EPT Kopenhagen: Auch die letzten drei Deutschen sind ausgeschieden

ept-thumb-promo.jpgDer zweite Turniertag der PokerStars European Poker Tour verlief spannend und es werden einige sehr bekannte Spieler am Freitag in den Turnierraum des Casino Copenhagen zurückkehren. Aus deutscher Sicht ist es allerdings das schwächste Abschneiden bei einem EPT-Turnier seit mindestens drei Jahren. Ich persönlich kann mich nicht daran erinnern, wann zuletzt eine EPT ohne Cash eines deutschen Pokerspielers stattgefunden hat.

Eine bittere Erfahrung musste Pascal Hartmann machen, der Tag 1A gespielt hatte und damit am Mittwoch frei hatte. Das Warten auf Tag 2 hatte sich nicht wirklich gelohnt, denn gleich die erste Hand des Tages war seine letzte. Ein Spieler in früher Position raiste auf 3.000 und Pascal schob vom Cut-off mit J♥J♣ seine 15.600 Chips All-in. Danach überlegte der Big Blind, der nur unwesentlich mehr Chips hatte, und ging ebenfalls All-in, sodass der UTG-Spieler foldete. Pascal musste gegen A♣K♦ antreten und gleich die Doorcard im Flop war das A♥. Es folgten 9♣4♥6♦5♣ und Pascal war bedient: "Das ist natürlich extrem frustrierend hier nach zwei Minuten rauszufliegen."

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Pascal Hartmann


Bei Etienne Hemmelmann lief es zunächst gut und er baute seinen Stack von 48.000 auf gut 65.000 aus. Doch noch in Level 9 (500/1.000, Ante: 100) kam das Aus. Ein Spieler aus mittlerer Position hatte geraist und Etienne callte vom Button, die Blinds foldeten. Der Dealer drehte Q♠K♦8♣ um und Eteinne callte eine weitere Bet für 4.000. Nach der 5♠ am Turn checkte der Gegner, Etienne setzte 8.000 und wurde auf 32.000 geraist. Der Deutsche überlegte kurz, ging dann für insgesamt 58.000 All-in und sein Gegner, den er coverte, callte mit A♠3♠ für den Flushdraw. Etienne zeigte K♣T♠ für Toppair und lag vorn, aber am River folgte das A♣ und so wanderten die Chips in die falsche Richtung.

20 Minuten später waren auch die letzten 16.000 Chips aufgebraucht. Nach einem Raise auf 2.500 und einem Call, ging Etienne vom Cut-off All-in. Der Initial-Raiser isolierte den Deutschen mit einer weiteren Erhöhung, zeigte Pockettens und Etienne bekam mit Q♠J♠ immerhin einen Coinflip. Der Flop brachte mit A♠6♦6♠ zu den Overcards auch den Flushdraw, doch nach der T♣ am River war Etienne bereits drawingdead gegen das Full House. „Wenn es drauf ankommt gewinne ich einfach keine Flips beim Livepoker. Aber viel entscheidender war natürlich die Hand davor", haderte Etienne.

Somit blieb aus deutscher Sicht nur noch Sebastian Ruthenberg und der war zu Beginn gut drauf. Martin Wendt hatte in Level 10 (600/1.200, Ante: 100) aus mittlerer Position auf 2.700 geraist, Sebastian callte vom Button und Casper Toft erhöhte vom Big Blind sogar auf 9.900. Wendt foldete, aber Sebastian machte den Call und die beiden sahen den Flop mit 4♣2♠2♣. Toft setzte 10.500, Sebastian callte. Am Turn folgte die 6♠, Toft schob 17.500 Chips in die Mitte und der Hamburger setzte seinen Kontrahenten All-in. Der musste tief durchatmen, sparte sich aber seine 52.000 restlichen Chips und foldete. Sebastian hielt danach fast 180.000 und knackte auch die 200.000 Chips, ehe der Faden riss.

Mit A♣J♥ verlor der Hamburger einen Flip um etwas über 100.000 Chips gegen Peter Kouijzen, der Pocketnines hielt (Board: 6♥3♦5♠K♦Q♦). Zwar holte er sich durch Eliminierung von Martin Wendt ein paar Chips zurück, doch das war nur ein kurzes Aufbäumen. In Level 12 (1.000/2.000, Ante: 200) raiste Sebastian vom Button mit A♠J♠ auf 5.000, der Small Blind erhöhte auf 15.000 und Sebastian setzte ihn All-in. Der SB callte für 70.000 mit A♦K♣ und das Board lief mit 6-7-8-2-8 aus. Sebastian war runter auf 53.000 in Chips.

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Sebastian Ruthenberg


Und weil es mit A-J so „gut" lief, führte diese Handkombination auch zum Bust-out. Peter Eastgate raiste aus zweiter Position auf 5.100, Sebastian pushte vom Cut-off für seine restlichen 34.000 und der Weltmeister von 2008 callte mit 7♠7♣. Sebastian zeigte A♠J♠ und das Board wurde mit Q♠Q♦4♣8♣9♠ gedealt. Ein weiterer Coinflip ging sich nicht aus und damit stand fest, dass kein deutscher Pokerspieler an Tag 3 der EPT Kopenhagen dabei sein wird.

Eastgate dagegen hat beste Chancen in seiner Heimatstadt ganz vorn zu landen. Er eliminierte im letzten Level des Tages einen weiteren Shortsack im Blindbattle mit Pockettens gegen A♥K♥ und baute seinen Stack auf 430.000 aus.

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Annette Obrestad


Fast zeitgleich nahm Bertrand ElkY Grospellier seinen Teamkollegen Johnny Lodden mit Pockettens gegen Pocketnines vom Tisch. Ebenfalls in Level 14 erwischte es Luca Pagano, der seine restlichen 38.000 mit Pocketkings im Pot unter bekam und in die Asse von David Adelskov lief. Ausgeschieden sind auch Dario Minieri, Arnaud Mattern, Sami Kelopuro, Johan van Til und Vorjahressieger Jens Kyllönen.

Peter Eastgate doppelte dann noch Annette Obrestad auf, die, nach einem Raise des Team PokerStars Pros auf 7.600, für 49.000 All-in pushte. Eastgate callte mit K♦J♦ und diesmal verlor er den Flip gegen 8♣8♦. Am Ende standen immerhin 302.000 Chips zu Buche.

Insgesamt haben ca. 79 Spieler überlebt und ganz vorn liegt der Ungar Csaba Toth mit 540.000 in Chips. Dahinter folgen Fabian Gentile mit 413.300, Stig Rosen aus Dänemark mit 411.200 und Kristoffer Thorsson aus Schweden mit 380.400. ElkY tütete am Ende 243.800 Chips ein und Annette Obrestad 107.900. Weitere inoffizielle Chipcounts findet ihr hier.

Der PokerStarsblog.de meldet sich am Freitag ab 14 Uhr zurück und dann geht es zunächst um den Einzug in die 56 bezahlten Plätze. Am Ende von Tag 3 werden dann nur noch 24 Spieler übrig sein.