EPT Kopenhagen: Morten Guldhammer in Action

ept-thumb-promo.jpgDer vierte Turniertag der PokertStars European Poker Tour endete mit einer Überraschung, denn anders als geplant wurde das Turnier bei noch neun verbliebenen Spielern abgebrochen. Es dauerte zunächst gut 45 Minuten, ehe sich Nicolo Calia als erster Spieler auf Rang 24 verabschiedete, doch danach zog das Tempo deutlich an. Magnus Hansen raiste aus erster Position, Kristijonas Andrulis ging All-in und Hansen insta-callte mit A♣A♦. Ein klassischer Cooler, denn Andrulis zeigte K♦K♣ und das Board lief mit 9♣7♦T♠9♠9♦ aus.

Wenig später war Team PokerStars Pro Peter Eastgate an der Reihe, der auf einem Board mit J♣6♥Q♣A♥ All-in re-raiste gegen Jesper Petersen und mit J♥J♦ ein Set zeigte. Petersen legte K♥T♥ zur Nut-Straight in die Mitte und nach der 7♣ am Turn, war der Weltmeister von 2008 ausgeschieden.

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Morten Guldhammer


Den Lauf seines Lebens erwischte Morten Guldhammer, der sich über ein $1-Turnier bei PokerStars für Kopenhagen qualifiziert hatte. Er machte einige fragwürdige Calls, zum Beispiel gegen Janne Nevalainen, der nach einem Raise von Guldhammer für 220.000 All-in pushte (Blinds: 6.000/12.000, Ante: 1.000). Guldhammer callte mit Q♣J♥, lag sogar vorn gegen J♠T♠ und das Board brachte dem Dänen mit 4♣Q♠8♠8♣8♦ das Full House.

Zu Beginn von Level 21 (8.000/16.000, Ante: 2.000) insta-callte Guldhammer auch ein All-in von Thomas Petterssen für gut 150.000 Chips. Pettersson zeigte A♣K♥, Guldhammer K♠8♠ und das Board wurde mit 9♥Q♠7♠T♥6♥ gedealt, Straight für den Qualifikanten und Platz 18 für Petterssen.

Als dann auch Ricky Fohrenbach auf Rang 17 ausgeschieden war, nahm Guldhammer am TV-Table Platz und Steve Vollers vom Tisch. Vollers pushte seine restlichen 110.000 mit A♠K♣, Guldhammer callte mit 3♠3♥ und traf am Turn sogar die 3♦ zum Set, während Vollers das Board komplett verfehlte.

Aber auch Guldhammer gewann nicht immer. Yorane Kerignard pushte mit 220.000 Chips und A♦Q♣ All-in, Guldhammer callte ohne zu überlegen mit J♦9♠ und gleich der Flop mit Q♥6♣4♦ ließ Kerignard durchatmen. Nach zwei Blanks war der Verdoppler für den Franzosen perfekt.

Den 22. Level (10.000/20.000, Ante: 2.000) erreichten 14 Spieler und Guldhammer, der mittlerweile 1,6 Millionen Chips hielt, blieb seiner Linie treu. Andrey Vlasenko pushte mit A♦K♦ für knapp über 300.000 All-in, Guldhammer insta-callte vom Big Blind mit Q♥T♥ und gleich der Flop brachte dem Dänen die Führung: J♣5♠Q♦. Am Turn folgte die 9♦, am River die Q♠ und für den Russen war die EPT Kopenhagen auf Rang 14 für DKK120.000 gelaufen.

Damit war der Höhepunkt aber noch nicht erreicht. Guldhammer hatte den Chiplead übernommen und nur ein paar Hände später kam es zum großen Schlagabtausch mit seinem ärgsten Verfolger Damien Fouquet. Guldhammer raiste auf 60.000, Fouquet erhöhte auf 150.000 und der Däne callte. Der Dealer legte T♣J♥6♦ in die Mitte und es ging richtig zur Sache. Guldhammer spielte 200.000 an, Fouquet raiste für 1,5 Millionen All-in und der Qualifier insta-callte mit J♥T♠. Fouquet traute seinen Augen kaum, er zeigte K♠K♣ und lag gegen die zwei Paare des Dänen hinten. Am Turn folgte die 2♣, am River die Q♦ und der Franzose musste völlig überraschend auf Rang 13 die Segel streichen. Guldhammer dagegen lag mit über 3,6 Millionen meilenweit vorn im Chipcount.

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Auf zum Monsterchiplead


Auf Rang zwölf lief dann Andrew Teng ein und Platz elf ging an Mads Wissing. Es dauerte fast eine Stunde, bis in Level 23 (12.000/24.000, Ante: 2.000) auch der US-Amerikaner Paul Szyszko seinen Stuhl räumen musste und in dieser Zeit gab es noch einige Verschiebungen in den Chipcounts. Guldhammer lag weiterhin vorn, hatte aber fast ein Drittel seiner ehemals 3,9 Millionen abgegeben, als die letzten neun Spieler an den vorläufigen Finaltisch gesetzt wurden. Aufgeholt hatte der Italiener Francesco De Vivo mit 2.235.000 in Chips und Yorane Kerignard lag mit 706.000 an letzter Stelle.

Es vergingen zwei weitere Levels ohne Bus-out, sodass die Turnierleitung nach Level 25 (22:25 Uhr) Tag 4 beendete. Damit werden am Sonntag alle neun verblieben Spieler an den TV-Table im Casino Copenhagen zurückkehren. Nicht ganz unbeteiligt daran war natürlich Morten Guldhammer, der völlig unnötig drei Shortstacks aufdoppeln ließ. Noch in Level 23 profitierte Yorane Kerignard, der, nach seinem Raise, von Guldhammer All-in gestellt wurde und mit A♥T♥ callte. Guldhammer zeigte J♠7♠ und der Flop brachte A♣A♠A♦! Quads für den Franzosen.

In Level 24 limpte der Däne aus erster Position, Richard Loth pushte All-in und Guldhammer callte mit A♦7♣. Loth dominierte ihn mit A♥K♠ und das Board brachte K♦2♠4♦9♠3♣. Zu guter letzt raiste Anton Wigg in Level 25 (15.000/30.000, Ante: 3.000), Guldhammer erhöhte direkt dahinter und callte auch das All-in des Schweden für insgesamt 711.000 Chips mit K♥6♥. Wigg drehte A♥Q♠ um und traf sogar noch eine Queen im Flop.

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Das Finale ist am Sonntag ab 14 Uhr bei PokerStars.tv im Livestream zu sehen und die Chips verteilen sich wie folgt:

Seat 1: Jesper Petersen - 1.198.000
Seat 2: Francesco de Vivo - 2.073.000
Seat 3: Yorane Kerignard - 1.196.000
Seat 4: Magnus Borg Hansen - 1.154.000
Seat 5: Anton Wigg - 1.454.000
Seat 6: Morten Guldhammer - 1.969.000
Seat 7: Richard Loth - 1.309.000
Seat 8: Roberto Romanello - 1.578.000
Seat 9: Morten Klein - 748.000

Die Pay-outs zum Finale:

1 - 3.675.000 DKK
2 - 2.275.000 DKK
3 - 1.400.000 DKK
4 - 1.050.000 DKK
5 - 715.000 DKK
6 - 570.000 DKK
7 - 425.000 DKK
8 - 282.800 DKK
9 - 215.000 DKK