EPT Deauville: Falle zugeschnappt, Tag 4 beendet

ept-thumb-promo.jpgDas Line-up, mit Bertrand ElkY Grospellier, Peter Eastgate, Mike McDonald, Freddy Deeb, Bruno Fitoussi und Alexia Portal sowie Peter Bosen aus Deutschland und Dragan Jovanovic aus Österreich, für Tag 4 der European Poker Tour Deauville war vielversprechend und tatsächlich wurde es ein actionreicher Tag. Peter und Dragan mussten sich mit 260.000 bzw. 330.000 in Chips allerdings mit der Außenseiterrolle begnügen und leider auch schon im ersten Level des Tages die Segel streichen.

Dragan schaffte zunächst mit Q♣J♣ gegen K♠Q♦ einen Verdoppler auf 600.000 Chips (Flop: J♠), aber die Blinds lagen schon bei 12.000/24.000 (Ante: 2.000) und jede verlorene Hand tat immens weh. Kurz vor dem Ende des Levels war es dann auch vorbei. Dragan hielt noch 350.000 Chips und pushte, nach einem Raise von George Secara, aus dem Big Blind mit 6♣6♥ All-in. Secara callte mit A♦K♣ und das Board wurde mit A♠7♣4♣7♥Q♥ gedealt. Für Rang 21 gab es €18.400 Preisgeld.

Kurz zuvor hatte es Peter Bosen am TV-Table erwischt und der Kölner hatte jede Menge Pech. Bruno Fitoussi eröffnete den Pot für 60.000 und Peter schob mit Pocketqueens seine 218.000 in Chips in die Mitte. Fitoussi benötigte ein wenig Zeit, callte aber mit 5♥5♠. Der Flop mit 6♠K♣8♥ brachte keine Gefahr, doch am Turn traf der Franzose mit der 5♣ sein Set. Peter hatte nur noch zwei Outs, doch der K♥ gehörte nicht dazu und auch für ihn gab es €18.400.

Es ging zügig weiter und bei noch 18 Spieler gab es eine spektakuläre Hand zwischen Hugo Lemaire, der als Zweiter in den Tag gegangen war, und Jake Cody. Lemaire raiste, Cody erhöhte vom Small Blind und fing sich die 4-Bet vom Franzosen auf 400.000 ein. Aber der Brite dachte gar nicht daran nachzugeben und pushte für gut 1,7 Millionen Chips All-in. Lemaire snap-callte mit Pocketkings und Cody sah mit T♠4♣ ziemlich alt aus. Aber er hatte Lemaire knapp gecovert und nahm am Flop (6♦5♠3♦) einen Openender auf. Das A♦ am Turn änderte nichts, allerdings drehte der Dealer am River tatsächlich die 7♣ um. Straight und Chiplead für Jake Cody und das bitterere Aus für Hugo Lemaire (18./€18.400) waren die Konsequenzen.

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Jake Cody


Es blieb nicht der einzige heftige Bad Beat. Craig Bergeron hatte gerade erst mit Pocketkings Harry Touli (K♣Q♣) eliminiert und nahm dann auch noch Bruno Fitoussi vom Tisch. Der hatte aus erster Position auf 100.000 geraist und der Amerikaner setzte ihn vom Big Blind All-in. Fitoussi callte mit J♥J♦ für seine 956.000, Bergeron zeigte 5♣8♣ und das Board wurde mit 5♦6♣K♥3♣T♣ gedealt. Runner-Runner-Flush für Bergeron und Platz 14 für Fitoussi, der €28.000 kassierte.

Auf Rang elf erwischte es nach Fitoussi den zweiten bekannten Spieler. Freddy Deeb hatte nur noch 293.000 Chips vor sich stehen und schob diese dann mit A♣8♦ in die Mitte. Stephane Albertini fand 7♥7♦, callte und sein Paar hielt dem Board (Q♥9♥5♥Q♣2♦) stand. Freddy Deeb musste ich also mit €35.000 zufrieden geben - Kleingeld für den sympathischen Pro aus Las Vegas.

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Alexia Portal


Der Finaltisch wird auch ohne weibliche Beteiligung ablaufen, denn Alexia Portal musste letztlich auf Rang zehn ihre Träume begraben. Sie spielte in Level 25 (20.000/40.000, Ante: 4.000) eine kuriose Hand. Im Flop lagen 4♣J♣2♥, beide checkten und nach der 9♦ setzte Bergeron 93.000. Alexia raiste auf 390.000 und wurde gecallt. Die 7♦ am River checkte Bergeron und die Französin sorgte für jede Menge ratlose Gesichter, denn sie muckte nach einiger Bedenkzeit ihre Hand. Was genau vorgefallen war, wollte Alexia in der Pause nicht verraten, aber sie sprach später im Interview von einem entscheidenden Fehler. Schließlich hatte sie schon die Hälfte ihrer Chips investiert und musste danach mit 464.000 auskommen.

In Level 26 folgte das Aus. Sie re-raiste gegen Stephane Albertini All-in, der musste nur noch etwas über 320.000 Chips nachzahlen und machte dies mit 5♠5♣. Alexia hielt A♠J♦ und das Board wurde mit 6♥K♠9♣8♣T♠ gedealt. Der letzte Flip war verloren und für die Französin gab es damit €51.500 Preisgeld.

Die beiden Team PokerStars Pros Peter Eastgate und Bertrand ElkY Grospellier waren noch dabei und einer von ihnen würde auf jeden Fall im Finale dabei sein. Allerdings hielt Eastgate nur noch 510.000 und ElkY lag mit 1.100.000 auch nur an achter Stelle.
Eastgate wartete lange auf seine Chance und ging dann für 395.000 mit A♣Q♠ All-in. Dahinter callte Craig Bergeron, alle anderen foldeten und der US-Amerikaner zeigte K♠Q♥. Gute Chancen für Eastgate und das Board brachte keine Überraschung: 7♠Q♣4♦3♣J♣.

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ElkY


So zog sich das Ganze in die Länge und es musste sogar noch Level 27 (30.000/60.000, Ante: 5.000) herhalten. Doch dort ging es dann ganz schnell. Fratty eröffnete den Pot für 160.000, Chipleader Teodor Cabara callte und ElkY pushte für gut eine Million All-in. Fratty foldete, aber der Rumäne insta-callte mit A♦A♠ - die Falle war zugeschnappt. Aber ElkY zeigte A♣Q♣ und es wurde noch richtig spannend, denn der Flop brachte 8♣J♣4♠ und damit den Flushdraw für ElkY. Der materialisierte sich am Turn nicht, aber die 9♥ gab ihm sogar noch den Gutshot. Viele, viele Outs, doch es folgte die 2♦ am River und ElkY räumte enttäuscht seinen Stuhl, der Traum vom Finaltisch in seinem Heimatland war geplatzt.

Damit werden folgende acht Spieler am Montag in das Casino Deauville zurückkehren und um den Titel sowie €847.000 Siegprämie spielen:

Teodor Caraba -- 6.915.000
Jake Cody -- 4.650.000
Stephane Albertini -- 3.555.000
Craig Bergeron -- 3.135.000
Mike McDonald -- 1.815.000
Michael Fratty -- 1.595.000
George Claudius Secara -- 795.000
Peter Eastgate -- 695.000

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