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EPT Highroller, Tag 2: Florian Langmann im Finale

Die PokerStars.com European Poker Tour Season 5 neigt sich dem Ende zu und kaum ein Pokerenthusiast könnte sich ein schöneres Feuerwerk zum Ausklang vorstellen. Das Grand Final in Monte Carlo hält, was es versprochen hat, und mit zwei Megaevents wird noch mal so richtig Poker vom Feinsten geboten. Das Highroller-Turnier war mit 79 Spielern gut besucht und die Buy-ins von je €25.000 summieren sich zu $1.975.000 auf. Insgesamt hatten 37 Spieler den ersten Tag überstanden und so lautete das Ziel für Tag 2: Final Table.

Florian Langmann aus dem Team Pro Germany startete mit 230.800 in Chips und damit auf Position zwei der Chipcounts. Die meisten Chips zu Beginn hielt Daniel steamraise Alaei (302.100) und auf Platz drei hatte Team-PokerStars-Pro Bertrand ElkY Grospellier (194.600) den Vortag beendet.


Daniel Alaei konnte es entspannt angehen

Bei so vielen hochkarätigen Spielern waren die Tischkonstellationen natürlich allesamt „tough“. Unter anderem saßen Ruben rubenrtv Visser, Daniel Alaei, Ilari Ziigmund Sahamies und die Team-PokerStars-Pros Vanessa Rousso und William Thorson zusammen. Am Nachbartisch hatte es Florian Langmann mit Johan Busto_Soon Van Til, Andy Bloch sowie dem britischen Quartett John Kabbaj, Mark Teltscher, Luke Schwartz und Dave Devilfish Ulliott zu tun.

Die erste Viertelstunde war rasant und kaum an den Tischen angekommen, mussten Jean-Noel Thorel, Kirill Rabcov und Shaun Deeb auch schon wieder ihre Stühle räumen. Deeb pushte mit :8x:8x, Rabcov schob mit :Ax:Qx in die Mitte und Juha Helppi freute sich über Kundschaft, denn er callte freudig mit Assen und kassierte groß ab.

Nach rund einer Stunde musste dann auch der extrovertierte Luke Schwartz einpacken. Dave Ulliott eröffnete mit 5.300. Schwartz zögerte nicht lange und kündigte ein All-in (36.400) an. Der Devilfish kam ins Grübeln und Schwartz versuchte sich mit einem Griff in die Psycho-Trickkiste: „Hast du Siebenen?“ Doch Schwartz hatte die jahrelange Erfahrung von Ulliott unterschätzt. Der callte mit :Ax:Qx und bevor das Board ausgeteilt wurde, musste Schwartz ziemlich angefressen :8x:4x für einen verpufften Bluff umdrehen. Keine Hilfe vom Board und ein weiterer Platz wurde frei.


Haifischbecken aus der Vogelperspektive

Für Florian Langmann lief es zunächst gut und der Deutsche holte gegen Mark Teltscher einen Riesenpot. In der Mitte lag :2x:2x:Tx:As:Ks und Teltscher hatte auf Flop und Turn schon ordentlich reingebuttert. Erneut gab es einen großen Bet auf dem River und Langmann callte. Teltscher zeigte :Kx:Tx, aber Langmann sicherte sich mit :Ax:4x den Pot von rund 135.000. Es sollte noch eine Zeitlang bergauf gehen. Gegen Ilari Sahamies gab es einen spektakuläre Hand, die nicht einmal bis zum Flop kam!

Langmann setzte 12.000, Sahamies erhöhte auf 30.000, Langmann annoncierte 67.000, Sahamies setzte 120.000, Langmann pushte und Sahamies stieg aus. "Wenn er hier den fünften Bet reinschiebt, ist das zu 89 % nur warme Luft“, so Langmann, nachdem er auf über eine halbe Million ausbauen konnte. Leider ging es von da an für den Deutschen bergab und er gab nach und nach Chips ab. Als er dann auch noch David Steicke aufdoppeln ließ (:Qx:Jx: verliert gegen :Qx:Kx), fand er sich am anderen Ende der Chipcounts wieder.


Florian Langmann

Recht ähnlich verlief es für Daniel Alaei, der alle Höhen und Tiefen durchlebte – und das sogar mehrfach. Am Ende erwischte es den Mann aus Kalifornien  auf dem elften Platz, als er shortstacked mit :Ax:7x in :Ax:Kx von Anthony Giuetti lief. Kurz davor konnte die deutsche Hoffnung, Florian Langmann, mit :Ax:Jx glücklich eine Konfrontation gegen :Ax:Kx überstehen und fand sich zu guter Letzt sogar am Final Table wieder.

Unter den letzten Neun befand sich aber auch der Bubbleboy, denn bei acht Spielern sollte nicht nur das Turnier beendet werden, sondern auch endlich die Turnierkasse aufspringen. Team-PokerStars-Pro Vanessa Rousso hatte sich inzwischen hochgespielt und war die erste, die über eine Million kam. Dicht dahinter war Antanas Tony G Guoga und die restlichen Spieler mussten allesamt befürchten, den unbeliebtesten Platz bei einem Turnier zu belegen.

Das Spiel zog sich wie Kaugummi, da verständlicherweise keiner nach zwei harten und langen Tagen leer ausgehen wollte. Um kurz nach 1 Uhr ging es in eine kleine Pause und man sah deutlich die Müdigkeit und Anspannung bei den Spielern. Das neue Blindlevel (8.000/16.000; Ante: 1.500) brachte dann endlich die Entscheidung.


Vanessa Rousso geht als Führende ins Finale

Der Pechvogel war Anthony Giuetti. Tony G eröffnete mit 37.000 und Giuetti schob 265.000 in die Mitte. Nach dem Call deckten beide auf, Tony G zeigte Kings (:Kx:Kx) und Giuetti (:Ac:Qc) verpasste das Board mit drei Herzen und niedrigen Karten vollständig.

Chipleader für das Finale ist Team-PokerStars-Pro Vanessa Rousso. Ihr schwedischer Kollege William Thorson hält mit 132.000 die rote Laterne. Florian Langmann (Rang 6/74.500) muss sich ebenfalls ranhalten.

Hier noch die vollständigen Chipcounts sowie die Pay-outs für das morgige Finale:

Vanessa Rousso, Team PokerStars Pro, 1.250.000

Antanas ‘Tony G‘ Guoga, 875.000
Randy Dorfman, 487.500
David Eldar, 385.500
David Steicke, 347.500
Florian Langmann, Team Pro Germany, 274.500
Andrew Feldman, 202.500
William Thorson, Team PokerStars Pro, 132.000

Gesamtpreispool: €1.975.000

1 - €720.000
2 - €434.000
3 - €257.000
4 - €188.000
5 - €138.000
6 - €99.000
7 - €79.000
8 - €60.000

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