WSOP 2016: 250 Spieler erreichen Spieltag 5, Christopher Frank bester Deutscher

In der vergangenen Nacht wurde noch einmal kräftig ausgesiebt beim $10.000 Main Event der World Series of Poker 2016. Knapp 800 Pokerspieler waren gestern zum 4. Spieltag in die heiligen Hallen des Rio All-Suite Hotel & Casino zurückgekehrt, und nach fünfeinhalb gespielten Levels wird heute die heiligste aller Hallen im Pokerzirkus, der Amazon Room, ausreichen, um den letzten 250 Spielern Platz zu bieten.

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Es sind die Tage nach dem Platzen der Moneybubble, die den Adrenalinspiegel der Pokerspieler auf einem konstant hohen Level halten. Die erste wichtige Hürde ist genommen, doch ab sofort zählt nur noch Tag für Tag überstehen und den Finaltisch erreichen. Der Traum lebt!

Doch Träume lösen sich speziell beim Poker oft auf brutale Weise in Luft auf. Das erlebte am 4. Spieltag nicht nur Team PokerStars Pro Liv Boeree. Die Engländerin verfügte zu Beginn des Tages über 92 Big Blinds, verlor innerhalb der ersten beiden Stunden aber zwei große Hände mit Pocketaces gegen 8♦7♦ und Ace-Queen gegen Ace-King, so dass sie sich plötzlich mit 26.000 Chips (Blinds 4.000/8.000/1.000) in einer nahezu aussichtslosen Situation befand.

Sie schaffte dann sogar noch ein kleines Comeback, spinte ihren Stack zurück auf 260.000, doch letztlich lief sie mit Poketsixes gegen Pocketaces und verabschiedete sich auf Rang 528 für $22.648 Preisgeld.

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Liv Boeree

Auch Jason Somerville (320./32.130) und Aditya Agarwal (621./$18.714) überstanden den Tag nicht, und somit ruhen die Hoffnungen beim Team PokerStars auf Marc-Andre Ladouceur (1.245.000 Chips) und Jennifer Shahade (976.000).

Und auch aus deutschsprachiger Sicht lief es nicht wirklich nach Wunsch. Kilian Kramer musste sich kurz vor dem Ende des Tages mit Rang 263 und $36.708 Preisgeld begnügen. Zuvor waren bereits Tobias Hausen (270./$36.708), Artur Koren (385./$28.356), Alexander Dietrich (386./$28.356), Pierre Mothes (389./$28.356), Markus Prinz (405./$28.356), Konstantin Bücherl (490./$22.648), Peter Siemund (493./$22.648) ausgeschieden.

Im Rennen bleiben dagegen Christopher Frank, der mit 2.437.000 Chips im Klassement auf Rang 23 liegt, Nicolas Fischer (42./1.998.000), Dietrich Fast (109./1.344.000), Mathias Wessel (122./1.226.000), Max Altergott (154./997.000), Jonas Lauck (163./936.000), Paul Hoefer (166./909.000), Robin William (195./695.000), Alexander Debus (204./632.000), Julian Stuer (207./602.000), Benjamin Ridgway (223./483.000), Sebastian Dornbracht (234./407.000) und Josip Simunic (236./397.000).

Ganz vorn im Chipcount haben sich mit Bryan Piccioli (4.026.000), Dan Colman (3.711.000) und Thomas Miller (3.684.000) aber drei US-Amerikaner platziert, ehe der Franzose Pierre Merlin (3.396.000) als bester Europäer auf Platz vier folgt. Eine sehr starke Ausgangsposition haben sich zudem Melanie Weisner (9./3.078.000), EPT-Champion Tom Middleton (10./3.025.000) und James Obst (11./3.003.000) erspielt.

Weiter geht es heute Abend mit Level 22 (12.000/24.000/4.000), $36.708 sind den verbliebenen 250 Teilnehmern sicher.

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