Nur 191 Spieler zahlten das Buy-in in Höhe von umgerechnet €5.000, um Tag 1A der PokerStars European Poker Tour Kopenhagen in Angriff zu nehmen, allerdings haben die Veranstalter auch gar nicht wesentlich mehr Spieler erwartet und dafür liegen gute Gründe vor. Zum einen beginnt am Wochenende der NAPT Main Event im Venetian Las Vegas, sodass sich nur eine handvoll PokerSpieler aus Übersee auf den Weg nach Europa gemacht haben. Ebenfalls unterdurchschnittlich vertreten sind die Pokerspieler aus dem deutschsprachigen Raum, die sich scheinbar auf die in zwei Wochen beginnende EPT Berlin konzentrieren. Ein weiterer wichtiger Grund ist das wirklich toughe Teilnehmerfeld hier in Kopenhagen, im Gegensatz zu den Turnieren in Frankreich oder Italien.
Aus Deutschland waren dann mit den beiden PokerStars-Qualifikanten Etienne Hemmelmann und Benjamin Ollerdis sowie PokerStars-Passport-Gewinner Pascal Hartmann und Daniel Dankelmann nur vier Spieler im Casino Copenhagen angetreten und nur zwei von ihnen überlebten den Tag.
Für Daniel Dankelmann sah es bis zu Beginn am besten aus, denn er hatte seinen Stack von Level zu Level auf über 50.000 Chips ausgebaut. Im achten und letzten Level (400/800, Ante: 75) ging es dann aber bergab. Daniel viel unter die Marke von 30.000 und verlor dann eine kuriose Hand. Ein Spieler in mittlerer Position stieg mit einem Call in den Pot ein. Daniel callte vom Small Blind, der Big Blind checkte und der Flop wurde mit 2♦5♠8♠ gedealt. Daniel checkte, der Big Blind spielte 1.600 an und der dritte im Bunde callte. Daniel war wieder an der Reihe und raiste auf 4.500, die nur vom Spieler in mittlerer Position gecallt wurden. Am Turn folgte die T♦, Daniel ging umgehend mit seinen restlichen 22.000 Chips All-in und genauso schnell wurde er gecallt. Im Showdown zeigte der Deutsche 5♦7♠ und sein Gegner hatte mit A♥5♣ gesnapcallt. Das As als besserer Kicker zum kleinen Paar brachte die Entscheidung, denn am River folgte die 8♣.
Der Stack von Benjamin Ollerdis schwankte ständig zwischen 10.000 und 30.000 in Chips und für ihn folgte das Aus in der letzten Hand des Tages, als er mit knapp 10.000 in Chips schon supershort war.
Pascal Hartmann erreichte Tag 2, allerdings wird auch er keineswegs zufrieden sein, da er am Ende gerade einmal 15.700 Chips eintüten konnte. Gleich in den ersten zwei Levels rutschte der Allgäuer unter die Marke von 10.000 Chips, schaffte aber in den entscheidenden Situationen immer den Double-up, unter anderem mit Q-T gegen Pocketjacks (Flop Queen) und mit A-J gegen Pocketqueens (Flop As). Im siebten Level (300/600, Ante: 50) hatte er sogar wieder seine 30.000 Startchips zusammen. Nach einem Raise auf 1.500 vom Cut-off, ging der Button für gut 9.000 All-in und Pascal saß im Small Blind. Er überlegte etwas, schob dann aber auch seinen Stack mit 16.000 Chips in die Mitte und der Initial-Raiser foldete. Im Showdown lag er dann mit 9♣9♥ deutlich vorn gegen 7♠6♠ und der Flop kam gut: 9♦5♣2♠. Am Turn folgte der K♠ und am River die Q♦. Im achten Level ging allerdings nichts mehr und Pascal blindete auf die besagten 15.700 runter.
Etienne Hemmelmann lag im dritten Level (150/300) mit knapp über 50.000 aussichtsreich im Rennen, ehe er eine große Hand mit Pocketjacks gegen Pocketqueens verlor und nur noch 16.000 Chips vor sich stehen hatte. Danach ging es wieder hoch auf 32.000 und wieder runter auf 17.000. Erst im achten Level schaffte er es, seinen Stack ohne Showdown wieder auf 48.600 Chips zu hieven, nachdem er vor dem Flop immer wieder die Initiative ergriffen hatte und auch vor einer 4-Bet zum All-in mit Pocket-Fünfen nicht zurückschreckte. Ganz zum Schluss bekam er dann sogar noch Pocketqueens gedealt, floppte das Set, wurde allerdings nicht ausbezahlt. „Da hätte ich natürlich gerne einen Call bekommen", haderte Eteinne ein wenig. Letztlich war er aber nach der Achterbahnfahrt zufrieden zumindest noch in der Nähe vom Average abgeschlossen zu haben.
Vorn im Chipcount hat sich mit Andrew Pantling allerdings doch einer der wenigen Nordamerikaner eingefunden. Der Kanadier schloss den Tag mit 155.800 in Chips ab. Dahinter folgen die Norweger Christian Togsverd (116.100) und Patrik Kaltrud (113.200) sowie Kristian Kofoed (110.600) und Morten Guldhammer (101.500) aus Dänemark. Vom Team PokerStars Pro schnitt Arnaud Mattern mit 76.000 Chips am besten ab. Dario Minieri und Johnny Lodden werden mit 61.000 bzw. 60.000 Chips geführt. Die Chipcounts sind allerdings noch nicht offiziell. Insgesamt haben um die 110 Spieler den Tag überstanden.
Mittwoch um 14 Uhr geht es mit Tag 1B weiter und dann werden es ein paar mehr deutsche Spieler sein. Team PokerStars Pro Sebastian Ruthenberg ist bereits im SAS Radisson eingetroffen und auch Peter Bosen, Michael Schulze, Sven Leu und Jan Meinberg haben bereits heute die Konkurrenz begutachtet. Dazu gesellen sich noch drei PokerStars-Qualifikanten, die ich euch dann in den Updates im PokerStarsblog.de vorstellen werde.








