Die Sonne scheint, wenn auch etwas durch Wolken verhangen, freundliche 17 Grad laden zu einem Strandspaziergang an der Cote d'Azur ein. In das Bay Hotel Monte Carlo zieht Alltag ein, werden die Hinweise auf ein phantastisches Poker-Ereignis nach und nach abgebaut. In den "Salles des Etoiles", den Sternensälen, sind die Lichter längst erloschen, der TV-Tisch und die Tribünen bereits verstaut. Wehmut über das Ende einer wunderbaren Pokerwoche macht sich breit.

Im Fünfsterne-Hotel "Bay Hotel and Resort" fand das EPT-Finale statt
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Ein krachender, funkelnder Abschluß des Turniers bei der Siegererung im EPT-Finale
Mit dem EPT-Finale in Monte Carlo haben die Verantwortlichen bei PokerStars.com Zeichen gesetzt. Diese Tage von Monte Carlo haben jede Menge Rekorde hervorgebracht. 706 Teilnehmer im EPT-Finale bedeuten einen Höchstmarke, Der Preispool von 6.626.400 ($ 8.855.272) stellt ebenfalls eine Höchstsumme dar. Es ist der höchste Preisfonds, der jemals außerhalb der USA bei einem Pokerturnier ausgeschüttet worden ist. Für die insgesamt vier Turniere registrierte man 1730 Buy-ins, was (mit Rebuys) für einen Gesamt-Preispool von 7.292.780 an allen Turniertagen sorgte.

Am Pool konnte die Spieler nach den heißen und dramatischen Nächten entspannen
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EPT-Direktor John Duthie (r.) griff bei der Siegerehrung selbst zum Mikrophon
Entsprechend zufrieden äußerte sich auch der EPT-Direktor John Duthie: "Was in dieser Saison passiert ist, ist geradezu unglaublich. Die besten Spieler der Welt an den Tischen und dazu viele andere Rekorde. Das war phantastisch. Schade, dass ich nicht selbst mitspielen konnte." Aber Duthie schaut auch gleich in die Zukunft, blickt auf die vierte Auflage der EPT-Tour: "In der abgelaufenen Saison haben wir mit Dortmund und Warschau zwei neue Turnierorte in die Tour eingebaut. Beide Turniere waren auf Anhieb ausverkauft. Deshalb stehen wir mit einigen Veranstaltern in Verhandlungen, um die EPT-Tour noch umfangreicher und attraktiver zu gestalten."
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Gavin Griffin strahlte nach siebenstündigem Kampf am Finaltisch
Natürlich stand Gavin Griffin nach seinem Triumph im EPT-Finale im Mittelpunkt des Interesses. Und das nicht nur wegen seines Pokerspiels. Der 25-Jährige Amerikaner hatte mit seiner rosafarbenen Haarpracht für Gesprächstoff gesorgt. Dabei ging es bei diesem Outfit nicht um Punk oder um Auffallen um jeden Preis, sondern um ein ernsthaftes und ehrenwertes Anliegen. Der freundliche und sehr höfliche junge Mann, der in Chicago geboren ist und jetzt in Kalifornien lebt, wollte auf eine Organisation aufmerktsam machen, die sich für die Erforschung und Bekämpfung von Brustkrebs engagiert. Aus gutem Grund: Seine Freundin Kristen (21) hatte selbst Brustkrebs, aber überwand ihn mit Hilfe der Ärzte. Deshalb spendete Gavin Griffin vor dem Turnier 15.000 Dollar für die Avon Foundation. Nach dem Gewinn von von 1.825.010 wird er jetzt sicher noch ein paar drauflegen. Auch PokerStars half, indem man eine gute Idee umsetzte. Jeden Dollar, der beim Onlinespiel bei Pokerstars während der siebenstündigen Dauer des Finals von Monte Carlo gespendet wurde, verdoppelte PokerStars. So kamen stolze 8.000 Dollar zusammen. Gavin unde Kristen werben im September für die Hilfsorganisation auf besondere Weise: Mit einem Zweitage-Marsch über 62,5 Kilometer nach Los Angeles.

Kleines Trostpflaster im Nebenturnier: Thang Nguyen, dem Sieger von Baden
Neben dem alles überstrahlenden Hauptereignis gab es noch drei weitere No Limit Hold'em-Turniere. Beim 500er (Rebuys waren möglich) sammelte sich bei 300 Spielern ein Preispool von 263.840 an. Thang Nguyen aus Hamburg, der Gewinner des EPT-Turniers in Baden, erreichte den zehnten Platz (Sieger: der Franzose Pascal Barrau, der 84.470 erhielt) und bekam dafür ein gaaanz kleines Trostpflaster in Höhe von 3.170. Sehr erfreulich verlief das 250er (427 Teinehmer, Preispool 105.540) für Fredrik Keitel aus Berlin. Er konnte sich den Siegpreis von 31.060 sichern. Im 1000er (297 Spieler, Preisfonds 297.000) belegte Josef Kollarits, ein Schlossermeister aus dem Burgenland, Rang zwei und kassierte 50.700. Die Siegprämie von 92.700 schnappte dem Österreicher der Italiener Giorgio Bernascom weg.








