EPT Berlin: Stefan und Michael Huber auf der Überholspur

ept-thumb-promo.jpgMit einer guten halben Stunde Verspätung wurde am Dienstag Tag 1A der PokerStars.net European Poker Tour Berlin gestartet und nach zwei Levels hatten sich insgesamt 389 Pokerspieler in das €5.300-Turnier eingekauft. Ausverkauft war Tag 1A damit zwar nicht, aber der Turniersaal war mehr als gut gefüllt und am Mittwoch wird es dann wohl richtig eng werden im Festsaal des Grand Hyatt Berlin, denn für Tag 1B wird mit 500 Spielern ein ausverkauftes Haus erwartet.

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Dass die deutsche Pokerszene mit 161 Teilnehmern das größte Kontingent stellt war natürlich keine Überraschung, aber etwas überraschend ist die Tatsache, dass nur neun Schweizer und sogar nur fünf Österreicher den Weg in die deutsche Hauptstadt gefunden haben. Da sollte für Mittwoch doch etwas mehr drin sein.

Dennoch waren es zwei Schweizer Spieler, die das Geschehen mitbestimmten. Michael Huber baute seinen Stack schnell auf gut 120.000 Chips aus und schloss am Ende mit 142.300 in Chips ab. Sein Bruder Stefan Huber erwischte einen Stotterstart, doch in den letzten zwei Levels des Tages zog er sogar noch an Michael vorbei und tütete sogar 153.000. Beide haben sich über PokerStars für die EPT Berlin qualifiziert.

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Sebastian Ruthenberg (li.) und Stefan Huber


Aus deutscher Sicht lief es vor allem bei Team PokerStars Pro George Danzer sehr gut. Er war es auch, der die erste und einzige Kerbe in den Stack von Michael Huber schlug. Der PokerStars-Qualifikant hatte aus mittlerer Position geraist und callte auch die Dreibet von George. Der Flop brachte A♣4♣5♦ und nach Bet und Raise kam es zum All-in für George, der allerdings mit A♥5♥ für Twopair gegen Q♣T♣ für den Flushdraw vorn lag. Die zwei Paare waren auch nach der Rivercard gut und George verbesserte sich auf ca. 80.000, während Michael von kurz 130.000 auf 90.000 abrutschte.

Ebenfalls gut dabei ist Benjamin Kang, der immerhin 89.700 mit in Tag 2 nehmen wird. Für Teamkollege Michael Keiner schien der erste Auftritt als Team PokerStars Pro in einem Desaster zu enden, aber der Doc arbeitete sich ab Level 3 von 4.500 Chips auf letztlich 65.000 hoch und kann optimistisch nach vorn schauen. Ebenfalls wiederkommen werden Katja Thater, die am Ende mit 38.500 Chips notiert wurde, und Sebastian Ruthenberg (30.200).

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George Danzer


Für Tim Ulrich lief leider wenig zusammen. Er musste schon in Level 2 (75/150) eine gefloppte Straight folden, da sich das Board am Turn pairte und sein sehr tighter Gegner ein Checkraise eingestreut hatte. In Level 6 (200/400, Ante: 50) wurde es dann richtig Bitter. Tim raiste aus später Position auf 900, der Small Blind callte und der Big Blind squeezte auf 2.200. "Das hatte er schon mehrfach gemacht", so Tim, der auf 6.000 erhöhte und vom Big Blind gecallt wurde. Der Flop brachte 8♦5♠T♠, es wurde gecheckt und nach der 7♦ am Turn ging die Action weiter. Der Big Blind setzte 10.000, Tim pushte für 35.000 All-in und es folgte der Call. Tim drehte 6♣4♣ zur fertigen Straight um, sein Gegner J♦3♦ für den Flushdraw und am River schlug die T♦ ein. Der Flush war angekommen und der Bremer ausgeschieden.

Auch Dominik Nitsche überlebte nicht. Sein Stack schwankte in den ersten Levels stark und nach dem Dinnerbreak folgte das Aus. Mit 33.000 war Dominik auf dem Höchststand, als er mit 5♦6♦ vom Button erhöhte und auch die Dreibet vom Big Blind auf 4.100 callte. Der Flop brachte T♦2♦3♣, der Big Blind checkte und callte Dominiks Einsatz in Höhe von 3.700. Am Turn (J♦) machte Dominik den Flush und sein Gegenüber check-callte weitere 7.800. Die 7♦ am River wollte der Mindener natürlich überhaupt nicht sehen, denn jetzt hatte er nur noch einen Miniflush zu bieten. Es wurde durchgecheckt und tatsächlich verlor Dominik gegen den Queen-High-Flush (K♣Q♦). Wenig später stellte er mit Q-T seine restlichen 13.000 rein, der Small Blind callte mit A-J und Dominik bekam keine Hilfe vom Board.

Wie viele Spieler aus dem deutschsprachigen Raum letztlich den Sprung in Tag 2 geschafft haben, werden die Chipcounts zeigen. Es sind aber definitiv ein ganze Menge. Chipleader dürfte aber der Israeli Kfir Yumin sein, der 213.500 zusammen getragen hat. Sehr stark haben auch Rachid Ben Cherif (Holland/163.800) und Carlos Olivera (Portugal/158.000) abgeschnitten.

Am Mittwoch ab 12 Uhr geht es weiter mit Tag 1B und der PokerStarsblog hält euch natürlich auf dem Laufenden.

Die kompletten Zahlen der rund 200 Überlebenden werden zeitnah in der Chipcountliste aktualisiert.