-off und krieg sofort die 3-Bet von dem Franzosen. Limpen kann man total vergessen, da kommt immer irgendwo ein Raise", erzählte Michael und lacht dabei. Staunen konnte er dann bei einer Hand von Sebastian, der mit einem Runner-Runner-Flush den bisher dicksten Pot am Tisch zog. „Der Seb hat's einfach drauf."

Kumpel Paul Knebel dagegen hat zwei drei schwächere Spieler an seinem Tisch ausgemacht, was sich allerdings noch nicht wirklich ausbezahlt hat. Viel wichtiger war in der Pause ohnehin das WM-Halbfinale gegen Spanien. Wo wird denn nun geguckt? Michael und Paul warten erst einmal ab wie der Tag noch so verläuft. „Wenn wir bis zum Ende dabei sind, dann wird es spät weil wir sicher noch erst was essen und ein bisschen abkühlen müssen bevor es ins Bett geht", so Michael. Sebastian, Cort, Florian und die anderen Bewohner werden wohl zusammen in der Luckbox-Villa gucken, da eine Reservierung im Hofbräuhaus nicht möglich ist. „Ich denke keiner von uns hat Lust drauf schon ein Stunde vor Spielbeginn ins Hofbräuhaus zu fahren, nur um einen vernünftigen Platz abzubekommen", so Sebastian.

Seit wenigen Minuten läuft Level 2 beim Main Event und so wie es aussieht ist bei den deutschsprachigen Spielern noch nicht allzu viel passiert. Ich werde dennoch schon ein paar Chipcounts für das nächste Update einsammeln.


Level 1: 50/100

13:25 Uhr: Deutlich mehr Spieler an Tag 1B

Heute sind es doch deutlich mehr Spieler als an Tag 1A. Im Pavillion Room sind diesmal über 30 Tische besetzt und dort spielen auch Team PokerStars Pro Jan Heitmann, PokerStars-Qualifikant Steven Thomsen, Armin Zoike und der Schweizer Besim Hot.

Dann habe ich auch Cort Kibler-Melby. Daniel Drescher, Mario Puccini, Niklas Heinecker, Igor Kurganov, Tobias Reinkemeier, Phillip Gruissem und PokerStars-Qualifikant Lennart Holz entdeckt. Und das sind sicherlich noch längst nicht alle, denn es gibt noch einige PokerStars-Qualifikanten, die bisher noch unbekannt sind. Dazu gehört auch Sebastian Müller, der sich über $30-Rebuy qualifiziert hat. Der 23-Jährige aus der Nähe von Hockenheim ist extra zum Main Event angereist und spielt den Main Event zum zweiten Mal.

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Sebastian Müller


Dann noch einen Gruß an Fabian, der mir eine E-Mail mit Tisch- und Sitznummer von Aaron Szerencses geschickt hat. Was bei ihm los ist erfahrt ihr dann im nächsten Update.


12:30 Uhr: Erste deutsche Gesichter

Die erste kleine Runde ist beendet und es sind tatsächlich sehr viele bekannte Gesichter am Start. Vom Team PokerStars Pro haben wir Florian Langmann, Sebastian Ruthenberg und auch Jan Heitmann soll dabei sein. Ihn habe ich noch nicht gesichtet, aber bei meiner Runde fehlte auch noch der komplette blaue Bereich im Amazon Room.

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Florian Langmann


Dann spielen heute unter anderem die beiden PokerStars SupernovaElite-Spieler Michael Skender und Paul Knebel sowie Martin Kläser, Bodo Sbrzesny, Jan-Peter Jachtmann, Thomas Richter, Sven Stiel, Jonas Gutteck, Benny Spindler und Mohsen Tayfeh. Mohsen, der zuletzt mit Rang 16 in San Remo ein starkes Ergebnis ablieferte, hat seinen Stack sogar schon auf 55.000 Chips ausgebaut. „Ich hab gleich Quads Zehner bekommen und dafür 20.000 Chips eingesackt", grinste Mohsen gleich zu Beginn.

Florian Langmann hat sich einiges vorgenommen für den Main Event und beschwört dabei ein altes Bremer Stichwort. Was genau Florian damit mein könnt ihr in seinem neuen Blogeintrag nachlesen:

Vegas 2010 - Dreimal ist Bremer Recht


11:45 Uhr: In wenigen Minuten geht es weiter mit Tag 1B

Der zweite Starttag (1B) der $10.000 World Championship No-Limit Hold'em steht auf dem Programm, aber zunächst wollen wir noch einmal auf gestern zurückblicken. Von den 1.125 Startern überlebten letztlich 766 Spieler den Tag und darunter sind doch eine ganze Reihe deutschsprachige Spieler, die teilweise über sehr komfortable Stacks verfügen.

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Heute sollten vor allem sehr viele deutsche Pokerspieler dabei sein, denn am Mittwoch wird sich wohl niemand das WM Halbfinale gegen Spanien entgehen lassen und für Donnerstag (1D) ist eine Registrierung zurzeit nicht möglich.

Hier die Chipcounts zu Tag 1A (Average ca. 44.000):

4. Felix Bleiker - Schweiz - 136.300
5. Heinz Kamutzki - Deutschland - 135.750
15. Stefan Huber - Schweiz - 113.725
21. Mathias Karweta - Deutschland - 109.200
33. Marco Ritter - Deutschland - 97.700
54. Sven Leu - Deutschland - 84.625
75. Timo Strohmenger - Deutschland - 79.750
121. Pim Vanwieringen - Deutschland - 69.450
134. Rene Freymann - Deutschland - 67.700
154. Muhidin Sarajlic - Deutschland - 63.625
155. Anton Allemann - Schweiz - 63.500
165. Dragan Galic - Deutschland/Kroatien - 60.550
253. Jonas Kronwitter - Deutschland - 50.000
259. Lothar Meier - Deutschland - 49.775
334. Markus Lehmann - Deutschland - 43.550
336. Björn Heinzinger - Deutschland - 43.225
348. Sandra Naujoks -Deutschland - 42.600
400. Gert Zumkehr - Deutschland - 37.825
430. Holger Kanisch - Deutschland - 34.975
434. Etienne Hemmelmann - Deutschalnd - 34.550
437. Lazlo Kapitzke - Deutschland - 34.325
455. Udo Seepe - Deutschland - 32.125
466. Marco Liesy - Deutschland - 31.600
492. Michael Dohm - Deutschland - 29.470
568. Jan Collado - Deutschland - 24.175
614. Christophe Gross - Deutschland - 20.475
668. Marco Bilsing - Deutschland - 16.200
670. Alexander Debus - Deutschland - 16.050
730. Alexander Meidinger - Deutschland - 9.275