WSOP 2016: Aus der Traum! Jonas Lauck wird als 37. bester Deutscher beim Main Event

Aus und vorbei! Der 6. Spieltag beim $10.000 Main Event der World Series of Poker 2016 ist im Kasten, und erstmals seit 2010 hat kein deutschsprachiger Pokerspieler den Sprung unter die letzten 27 Spieler geschafft.

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80 Spieler kehrten gestern Abend an die Pokertische im Amazon Room zurück, darunter die Deutschen Paul Hoefer, Jonas Lauck, Dietrich Fast und Nicolas Fischer sowie der Österreicher Matthias Habernig.

Für Nicolas war allein das Erreichen von Spieltag 6 der mit Abstand größte Erfolg in seiner bisherigen Karriere, denn damit waren $80.721 Preisgeld sicher eingefahren. Zwar cashte der Deutsche zuvor bereits viermal bei WSOP-Events, der höchste Cash lag allerdings bei übersichtlichen $8.568. Beim Main Event 2016 wurde es gestern am Ende Rang 65 für beachtliche $96.787 Preisgeld.

Exakt dieser Betrag ging auch an Matthias, der einen Rang besser auf Platz 64 abschloss. Für den Österreicher war es der höchste Cash seit dem Gewinn der LAPT Florianapolis im Jahr 2010, der ihm damals $247.491 einbrachte.

Eine Preisstufe später erwischte es auch Dietrich Fast, der 2015 sein erstes Bracelet bei der WSOP Europe in Berlin gewann und in diesem Jahr in Los Angeles den WPT-Titel für über $1 Million nachlegte. Dietrich brachte seine 2,6 Millionen Chips mit A♥A♥ vor dem Flop gegen K♣K♥ von Cliff Josephy sehr gut im Pot unter. Doch der US-Amerikaner traf den K♦ zum Set, so dass sich Dietrich mit Rang 55 für $116.963 zufrieden geben musste.

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Dietrich Fast

Paul Hoefer, Bracelet-Gewinner beim $1.111 Little One for One-Drop 2015, nahm noch zwei weitere Preisstufen mit, kam über die Rolle des Shoties aber nicht hinaus und belegte Rang 43 für $174.826 Preisgeld.

Damit ruhten die Hoffnungen aus deutscher Sicht allein auf Jonas Lauck, der 2014 und 2015 je einen Finaltisch bei der WSOP erreichte. Jonas hatte sich durch den Bustout von Chang Lou (44. Platz) mit 8,2 Millionen Chips (zu diesem Zeitpunkt 68 Big Blinds) gerade wieder in eine gute Position gebracht, verlor einen Level später (Blinds 80.000/160.000/20.000) aber mit A♠A♦ vs. A♣K♠ auf Q♠T♦3♦J♥9♠ gegen die Straight von Gordon Vayo. Nach dieser Hand blieben Jonas nur noch 6 Big Blinds und wenig später fiel der letzte Vorhang auf Rang 37 für $174.826 Preisgeld.

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Jonas Lauck

Ebenfalls auf der Strecke geblieben sind gestern Per Linde (68.), Tom Middleton (56.), Anthony Gregg (50.), Chris Klodnicki (45.), Max Silver (33.), Dan Colman und Paul Volpe (29.).

Die Führung im Chipcount hat sich der Tscheche Vojtech Ruzicka erspielt, der mit 26.415.000 Chips knapp vor Michael Ruane (24.565.000) und Cliff Josephy (23.860.000) liegt. In den den Top Ten sind zudem James Obst (19.560.000), Kenny Hallaert (15.465.000) und Tom Marchese (15.420.000) zu finden, während die von der European Poker Tour bekannten Pros Griffin Benger (6.530.000), William Kassouf (6.095.000), Antoine Saout (5.525.000) und Jeffrey Hakim (4.375.000) zu den Shorties zählen.

Der Kampf um die neun Plätze am Finaltisch beginnt heute bei Blinds 100.000/200.000/30.000. Ist dieses Zwischenziel erreicht, steht eine mehrmonatige Pause an, ehe vom 30. Oktober bis zum 1. November der neue Weltmeister ermittelt wird.

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