Die Pokerwelt schaut nicht nur nach San Remo, die Pokerwelt kommt auch nach San Remo. Seit Sonntag ist das erste Turnier der European Poker Tour (EPT/Buy-in: €4.700 + 300) an der italienischen Riviera ausgebucht. Natürlich tritt auch das Team PokerStars mit geballter Macht am Mittelmeer an. Der ehemalige Weltmeister Tom McEvoy (USA) ist ebenso am Start wie Daniel Negreanu (Kanada), Bertrand ElkY Grospellier (Frankreich), Noah Boeken, Mike timex McDonald (Kanada). Außerdem setzt PokerStars auf die geballte Frauenpower. Mit der Deutschen Katja Thater aus Hamburg, Isabelle Mercier, der Kanadierin, die jetzt in Paris lebt, und der US-Amerikanerin Vanessa Rousso kommt viel Glanz an die Tische. Wer sich allerdings blenden lässt, wird von seinen Chips schnell nichts mehr haben. (Niederlande) oder der Sieger von Dortmund,

Der rote Teppich passt zum imposanten Eingang des Casinos

Wer nach dem Casinobesuch etwas zu beichten hat - die Kirche ist gleich nebenan
"Nichts haben" war ein Thema, das im Vorfeld des Turniers eine große Rolle spielte. So traf der Team-PokerStars-Pro Raymond Rahme nach über 14 Stunden Flug aus Südafrika in San Remo ein, allerdings war sein Gepäck beim Umsteigen irgendwo vergessen worden. Der Südafrikaner nahm es gelassen: „Es soll mit der Abendmaschine nachkommen.“ Und mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Für mich sind die fehlenden Koffer ein Ärgernis, aber für meine Frau bedeutet das einen Weltuntergang.“

Johannes Strassmann hat einen Platz im Turnier, aber keine Bleibe
Johannes Strassmann aus dem Team PokerStars hat seinen Platz im Turnier und seine Koffer, aber dafür kein Hotel. „Das uns vermittelte Hotel entpuppte sich als eine miese Absteige. Die vier Sterne können bestenfalls Seesterne aus dem Meer sein. Ich bin nicht pingelig, aber Haare vom Vormieter im Bad und ein schmuddeliges Zimmer, da muss man nicht wohnen“, erzählte der 23-Jährige, der mit seiner Freundin den Urlaub etwas anders geplant hatte.
Marcel Baran aus Aschaffenburg und Benjamin Kang aus Berlin dagegen haben Bett und Koffer, aber ihnen fehlt das Wichtigste, nämlich ein Ticket für den Main Event. Deshalb stiegen die beiden am Montagnachmittag noch in das Satellite-Turnier ein. Die letzte Chance, die Teilnahme zu erreichen. Neun Plätze werden dort ausgespielt. Wenn am Dienstag der Startschuss fällt, werden damit auch die letzten der 700 Plätze vergeben sein. Wer die Teilnahme am EPT-Event verpasst, der sollte 50 Kilometer nach Westen fahren. Dort beginnt in der übernächsten Woche das EPT Grand Final in Monte Carlo.








