EPT Finale Monte Carlo: Acht im Millionenspiel

Die Sonne scheint, der Wind weht vom Meer die milde, warme Luft Nordafrikas über Monte Carlo. Zeit zum Entspannen, Momente zu genießen. Doch über dem Bay Hotel Monte Carlo liegt eine Spannung, die fast spürbar ist. Kein Wunder, in vier Stunden beginnt das große Finale im EPT-Finale von PokerStars.com. Die  Entscheidung ist ab 16 Uhr im Internet live zu verfolgen (EPTlive.com). In dem höchstdotierten Turnier außerhalb der USA werden dann die letzten gut fünf Millionen Euro des Gesamtpreisfonds (knapp € 6,5 Millionen) ausgegespielt. Und so sieht Verteilung des Geldes im Finale aus:

1. Platz     € 1.825.010
2. Platz     € 1.061.820
3. Platz     €    610.550
4. Platz     €    471.180
5. Platz     €    391.550
6. Platz     €    305.270
7. Platz     €    238.910
8. Platz     €    159.270

Das Feld der Finalteilnehmer zeigt die gewohnte Mischung aus erfolgreichen Spielern der Pokerszene und ganz jungen Shooting-Stars, die auf ihre Chance hoffen und lauern. Zu den arrivierten Spielern gehört Ram Vaswani. In London, genauer gesagt in Finchley, geboren, lebt er dort auch heute mit seiner Frau Jackie und seiner Tochter  Hollie. Spielen gehört seit seiner frühen Jugend zu seinem Leben. Ob die Geschichte mit der Pokerpartie um Bonbons auf einer Klassenfahrt (nachdem er seinen Klassenkameraden das Taschengeld abgenommen hatte) stimmt oder nicht, ist nicht wichtig. Sie beschreibt Ram Vaswanis Lebensart ebenso wie sein Spitzname "Crazy Horse". Zunächst spielte er recht erfolgreich Snooker und war zwei Jahre lang im Turnier-Circuit der Pofis dabei. Dann verlegte er sich aufs Pokerspiel, was eine gute Entscheidung war. Seit sieben Jahren spielt er bei großen Turnieren und inzwischen € 1.285.451 an Preisgeldern gewonnen. Heute abend kann er die Summe mehr als verdoppeln.

A .jpg" width="333" />
"Crazy Horse" Ram Vaswani wird für viel Action sorgen

Noch imposanter ist das die Gewinnsumme des Nordiren Andy Black. € 1.809.010 kassierte er an Preisgelder in seiner Laufbahn, die 1997 einen Knacks erhielt: Bei der Weltmeisterschaft in Las Vegas verlor er gegen den späteren Weltmeister Stu Ungar mit A-K gegen A-Q. Dieses Ereignis warf den Ire so auch der Bahn, dass er sieben Jahre lang als Laienbruder in einem Kloster lebte, und meditierte. Seit 2005 ist er wieder zurück in der Turnierarena - und wie. Der Mann aus Dublin erreichte zuletzt den Finaltisch bei den "Aussie Millions".

A .jpg" width="333" />
Black ist back. Vielleicht gelingt dem Man aus Dublin der große Wurf

Zu den etablierten Spielern gehören auch Gavin Griffin (€ 258.000 Gewinne) und Marc Karam (Turniergewinne: € 229.000). Der Kalifornier Griffin kommt mit seinen pinkfarbenen Haaren etwas schrill daher. Aber im persönlichen Umgang ist er ein netter Bursche, der auch viel soziales Engagement zeigt. Als ihn Andy Black wegen seiner rosa Haare und dem rosa Band am Handgelenk frozzelte, erklärte er ganz ruhig, dass er dieses Armband nach einem 62-Kilometer-Marsch erhalten habe. Dies war eine Aktion zugunsten einer Organisation, die sich im Kampf gegen Brustkrebs engagiert. Danach herrschte erst einmal Schweigen am Tisch. Griffin qualifizierte sich ebenso wie wie Steve Jelinek und Josh Prager über die Online-Turniere.

A .jpg" width="333" />
Gavin Griffin sehr netter Zeitgenosse mit schrillem Outfit

A .jpg" width="333" />
Josh Prager gewann in Las Vegas $ 77.000 und nahm eine "Babypause"

A .jpg" width="333" />
Steve Jelinek kommt aus Manchester und arbeitet in der IT-Branche

Der Kanadier Marc Karam hat sich erst in jüngster Zeit in Major Turnieren hervor. Weit aus bekannte ist der junge Mann aus Ottawa in der Onlineszene. Dort lautet sein Nickname "Myst".

A .jpg" width="333" />
In der Online-Welt heißt er "Myst" und hier sieht er so aus

Die jungen Wilden aus Skandinavien werden durch Sören Kongsgaard aus Skive (Dänemark) und den 19jährigen Kristian Kjondal aus Norwegen repräsentiert. Kongsgard machte Goa (Indien) auf sich aufmerksam, Kjondal platzierte sich in Kanada erstmals in einem großen Turnier vorn. 

A .jpg" width="333" />
Der "Irokese" aus Skandinavien: Sören Kongsgaard

A .jpg" width="333" />
Der Joungster am Tisch: Kristian Kjondal

Das sind die Platz- und Chipverteilung im Finale:

Platz 1: Ram Vaswani (Großbritannien) 432.000
Platz 2: Steve Jelinek (Großbritannien) 758.000
Platz 3: Marc Karam (Kanada) 1.742.000
Platz 4: Andy Black (Irland) 683.000
Platz 5: Sören Kongsgaard (Dänemark) 1.612.000 
Platz 6: Josh Prager (USA) 1.593.000
Platz 7: Gavin Griffin (USA) 2.597.000
Platz 8: Kristian Kjondal (Norwegen 1.203.000

 

Und das sind die Preisträger auf den Plätzen 9-32:

Platz Name Vorname   Gewinn
9 Van Der Berg Eric Niederlande € 99.550
10 Kim Alexander David USA € 99.550
11 Mortensen Carlos Spanien € 66.360
12 Peters David USA € 66.360
13 Giordano Pete USA € 49.770
14 Veit Jan Deutschland € 49.770
15 Hilm Philip Dänemark € 39.820
16 Neirinck Christian Belgien € 39.820
17 De Smedt Kristof Belgien € 33.180
18 Sanders Dean Großbritannien € 33.180
19 Elmaliah Roi Israel € 33.180
20 Eidissen Lars Norwegen € 33.180
21 Lellouche Antony Frankreich € 33.180
22 Rahal Samir Frankreich € 33.180
23 Strassmann Johannes Deutschland € 33.180
24 Johansson Simon Schweden € 33.180
25 Ulsrud Christopher Norwegen € 26.550
26 Callinan Ben Großbritannien € 26.550
27 Larsson Jacob Schweden € 26.550
28 Zango Herman Costa Rica € 26.550
29 Arieh Josh USA € 26.550
30 Waters Richard Großbritannien € 26.550
31 Dumitru Cristinel Rumänien € 26.550
32 Mobbs David Großbritannien € 26.550