Tschechen-Dou jagt die EPT Awards

ept-thumb-promo.jpgDie sechste Saison der European Poker Tour geht in den Endspurt und es stehen noch einige Highlights auf dem Programm. Neben den letzten drei Stopps in Österreich, Italien und Monaco, zählen dazu auch die EPT Awards, die im Rahmen des Grand Final in Monte Carlo verliehen werden.

In insgesamt sieben Kategorien werden Ende April Ehrenpreise für besondere Leistungen in der dann abgelaufenen EPT-Saison vergeben und für die nötige Transparenz sorgt ein klares Punktesystem. Im Verlauf der Saison konnten und können die Spieler in allen Main Events sowie allen Sideevents mit einem Buy-in von mindestens $1.000 Punkte sammeln, wobei eine Platzierungen im Main Event die doppelte Punktzahl gegenüber der gleichen Platzierung in einem Sideevent (einschl. Highroller-Turniere) einbringt.

In der Kategorie „EPT Player of the Year" geht es dann auch richtig eng zu. Mit Kiew-Champion Maxim Lykov, Berlin-Sieger Kevin MacPhee und Martin Kabrhel liegen gleich drei Spieler gleichauf an der Spitze. Dahinter folgen Carter Phillips und Jan Skampa.

Besonders bemerkenswert ist das Tschechen-Dou: Martin Kabrhel brachte in den Main Events bisher nur einen Minicash zustande, gewann dafür aber back to back die €2.000er in Vilamoura und Prag sowie Ende Januar bei den Highrollern in Deauville. Rang vier nimmt sein Kumpel Jan Skampa ein, der noch erfolgreicher war. Skampa erreichte bei den Main Events in Vilamoura und Prag back to back das Finale. In Protugal beendete er das Turnier auf Rang vier und in Prag holte sich Skampa den Titel.

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Gewohntes Bild bei den Sideevents: Bigstack Martin Kabrhel

Aus deutscher Sicht wird es wohl nur noch in der Kategorie „EPT Mixed Games Player" um den Award gehen. Hier liegen sieben Spieler mit jeweils 50 Zählern an der Spitze und dazu zählen neben Joe Hachem und Scott Clements auch Katja Thater, Benjamin Kang und Mathias Kürschner. Allerdings wird es vielleicht nur noch eine Gelegenheit geben die Punktzahl aufzustocken. In San Remo steht ein €1.100-Mixed-Turnier auf dem Programm, bei dem abwechselnd NLHE und PLO gespielt wird. Für das Snowfest sind nur NLHE-Turnier eingeplant und so bleibt nur noch das Grand Final. Dort müsste es dann wohl ein Mixed-Turnier ohne PLO sein, denn diese Variante wurde 2009 von der monegassischen Regierung verboten.

Auf der einen Seite sicherlich gut für William Thorson, da ihm der Award in der Kategorie „EPT Omaha Player" so nicht mehr zu nehmen wäre. Wer den Schweden allerdings kennt, der weiß, dass er für ein schönes Liveturnier in seiner actiongeladenen Lieblingsvariante alles stehen und liegen lassen würde.

Die Kategorie „Best EPT Country" kommt aus deutscher Sicht leider ein Jahr zu spät. Denn nach der spektakulären Season 5 mit EPT-Titeln für Sebastian Ruthenberg, Moritz Kranich und Sandra Naujoks sowie unzähligen weiteren Topplatzierungen, z.B. durch Benny Spindler, Holger Kanisch und Marc Gork, sieht es in dieser Saison doch etwas mau aus. Zwar haben die deutschen Spieler die drittmeisten ITM-Platzierungen vorzuweisen, aber der „Durchschnittswert pro Cash" (15,1) macht daraus aktuell nur Rang 18. Vorn liegt die Tschechische Republik, die es zwar nur auf 16 Cashes bringt, allerdings waren diese insgesamt 473 Punkte wert und der letztlich entscheidende Durchschnitt liegt damit bei 29,6. Auf Rang zwei folgt Portugal mit 23,5 Punkten pro Cash, während die Schweiz (16./15,6) und Österreich (23./12,5) ebenfalls abgeschlagen sind.

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Jan Skampa gewann sein Heimspiel in Prag


Neu ist auch der Award für den besten Online-Qualifikanten. Carter Phillips, Gewinner in Barcelona, liegt in dieser Wertung mit 165 Punkten vorn. Dominik Nitsche aus Minden liegt mit 65 Punkten auf Rang neun und muss in den kommenden Wochen schon Großes leisten, um noch ganz nach vorn zu kommen.

Last but not least gibt es noch zwei Auszeichnungen, die nicht durch Punkte ermittelt werden. Den „Achievement Award" für die herausragende Leistung des Jahres vergeben die EPT-Teilnehmer der sechsten Saison selbst und über den „People's Choice Award" stimmen Fans und Spieler gemeinsam ab. Über diese beiden Preise wird bereits nach der EPT San Remo abgestimmt, während die Ranglistenpreise natürlich erst mit den Turnieren in Monte Carlo abgeschlossen werden.

Weitere Informationen findet ihr auf der Homepage der European Poker Tour und die aktuellen Ranglisten gibt es hier.