Um genau 20 Uhr Ortszeit war es geschafft, die acht Finalisten der PokerStars EPT Vilamoura waren nach fünf langen und spannenden Levels gefunden. Der Tag hatte einige Überraschungen parat, die dickste war unumstritten das frühe Aus von Anthony Lellouche, der mit 1.134.000 in Chips als Führender in den vierten Turniertag gegangen war.
Zunächst sorgten allerdings einige Set-ups für die ersten Bust-outs. Matt Johns zum Beispiel lief mit Pocketkings in die Asse von Antonio Matias und blieb mit 70.000 Chips zurück. Die investierte er dann mit Pocketsevens und diesmal hielt Ricardo Sousa Pocketaces, sodass der PokerStars-Qualifikant aus den USA bereits auf Rang 23 für €10.151 seinen Stuhl räumen musste. Zuvor hatte es schon Mohamed Razab erwischt dessen A♠K♠ gegen die Asse von Jan Skampa chancenlos waren.
Ebenfalls noch im Level 18 (4.000/8.000, Ante: 500) war es dann soweit. Lellouche hatte schon etwas abgebaut und hielt noch knapp über 700.000 Chips, als es zur Konfrontation mit dem Portugiesen Matias kam, der durch die Eliminierung von Johns etwas mehr Chips als Lellouche im Stack hatte. Lelloche hatte vom Cut-off geraist, Matias vom Small Blind gecallt und der Flop brachte 2♣8♦J♣. Matias checkraiste dann die 45.000er-Bet von Lellouche auf 100.000 und der Franzose callte. Am Turn Q♠ checkte der Portugiese erneut, Lellouche feuerte weitere 145.000 ab und Matias blieb dabei. Am River kam die 2♦, wieder checkte Matias, Lellouche ging daraufhin All-in und wurde prompt gecallt. Der Portugiese drehte A♥2♥ für geriverte Trips um, während der Franzose mit 7♦9♦ geblufft hatte und sich auf Rang 20 für €10.151 Preisgeld verabschieden musste.
Nicht wesentlich weiter schaffte es der letzte Spieler aus dem deutschsprachigen Raum. Javier Garcia konnte seine 100.000 Chips zunächst noch einmal etwas glücklich mit A♠8♣ gegen A♦Q♦ von Ricardo Sousa verdoppeln, da ihm eine 8♠ am Flop das entscheidende Paar bescherte. Doch in Level 19 (5.000/10.000, Ante: 1.000) folgte das Aus für den Schweizer auf Rang 17 (€10.151). Garcia hatte ein Raise von Team PokerStars Pro Jude Ainsworth gecallt und auch Michel Abecassis callte vom Big Blind. Der Flop kam mit 6♠2♣9♣, es wurde zu Garcia gecheckt, der All-in pushte für 202.000 in Chips. Abecassis callte recht zügig, Ainsworth foldete und es folgte der Showdown. J♣Q♣ für den Flushdraw lag beim Schweizer und J♦9♦ für Toppair beim Franzosen. Am Turn folgte der J♥, am River die 7♠.
Nachdem Level 20 ohne weitere Eliminierung ablief, folgte in Level 21 (8.000/16.000, Ante: 2.000) als das Feld auf 13 Spieler reduziert war, eine spektakuläre Hand. Ainsworth eröffnete den Pot aus erster Position für 38.000 und aus den Blinds callten Matias und Michel Abecassis. Der Flop brachte K♠T♥9♠ und jede Menge Action. Matias setzte von vorn 60.000, Abecassis callte und Ainsworth pushte für 278.000 All-in. Matias war etwas verwirrt, callte aber und nach ihm ging dann auch Abecassis für insgesamt 428.000 All-in. Matias überlegte kurz, callte erneut und es kam zu Showdown:
Ainsworth K♥K♦
Abecassis Q♥J♥
Matias K♠J♦
Gefloppte Straight für den Franzosen, Ainsworth musste darauf hoffen, dass sich das Board für ihn zum Full House pairt und Matias brauchte eine Queen, um noch zu splitten. Und natürlich kam am Turn kam die Q♣, die auch Matias die Straight gab und am River folgte die bedeutungslose 3♣. Der Ire vom Team PokerStars Pro (13./€13.274) musste seinen Stuhl räumen und seine beiden Gegner teilten den Pot. Der Belgier Pierre Neuville brachte es dann auf den Punkt und sagte in Richtung Matias: "Du bist einfach nicht zu schlagen!"
Und er sollte recht behalten, denn als Santiago Terrazas als Zehnter (€23.426) ausgeschieden war und die letzten neun Spieler am vorläufigen Finaltisch Platz nahmen, lag der Portugiese mit fast drei Millionen in Chips vorn. Lediglich Jeff Sarwer konnte mit fast 2,4 Millionen mithalten, danach folgte ein Loch zu Ryan Franklin auf Rang drei mit 1,2 Millionen. Alle anderen lagen deutlich unter der Millionengrenze.
Gleich in der ersten Hand am letzten Tisch brach dann das Unglück über Claudio Coelho herein. Joao Silva hatte seine 300.000 Chips in Level 22 (10.000/20.000, Ante: 2.000) mit A♣8♠ gepusht, Coelho fand Pocketkings, pushte drüber und das Board brachte J♦3♠A♠6♦9♠. 83.000 Chips waren ihm noch geblieben und die gingen ein paar Hände später mit A♠6♥ in die Mitte. Jeffrey Sarwer isolierte den jungen Portugiesen aus dem Small Blind und floppte mit A♥7♥ den Nutflush: K♥2♥4♥. Turn und River waren Blanks und die Finalisten ermittelt. Coelho verabschiedete sich fair von seinen Mitspielern mit Shakehands, aber natürlich war ihm die Enttäuschung deutlich anzumerken. Sein Trostpflaster hat einen Wert von €23.426.
Die Chipcounts:
Antonio Matias - Portugal - 3.003.000
Jeff Sarwer - Kanada - 1.983.000
Ryan Franklin - USA - PokerStars-Spieler - 1.047.000
Pierre Neuville - Belgien - PokerStars-Qualifikant - 1.027.000
Jan Skampa - Tschechien - 926.000
Joao Silva - Portugal - 780.000
Michel Abecassis - Frankreich - 488.000
Andrei Vlasenko - Russland - 371.000
Die Pay-outs:
1 - € 404.793
2 - € 257.681
3 - € 156.170
4 - € 117.128
5 - € 78.085
6 - € 62.468
7 - € 46.851
8 - € 31.234
9 - Claudio Coelho, Portugal, €23.426
10 - Santiago Terrazas, Spanien, PokerStars-Qualifikant, €23.426
11 - Tome Moreira, Portugal, €17.180
12 - Gino Gabriel, Großbritannien, €17.180
13 - Jude Ainsworth, Irland, Team PokerStars Pro, €13.274
14 - Ruben Visser, Holland, Team PokerStars Pro, €13.274
15 - Aurelien Guiglini, Frankreich, €11.713
16 - Hugo Felix, Portugal, PokerStars-Qualifikant, € 11.713
17 - Javier Garcia, Schweiz, €10.151
18 - Joao Barbosa, Portugal, €10.151
19 - Ricardo Sousa, Portugal, €10.151
20 - Antony Lellouche, Frankreich, €10.151
21 - Guillaume Da Silva, Frankreich, €10.151
22 - Jim Collopy, USA, PokerStars-Qualifikant, €10.151
23 - Matt Johns, USA, PokerStars-Qualifikant, €10.151
24 - Mohamed Razab, Holland, €10.151








