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EPT Berlin: Kevin MacPhee triumphiert

ept-thumb-promo.jpgRechtzeitig vor dem Finale der PokerStars.net European Poker Tour Berlin kehrte wieder Normalität im Grand Hyatt ein und der große Showdown mit den letzten acht Spieler begann um 12:35 Uhr Ortszeit. €1.000.000 Siegprämie und der prestigeträchtige EPT-Titel standen auf dem Spiel und gleich in der ersten Hand folgte für die Fans von Nico Behling und Marko Neumann die erste Schrecksekunde.

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Die Finalisten der EPT Berlin


Nico ging mit seinen 955.000 Chips All-in und ausgerechnet Landsmann Marko callte mit A♣Q♣. Nico drehte dann A♠Q♥ um und Marko atmete durch: „Das war eigentlich nicht geplant in der ersten Hand." Das Board brachte keine Überraschung und wie erwartet, wurde der Pot geteilt.

Bei Nico schoss das Adrenalin nur eine Hand später erneut durch den Körper. Er pushte All-in und wurde von Marcel Koller gecallt. Der Schweizer zeigte T♣T♦, Nico erneut A♠Q♥ und diesmal musste das Board helfen. Aber die Dealerin legte 2♥6♠4♠4♥8♥ und für den Deutschen blieb ein Preisgeld in Höhe von €72.000. Eine durchaus gelungene Woche für Nico, der am vergangenen Sonntag erst $145.000 als Dritter beim Sunday Million abgeräumt hatte.

Marcel hatte damit eine glänzende Ausgangsposition mit fast 4,5 Millionen in Chips, während es für Marko mit 1.750.000 Chips eng blieb. Marcel verdoppelte dann aber den Franzosen Marc Inizan. Das Board zeigte bis zum Turn 3♦K♥Q♣K♠, als die Chips in die Mitte wanderten. Marcel drehte K♣J♥ zum Drilling um, Marc Inizan 3♥3♠ zum Full House. Nach der 4♠ am River sackte Marcel unter zwei Millionen Chips.

Eine Viertelstunde später erwischte es Marko Neumann, der damit immerhin sein Minimalziel erreicht hatte. Die Chips riskierte er mit A♥K♦ gegen 7♣7♥ von Chipleader Kevin MacPhee, aber gleich der Flop schraubte die Hoffnung auf den Turnierverbleib auf ein Minimum herunter: 8♦7♠6♥. Die 8♣ am Turn gab MacPhee sogar das Full House und nach der 9♥ am River, war auch der letzte deutsche Pokerspieler eliminiert. Für Marko gab es €120.000 Preisgeld.

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Marcel Koller


Platz sechs ging danach schon an Marcel Koller, der in Level 28 (40.000/80.000, Ante: 5.000) vor dem Flop mit A♣Q♠ gegen Q♣Q♦ von Iilari Tahkokallio All-in war. Die Starthand des Finnen hielt auf dem Board mit J♥9♦6♦7♦2♠ durch und Marcel bekam €165.000 Preisgeld ausbezahlt. Damit waren alle deutschsprachigen Spieler nacheinander ausgeschieden.

Der Brite Kethul Nathwani ging etwas später, nach einem Raise von MacPhee, für 1,8 Millionen All-in und der US-Amerikaner callte mit A♦9♣. Nathwani drehte A♠6♦ um und war in großen Schwierigkeiten. Nach dem Flop mit 3♣9♥4♥ sah es noch schlechter aus und zwei Blanks brachten MacPhee weitere Chips, während Nathwani mit €210.000 Preisgeld bedacht wurde.

Zu viert dauerte es dann gute drei Stunden ehe auch der tighte Pole Artur Wasek für seine letzten 1,8 Millionen Chips mit Pocketqueens All-in reraiste. Inazin hatte den Pot zuvor eröffnet und callte mit K♠K♣. Das Board lief mit 9♣J♣T♦2♠4♣ aus und damit standen für Wasek €280.000 Preisgeld zu Buche.

Mit folgenden Chipcounts ging es danach in das Dinnerbreak:

Iilari Tahkokallio - 12.260.000
Kevin MacPhee - 10.760.000
Marc Inizan - 5.690.000

Es dauerte nur ein paar Hände da folgte schon der nächste Showdown. Inizan callte ein Raise von Kevin MacPhee aus dem Big Blind und der Flop wurde mit 7♥J♥8♠ gedealt. MacPhee setzte 360.000 nach, Inizan check-raiste auf 890.000, McPhee erhöhte noch einmal und letztlich schaukelten sich die beiden zum All-in hoch. Inizan zeigte dann nur J♣T♣ für Toppair und MacPhee drehte 9♣T♠ zur gefloppten Straight um. Turn 4♠, River A♣ und damit war das Heads-up erreicht. Marc Inizan bekam für seinen starken Aufritt in Berlin €350.000 Preisgeld.

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Iilari Tahkokallio


MacPhee führte mit 17.675.000 zu 11.035.000 von Tahkokallio und konnte sich zunächst weiter absetzen. Den ersten großen Showdown gewann aber der Finne. Das Board zeigte 6♣3♥2♦Q♣, Kevin MacPhee spielte 380.000 an, der Finne ging All-in und der Ami snap-callte mit K♣4♣. Tahkokallio drehte 2♣2♥ zum Set um und am River kam die 8♥. Flush- und Straightdraw geplatzt und der Finne ging wieder hoch auf zwölf Millionen.

Kurzfristig holte sich Tahkokallio sogar eine knappe Führung, aber McPhee kam schnell zurück und stellte den alten Abstand wieder her. Um 22:30 Uhr begann der 33. Level (150.000/300.000) und dann ging es doch ganz schnell. MacPhee raiste auf 700.000, Tahkokallio callte und der Flop wurde mit 5♣4♥2♣ gedealt. Tahkokallio setzte an, wurde geraist und ging daraufhin mit 8.995.000 All-in. MacPhee callte sofort mit 4♠3♠ und lag vorn gegen 9♥6♥. Der J♥ am Turn gab dem Finnen noch den Flushdraw, aber die 6♠ am River komplettierte die Straight für Kevin MacPhee.

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Kevin MacPhee: EPT Berlin Champion


Der US-Amerikaner gewinnt die EPT Berlin und €1.000.000 Preisgeld, Iilari Tahkokallio kassiert als Runner-up satte €600.000 Preisgeld.

Das Ergebnis:

1 - Kevin MacPhee, USA, PokerStars-Qualifikant, €1.000.000

2 - Ilari Tahkokallio, Finnland, €600.000
3 - Marc Inizan, Frankreich, €350.000
4 - Artur Wasek, Polen, €280.000
5 - Ketul Nathwani, UK, PokerStars-Spieler, €210.000
6 - Marcel Koller, Schweiz, €165.000
7 - Marko Neumann, Deutschland, PokerStars-Qualifikant, €120.000
8 - Nico Behling, Deutschland, €72.000

Zu den kompletten Pay-outs.

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