WSOP 2016: Liv Boeree auf der Überholspur, Kilian Kramer bester Deutscher

Heute Vormittag gegen 10 Uhr deutsche Zeit ist auch Spieltag 2C beim $10.000 Main Event der World Series of Poker 2016 zu ende gegangen, das Feld wurde noch einmal deutlich ausgedünnt und somit wird es ab heute Abend erstmals richtig spannend. Zu den 760 Pokerspielern, die sich bereits gestern für Spieltag 3 qualifiziert hatten, kommen weitere 1.406 dazu, die 1.011 bezahlten Plätze sind also in Reichweite.

Spieltag 2C begann mit 3.252 Spielern und dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass nach fünfeinhalb gespielten Levels auch jede Menge prominente Namen in der Bustout-Liste zu finden sind. Aus deutscher Sicht zählen dazu beispielsweise Team PokerStars Pro George Danzer, Fedor Holz, Marvin Rettenmaier, Rainer Kempe, Marius Pospiech und Natalie Hof.

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Für George ist die WSOP 2016 beendet,
mit einem Bracelet im Gepäck geht es zurück in die Heimat

Von den internationalen Top-Stars mussten die PokerStars-Spieler Daniel Negreanu, Chris Moneymaker, Barry Greenstein, Felipe Ramos, Andre Akkari und Celina Lin ihren Traum von einem Deeprun begraben, gleiches gilt für Phil Ivey, Allen Cunningham, John Juanda, Dan Smith, Scotty Nguyen, Erik Seidel, Jeff Madsen, Joe Hachem, Martin Jacbson und Joe Cada.

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Alles Daumen drücken der Railbirds half nicht:
Auch Daniel Negreanu (Seat 3) ist ausgeschieden

Für das Team PokerStars war es insgesamt also ein schwacher Tag, lediglich Liv Boeree und Jake Cody schafften den Cut, wobei die Ausgangspositionen für heute Abend kaum unterschiedlicher sein könnten. Während Boeree in der Schlussphase noch einmal deutlich zu legen konnte und letztlich mit sehr guten 364.400 Chips abschloss, nimmt Cody gerade einmal 22.000 (11 Big Blinds) mit in den 3. Spieltag.

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Liv Boeree hat sich eine gute Ausgangsposition für Tag 3 verschafft

Aus deutscher Sicht wussten da schon deutlich mehr Spieler zu überzeugen, allen voran Kilian Kramer. Kilian überbot mit 513.800 Chips sogar die Vorgabe von Jonas Lauck, der an Tag 2AB 510.000 Chips erspielt hatte, und ist damit bester deutschsprachiger Spieler. Neben Kilian dürfen sich auch die folgenden Spieler große Hoffnungen auf einen langen Main Event machen:

Kilian Kramer - 513.800
Ole Schemion - 438.500
Artur Koren - 271.300
Pierre Mothes - 259.000
Paul Hoefer - 243.200
Koray Aldemir - 222.400
Mathias Wessel - 220.200
Josip Simunic - 204.800
Julian Stuer - 200.100
Robert Gill - 184.100
Jan-Eric Schwippert - 153.300
Philipp Kämpf - 152.000
Christopher Frank - 137.800
Paul Michaelis - 134.700

Und nicht vergessen dürfen wir Moritz Dietrich (92.600), Pascal Hartmann (71.100), Frank Werder (69.500) sowie Martin Schleich (40.500), die zwar mit deutlich weniger Chips auskommen müssen, auf der anderen Seite aber auch genügend Erfahrung haben, um die für sie perfekten Spots zu finden.

Zum Abschluss der Blick auf die Spitze des Feldes. Der Brasilianer Gustavo Lopes sammelte mit 630.700 die meisten Chips an Spieltag 2C, im Gesamtklassement bedeutet das Rang zwei hinter Valentin Vornicu, der ja gestern sensationelle 838.600 Chips eintütete.

Richtig gut lief es zudem für den Italiener Raffaele Castro (587.000), Rafael Moraes (571.900/ebenfalls Brasilien), EPT-Regular Albert Daher (570.200) aus dem Libanon sowie Michael The Grinder Mizrachi (549.400), der 2010 zu den November Nine zählte und Fünfter wurde.

Weiter geht es heute für die verbliebenen 2.166 Spieler im 11. Level mit Blinds 1.000/2.000/300. Erneut sind fünfeinhalb Levels angesetzt und die sollten ausreichen, um die Moneybubble zum Platzen zu bringen.

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