WSOP 2016: Tag 3 bringt Geld und starke Performance der deutschen Spieler

Die erste große Entscheidung beim $10.000 Main Event der World Series of Poker ist gefallen. Am 3. Spieltag platze nach knapp fünf gespielten Levels die Moneybubble, so dass sich 1.011 Pokerspieler über den Einzug in die bezahlten Plätze freuen konnten. 798 von ihnen erreichten letztlich auch das Ende des Spieltages und träumen damit weiter vom wichtigsten Bracelet im Pokerbusiness samt $8 Million Siegprämie.

Für 2.186 Teilnehmer begann der Spieltag mit Level 11 (Blinds: 1.000/2.000/300), und auf dem Weg ins Geld erwischte es viele bekannte Namen wie zum Beispiel Phil Hellmuth, Vorjahressieger Joe McKeehen, Adrian Mateos, David Benyamine, Scott Seiver, Tony Dunst, Brandon Shack-Harris, Michael Mizrachi, Schauspieler Ray Romano sowie Vanessa Selbst, Bertrand ElkY Grospellier und Jake Cody vom Team PokerStars Pro.

Aus deutschsprachiger Sicht mussten unter anderem Ole Schemion, Tobias Reinkemeier, Fabian Quoss, Paul Michaelis, Adrian Apmann und Natalie Hof ihre Träume von einem Deeprun viel zu früh begraben.

Die Moneybubble hatte dann ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen, denn im Gegensatz zu all den anderen Jahren gab es diesmal keine aufgeregt herumlaufenden Spieler, keine schwitzenden Shorties und keine stehenden Dealer, die während der Hand-für-Hand-Phase minutenlang warten mussten, bis alle Tische die aktuelle Hand beendet hatten.

Turnierdirektor Jack Eiffel hatte sich bereits am richtigen Tisch in Position gebracht und fragte über das Mikrofon: „Seid ihr alle bereit für Hand-für-Hand? Gut, aber es tut mir leid, wir werden nicht Hand-für-Hand spielen."

Und das aus gutem Grund. Der Bildschirm zeigte zwar an, dass noch 1.012 Spieler im Turnier sind, doch zu diesen Spielern zählte auch Adam Furgatch, wenige Augenblicke zuvor seinen letzten Big Blind mit Queen-Nine gegen Ace-Seven von George Zisimopoulos verloren hatte.

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Bubbleboy Adam Furgtach nach seinem Ausscheiden

Für den Mann aus Marina del Rey war das Ausscheiden aber keine Katastrophe. Im Gegenteil, er machte einen durchaus zufriedenen Eindruck, was nicht zuletzt daran lag, dass der Bubbleboy beim WSOP Main Event nicht komplett leer aus, sondern das Buy-in für das nächste Jahr geschenkt bekommt. „Es war mehr als wahrscheinlich, dass ich mit meinem Stack sehr bald ausscheide. Aber jetzt mache ich sogar die Erfahrung der Bubbleboy zu sein", sagte Furgatch im Anschluss mit einem Lächeln im Gesicht.

Für die verbliebenen 1.011 Pokerspieler war die erste wichtige Hürde damit genommen, $15.000 Preisgeld sicher, und so folgte in den letzten 90 Minuten des Tages eine regelrechte Bustout-Welle, die unter anderem Scott Clements, Noah Schwartz, Alex Kravchenko, Shannon Shorr, Keven Stammen, Kitty Kuo sowie Philipp Kämpf, Koray Aldemir, David Wünshel, Sascha Pregler und Lorenz Buehler an die Rail spülte.

Wesentlich besser lief es für Kilian Kramer. Der deutsche Profispieler zählte den ganzen Tag über zu den Bigstacks und übernahm kurz vor der Moneybubble durch den Bustout von Martin Staszko (Pokertkings vs Ace-Queen) mit 1,5 Millionen Chips sogar kurzzeitig die Führung.

Bis zum Tagesende musste Kilian zwar noch den Belgier Kenny Hallaert (1.709.000) und die beiden US-Amerikaner Jared Bleznick (1.607.000) und Duy Ho (1.480.000) vorbeiziehen lassen, aber 1.400.000 Chips bedeuten einen hervorragenden 4. Platz im Gesamtklassement.

Einen guten Run erwischten zudem Dietrich Fast (1.089.000), der Österreicher Josip Simunic (1.080.000), Artur Koren (897.000), Christopher Frank (829.000) und Max Altergott (802.000), die allesamt aus den Top 100 in den heutigen 4. Spieltag starten, sowie Christoph Bruell (744.000), Tobias Hausen (724.000), Heidi May aus Österreich (682.000), Markus Prinz (640.000), Mathias Wessel (629.000), Jonas Lauck (626.000), Paul Hoefer (608.000) und Alexander Debus (587.000), die unter den besten 200 Spielern zu finden sind. Über dem Durchschnitt (422.118 Chips) liegen zudem Sacha Walter (533.000), Julian Stuer (528.000) und Pierre Mothes (498.000).

Vom Team PokerStars haben zwei Frauen und drei Männer den Cut geschafft. Für Jennifer Shahade schlagen 573.000 Chips zu Buche, Liv Boeree schloss mit 554.000 Chips ab und Jason Somerville, der als Shortie in den Tag gestartet war, liegt mit 431.000 Chips ebenfalls knapp über dem Durchschnitt. Zu den Bigstacks zählt Marc-Andre Ladouceur, dessen 1.302.000 Chips Rang elf bedeuten, zu den Shortstacks Aditya Agarwal, der heute mit 125.000 Chips auskommen muss.

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Marc-Andre Laduceur

Ganz weit vorn im Chipcount platziert haben sich außerdem bekannte Pros wie Antonio Esfandiari (1.381.000), Shaun Deeb (1.266.000), Eugene Katchalov (1.235.000), Steve O'Dwyer (1.172.000), Tom Marchese (1.135.000) und Antoine Saout (1.111.000).

Weiter geht es heute für die verbliebenen 798 Spieler mit Level 17 (4.000/8.000/1.000), $16.007 Preisgeld sind allen nicht mehr zu nehmen.

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