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EPT Kopenhagen: Sebastian Ruthenberg verhindert deutsche Nullnummer

ept-thumb-promo.jpgDer zweite Starttag der PokerStars European Poker Kopenhagen war mit 232 Spielern wie erwartet besser besucht als Tag 1A. Insgesamt sind es also 423 Pokerspieler geworden, der Preispool liegt damit bei DKK14.212.800 (ca. €1.909.000) und für den Sieger liegen immerhin DKK3.675.000 (ca. €493.700) bereit.

Aus deutscher Sicht sorgte Team PokerStars Pro Sebastian Ruthenberg dafür, dass es nicht zum absoluten Supergau kam. Denn während sich EPT4 Warschau Champion Michael Schulze, Sven Leu, Jan Meinberg, Peter Bosen, David Winterberger, Hauke Kluender sowie die drei PokerStars-Qualifikanten Aaron Szerencses, Matthias Walker und Richard Huber nach und nach aus dem Turnier verabschiedeten, schloss der EPT- und WSOP-Sieger den Tag mit 140.800 in Chips an zweiter Stelle ab. Lediglich Ilkka Koskinen sammelte mit 140.900 einen schwarzen 100er Chips mehr ein.

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Sebastian Ruthenberg


Dabei waren die Voraussetzungen bei Sebastian alles andere als vielversprechend, denn er war direkt von Australien in Kopenhagen angereist und der Jetlag hatte deutliche Spuren hinterlassen. Ein starker Call in Level 3 (100/200) war dann aber die Initialzündung und Sebastian plötzlich hellwach. Der Hamburger callte vom Cut-off ein Raise aus früher Position für 500 Chips und vom Button kam eine 3-Bet auf 1.875, die nur Sebastian callte. Der Flop wurde mit 7♦T♦J♥ gedealt, Sebastian check-callte weitere 2.300 und der Dealer drehte am Turn die 4♣ um. Diesmal checkte der Button hinterher und am River folgte die 3♠. Sebastian spielte nur 2.700 an, wurde auf 9.125 geraist und callte recht zügig mit A♠Q♣ für Ace-high. Sein Kontrahent zeigte K♥Q♠ für King-high und der Pot wurde dem Deutschen zugestellt. Es war die simple Frage seines Gegners nach dem Chipcount am Turn, die Sebastian vermuten ließ, dass der auf einen Draw sitzt. So einfach ist das...

Danach lief es richtig gut und Sebastian setzte seinen Stack, der mit über 50.000 Chips gefüllt war, kontrolliert ein. In Level 6 (200/400, Ante: 50) ging es hoch auf 63.000. Sebastian hatte aus mittlerer Position auf 1.100 geraist und callte die Erhöhung durch Martin Vallo vom Button auf 3.600. Der Flop wurde mit 7♦T♣9♥ gedealt, beide checkten und auch nach der 6♠ am Turn gab es keine Action. Nach der 4♣ am River spielte Sebastian 5.600 an und zeigte 7♣8♣ zur Straight, nachdem Vallo gecallt hatte.

Im achten und letzten Level (400/800, Ante: 75) nahm Sebastian allerdings erst richtig Fahrt auf, spielte viele Hände und hatte das nötige Quäntchen Glück. So wie in einer Hand in Level 8 (400/800, Ante: 75), die er aus mittlerer Position für 2.125 Chips eröffnete. Der Spieler direkt hinter ihm callte, der Flop brachte 6♥9♠4♠ und Seb setzte für 3.300 Chips nach. Er wurde gecallt und behielt durch eine weitere Bet in Höhe von 6.800 Chips auch am Turn (7♣) die Initiative. Am River kam dann die T♦, Sebastian setzte diesmal nur ganz klein mit 2.900 Chips an und sein Kontrahent callte erneut. Als der dann Q♥T♣ beim Deutschen sah, warf er seine Karten sichtlich frustriert in den Muck und Sebastians Stack war erstmals auf über 100.000 Chips angewachsen.

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Michael Schulze


Für die restlichen deutschen Spieler lief es wie erwähnt überhaupt nicht. Michael Schulze zum Beispiel war mit A♥Q♠ in eine Hand mit zwei Gegnern verwickelt, die letztlich sein Aus bedeutete. Das Board zeigte bis zum Turn A♦2♦3♥A♥ und es lagen schon einige Chips im Pot, Michael Greco war sogar schon am Flop für 4.000 Chips All-in gegangen. Casper Toft spielte weitere 12.000 am Turn an, Michael callte und nach der 7♥ am River gingen auch die restlichen 16.000 in den Pot. Im Showdown zeigte Greco dann Pocketdeuces zum Full House, was ihm den Hauptpot einbrachte, und Toft legte A♣K♣ auf den Tisch, was gut genug für den Sidepot war. „Wenn ich da folde und der zeigt mir A-J, dann spring ich vom Balkon", resümierte Michael wenig später an der Rail.

Einmal mehr gut im Rennen liegt auch Team PokerStars Pro Peter Eastgate, der 128.300 Chips auf der Habenseite hat und auch ElkY hat am Ende starke 113.700 eingetütet. Nicht ganz so viel, aber deutlich über dem Average liegt auch Luca Pagano, der mit 86.600 geführt wird. Die Chipcounts sind zwar noch nicht offiziell, werden aber zeitnah in der Chipcountliste aktualisiert.

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Peter Eastgate


An Tag 2 werden insgesamt 243 Spieler an die Tische im Casino Copenhagen zurückkehren. Neben Sebastian Ruthenberg spielen dann auch Pascal Hartmann und Etienne Hemmelmann um den Einzug in den dritten Tag. Um 14 Uhr geht es los und im PokerStarsblog.de bekommt ihr natürlich regelmäßige Updates serviert.

Zu den Chipcounts.

Die Pay-outs:

1 - 3.675.000 DKK (ca. €493.700)
2 - 2.275.000 DKK (ca. €305.000)
3 - 1.400.000 DKK (ca. €187.500)
4 - 1.050.000 DKK (ca. €140.700)
5 - 715.000 DKK (ca. €95.800)
6 - 570.000 DKK (ca. €76.400)
7 - 425.000 DKK (ca. €57.000)
8 - 282.800 DKK (ca. €37.900)
9-10 - 215.000 DKK (ca. €28.800)
11-12 - 155.000 DKK (ca. €20.800)
13-14 - 120.000 DKK (ca. €16.000)
15-16 - 100.000 DKK (ca. €13.400)
17-24 - 80.000 DKK (ca. €10.700)
25-32 - 70.000 DKK (ca. €9.400)
33-40 - 65.000 DKK (ca. €8.700)
41-48 - 60.000 DKK (ca. €8.000)
49-56 - 55.000 DKK (ca. €7.400)

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