EPT Kopenhagen: Schwede gewinnt Marathon-Finale

ept-thumb-promo.jpgUm kurz nach 14 Uhr startete am Sonntag der Finaltisch der PokerStars European Poker Tour Kopenhagen und es ging so los, wie es am Vortag aufgehört hatte. Morten Klein eröffente den Pot für 110.000, Morten Guldhammer re-raiste auf 220.000 und insta-callte auch das anschließende All-in von Klein für 878.000 mit A♦2♣. Klein drehte Pocketaces um, das Board brachte keine Überraschung und der Shortstack am Tisch hatte verdoppelt.

Auf Rang neun musste dann Magnus Hansen seinen Stuhl räumen. Er hatte den Pot eröffnet und fing sich eine 3-Bet von Anton Wigg auf 257.000 ein. Hansen ging All-in mit seinen 1.247.000 und Wigg, der nur wenige Chips mehr hielt, callte:

Hansen T♣T♦
Wigg A♦K♠

Ein klassischer Coinflip, der zugunsten des Schweden ausging, denn bereits der Flop mit K♥Q♥4♣ brachte ihm Toppair. Hansen blieben nur zwei Outs, aber die 3♥ und die 3♠ waren es nicht.

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Magnus Hansen


Guldhammer brach danach weiter ein, indem er mit A♠8♦, auf einem Board mit T♣A♦9♣J♦3♥, fast 600.000 Chips an Kerignard, der im Showdown A♣K♣ zeigte, ablud.

Dennoch verabschiedet sich zunächst Jesper Petersen, der Preflop gegen Morten Klein J♥J♦ foldete, obwohl er mit seiner 3-Bet schon ein Drittel seines Stacks investiert hatte. Am Ende wurde er Achter (DKK282.800). Chipleader Wigg hatte geraist und Petersen seine 414.000 vom Big Blind All-in geschoben. Wigg zahlte mit A♠4♣ nach, Petersen zeigte A♣Q♠ und eine 4♥ im Flop reichte dem Schweden.

Nach einem Suck-out durch Richard Loth gegen Roberto Romanello (A♦J♣ vs. A♣Q♣), erwischte es wenig später Morten Guldhammer. Der Freeroller raiste auf 125.000, Yorane Kerignard re-raiste aus dem Small Blind und Guldhammer ging All-in (875.000). Der Franzose callte mit Q♣Q♦, Guldhammer zeigte A♦K♦ und das Board wurde mit 6♠2♥5♠J♣Q♥ gedealt. Aus seinem Dollar Einsatz hat der Däne somit DKK425.000 (ca. €60.000) gemacht.

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Morten Guldhammer


Romanello musste fünf Minuten später auf Rang sechs die Segel streichen. Er eröffnete für 150.000, Wigg re-raiste auf 385.000 und Romanello packte den Move zur falschen Zeitpunkt aus. Er shovte All-in und der Call von Wigg kam wie aus der Pistole geschossen mit A♥A♠. Der Brite drehte 9♥8♥ und im Pot lagen über 3,9 Millionen in Chips. Der Flop mit 6♥K♥9♣ brachte viel Spannung, aber die 6♣ und die T♠ reichten nicht. Romanello machte ein langes Gesicht und DKK570.000 trösteten ihn nicht wirklich.

Wigg hatte seine Führung deutlich ausgebaut und die Marke von fünf Millionen geknackt, ehe es in den 27. Level (30.000/60.000, Ante: 5.000) ging.

Es dauerte nicht lange bis zum nächsten All-in. Francesco De Vivo raiste auf 210.000 und Loth pushte vom Small Blind seine 1,2 Millionen All-in. Der Italiener benötigte ein paar Sekunden, callte aber mit A♣J♦. Loth hielt 6♣6♥, hatte De Vivo um 45.000 Chips gecovert und die hielt er auch nach der Hand, denn das Board brachte K♠8♦A♠7♥8♣. Eine Hand später war die EPT Kopenhagen für Loth dann gelaufen und er kassierte DKK715.000 Preisgeld.

Platz vier ging dann an den bis dahin Zweiten in Chips Yorane Kerignard. Vor dem Flop kam es zum All-in gegen Chipleader Wigg, der dann im Showdown mit K♣K♦ deutlicher Favorit gegen A♠Q♦ vom Franzosen war. Das Board brachte T♥T♣2♠9♦5♣ und während Wigg fast acht Millionen Chips vor sich auftürmte, erhielt Kerignard für Rang vier DKK1.050.000.

Francesco De Vivo hatte mit 2.525.000 Chips aber noch reichlich Spielraum und auch für Morten Klein war mit 2.070.000 noch alles drin. Und De Vivo drehte das Ganze dann auch. Mit K♥K♦ brachte er seine Chips im Blindbattle gegen J♣J♠ von Wigg (Big Blind) im Pot unter und das Board wurde mit T♥T♠5♦A♠7♦ gedealt. Der Italiener übernahm mit sechs Millionen Chips die Führung.

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Morten Klein


Kurz nach der Pause (Blinds: 40.000/80.000, Ante: 5.000) erwischte es dann Morten Klein. Anton Wigg raiste vom Button auf 205.000, Morten Klein re-raiste aus dem Small Blind auf 540.000 und der Schwede stellte ihn daraufhin All-in. Klein callte sofort mit A♣T♦ und lag vorn gegen J♣9♣. Bis zu Turn, 6♥7♥Q♣K♠, blieb Klein vorn, aber die T♣ am River komplettierte die Straight für Wigg und der Norweger erhielt DKK1.400.000 Preisgeld.

Damit waren die Stacks zwischen Wigg (6,1 Millionen) und Francesco De Vivo (6,4 Millionen) im Heads-up nahezu ausgeglichen. Der Zweikampf zog sich in die Länge und die Führung wechselte immer wieder, allerdings ohne dass sich ein Spieler richtig absetzen konnte. Nach mehr als zwei Stunden schien dann doch die Vorentscheidung gefallen zu sein. De Vivo raiste auf 300.000, Wigg re-raiste und der Italiner pushte daraufhin All-in. Instacall vom Schweden mit Q♣Q♥, der Italiner drehte A♣9♣ um und alle warteten gespannt auf den Flop:

4♠A♦A♥ - Rumms!

De Vivo hatte perfekt getroffen, das Boad lief mit 6♦7♠ aus und brachte ihm den Monsterlead mit über elf Millionen Chips.

Aber Anton Wigg kämpfte sich tatsächlich zurück und verdoppelte zwei Mal. Zunächst mit A♥J♠ gegen 8♦7♦ und wenig später mit Pocketkings gegen A♠5♠, sodass wieder 5.160.000 zu Buche standen. De Vivo wurde mit 7.385.000 Chips geführt.

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Anton Wigg heads-up


Der Schwede zog das Comeback letztlich auch durch und um 1:15 Uhr in der Nacht wurde die alles entscheidende Hand gedealt. Anton Wigg hatte die Führung zurückerobert, raiste auf 285.000, De Vivo machte daraus 800.000 und Wigg ging All-in. Der Italiener callte zum All-in mit K♦T♠, Wigg zeigte A♥J♦ und das letzte Board wurde mit Q♥9♥Q♦2♦8♥ gedealt.

Der Champion der EPT Kopenhagen heißt Anton Wigg, der für seinen Erfolg DKK3.675.000 (ca. €493.700) einstrich. Runner-up Francesco blieb neben der Gewissheit ein tolles Turnier gespielt zu haben ein Preisgeld in Höhe von DKK2.275.000.

Zu den Spielerprofilen.

Das Ergebnis:

1 - Anton Wigg, Schweden, 3.675.000 DKK
2 - Francesco De Vivo, Italien, 2.275.000 DKK
3 - Morten Klein, Norwegen, 1.400.000 DKK
4 - Yorane Kerignard, PokerStars-Qualifikant, Frankreich, 1.050.000 DKK
5 - Richard Loth, Dänemark, 715.000 DKK
6 - Roberto Romanello, GB, 570.000 DKK
7 - Morten Guldhammer, Dänemark, PokerStars-Qualifikant, 425.000 DKK
8 - Jesper Petersen, Dänemark, PokerStars-Spieler, 282.800 DKK
9 - Magnus Hansen, Danemark, 215.000 DKK