Tag 4 der European Poker Tour in Warschau begann alles andere als gut für den letzten deutschen Spieler Alexander Debus, der in Level 17 und 18 zunächst einmal 140.000 seiner zu Beginn 480.000 Chips abgeben musste. In Level 19 (5.000/10.000, Ante: 1.000) wendete sich das Blatt dann aber. Alexander gewann ein Preflop-All-in mit A♥K♠ gegen Pocketjacks (Board: 4-T-8-K-4) und knackte so die Marke von 500.000. Danach wurde er wieder wesentlich aktiver und baute seinen Stack ohne Showdown auf 660.000 aus, sodass er bei noch zwölf Spielern auf Rang vier lag.
Doch es blieb ein Auf und Ab für den Deutschen. Er raiste in Level 20 vom Button auf 28.000 und callte dann auch das All-in von Team PokerStars Pro Luca Pagano, der vom Big Blind seine gut 180.000 in die Mitte geschoben hatte. Der Italiener hielt Pocketkings und die hielten durch gegen A♠8♥ von Alexander. Dann ging auch noch ein Bluff gegen Pagano daneben und es blieben nur 304.000 Chips zu Beginn von Level 21 (8.000/16.000, Ante: 2.000). Alexander verdoppelte erneut mit Pocketkings gegen A♣K♥ von Jeffrey Sarwer und war wieder auf Kurs, als die letzten neun Spieler am letzten Tisch Platz nahmen, um den letzten Bust-out auszuspielen.
Am Ende sollte es nichts werden mit dem Finale am Sonntag. Alexander verlor einen Coinflip mit Pocketqueens gegen A♣K♠ von Alfio Battisti, denn das Board brachte 3♥K♣9♥6♦8♥. Die letzten 150.000 gingen dann mit A♠6♠ in die Mitte, vom Cut-off isolierte Pagano mit Pocketqueens und das letzte Board des Tages wurde mit 6♣5♣5♥8♥4♣ gedealt. Alexander blieb also Rang neun und ein Preisgeld in Höhe von umgerechnet €20.625.
Wesentlich früher hatte es PokerStars Passport Gewinner Shaun Deeb erwischt, der schon in Level 18 mit J♥3♠ seine restlichen 125.000 vom Small Blind im Pot unterbrachte und von Jani Sointula im Big Blind mit A♠9♠ gecallt wurde. Der Flop brachte gleich ein As und für Deeb war auf Platz 22 Endstation (€6.874).
Mit Vitaly Lunkin (20.), Antony Lellouche (19.) und Peter Hedlund (18.) verabschiedeten sich dann nacheinander drei weitere bekannte Namen aus dem Turnier, die ebenfalls mit €6.874 zufrieden sein mussten.
Zu diesem Zeitpunkt war längst der Ukrainer Oleksandr Vaserfirer der klare Chipleader. Er hatte den Pot vom Button eröffnet, Jeffrey Sarwer dreibettete vom Big Blind und nach einer weiteren Erhöhung von Vaserfirer, dem All-in von Sarwer und dem Call, lagen plötzlich 1,2 Millionen in Chips in der Mitte. Vaserfirer zeigte A♠K♥, Sarwer Pocket-Achten. Der Flop kam mit 2♣A♥7♦, am Turn folgte die T♠ um am River die 7♣.
Sarwer, der als deutlicher Chipleader in den Tag gestartet war, musste sich dann auch auf Rang zehn (€20.625) verabschieden. Wieder kam es vor dem Flop zum All-in gegen Vaserfirer, der diesmal Pocketqueens hielt. Sarwer war mit A♠K♣ dabei und traf den Flop mit A♥T♦6♠. Auch nach der T♠ am Turn blieb der Kanadier in Front, doch am River schlug die Q♥ ein und ein heißer Favorit auf den Titel war eliminiert.
Vaserfirer geht also mit 1.854.000 als deutlicher Chipleader in das Finale der EPT Warschau. Auf Rang zwei folgt Team PokerStars Pro Luca Pagano (984.000), der seinen fünften Finaltisch bei der European Poker Tour spielen wird - jetzt schon eine überragende Leistung des Italieners. Dritter ist PokerStars-Qualifikant Clayton Mozdzen (978.000).
Das Finale startet am Sonntag um 13 Uhr im Poland Casino des Hyatt Regency Hotel zu Warschau und der PokerStarsblog.de wird euch natürlich alle wichtigen Hände bis zur Entscheidung liefern. Zeitumstellung nicht vergessen.
Zu den Pay-outs.
Die Chipcounts:
Oleksandr Vaserfirer - Ukraine - 1.854.000
Luca Pagano - Italien - Team PokerStars Pro - 984.000
Clayton Mozdzen - Kanada - PokerStars-Qualifikant - 978.000
Ruslan Prydryk - Ukraine - 658.000
Alfio Battisti - Italien - 552.000
Christophe Benzimra - Frankreich - 465.000
Anatoly Gurtovoy - Russland - 332.000
Alexander Klimashin - 266.000








