WSOP - Main Event: Das Teilnehmerfeld für Tag 3 steht

Satte 2.924 Pokerspieler enterten das Rio-Casino von Las Vegas, um Tag 2B der $10.000 World Championship No-Limit Hold'em im Rahmen der 40. World Series of Poker in Angriff zu nehmen. Damit waren nicht nur die Räume Amazon, Brasilia und Miranda bis auf den letzten Platz gefüllt, es mussten sogar weitere Tisch kurz vor dem eigentlichen Casinosaal genutzt werden. Wie an Tag 2A wurde auch diesmal kräftig ausgesiebt, sodass am Ende des Tages nicht einmal die Hälfte der Spieler Tag 3 erreichen konnte.


Sebastian Ruthenberg

Mit PokerStars-Team-Pro-Germany-Mitglied Sebastian Ruthenberg und den PokerStars-Qualifikanten Thomas Boekhoff, Alexander Turyansky, Daniel Walter sowie Konstantinos Dragotinlis schieden einige deutschsprachige Spieler sehr früh aus. Im Laufe des Tages folgten ihnen auch Malte Strothmann, Daniel Finck, Frank Mützel, Ahmet Wuschner, Manfred Wahlers, Georg Geissler und der deutschen PokerStars-Pro Florian Langmann an die Rails. Konstantin Bücherl hatte seinen Stack eine halbe Stunde vor Tagesende gerade erst wieder auf 90.000 ausgebaut, nachdem er einen Coinflip um 40.000 Chips mit :Kx:Tx gegen :8x:8x für sich entscheiden konnte (Flop: :Kx). Doch fünf Minuten später konnte ich nur noch beobachten, wie er seine Sachen packte und den Turniersaal verließ.

Die Fahnen für das deutsche PokerStars-Team werden an Tag 3 nur Benjamin Kang und Johannes Steindl hochhalten. Ben gewann einen entscheidenden Pot. Nach einem Raise und einem Call zahlte auch Ben vom Button, doch hinter ihm stellte der Spieler vom Big Blind seine restlichen 22.000 in die Mitte. Es folgte ein Fold vom ersten Raiser, der zweite Spieler callte und auch Ben blieb dabei. Der Flop mit :Ad:Ts:Jh wurde gecheckt, aber nach dem :Ah am Turn spielte Ben 15.000 an. Sein verbliebener Gegner callte, die :5h am River wurde gecheckt und es folgte der Showdown. Ben drehte :Th:Td zum Full House um, der All-in-Spieler im Small Blind zeigte :Qd:Qc und der dritte im Bunde :Kd:Ks. 175.000 Chips standen danach zu Buche.


Ben Kang

Johannes Steindl hielt zuletzt 42.000. Er gab, nach reichlich Preflop-Action, noch einiges an Chips ab. Johannes eröffnete das Spiel mit 2.500 und wurde auf 6.600 geraist. Nach ein wenig Bedenkzeit erhöhte der Österreicher noch einmal auf insgesamt 16.600. Sein Gegenspieler fällte seine Entscheidung etwas zügiger und annoncierte ein weiteres Raise auf 48.100. Johannes schien es schwer zu fallen, aber er trennte sich von seinen Holecards.

Im letzten Level verließ Ben dann ziemlich angesäuert den Amazon Room. Nein, er war nicht ausgeschieden, aber die Spielweise seines Gegners in folgender Hand machte ihn ziemlich wütend. Das fing schon an, als der Spieler das Raise (2.500) von Ben (mittlere Position) vom Small Blind auf 5.000 erhöhte. Kopfschüttelnd zahlte Ben nach und der Flop brachte :6x:2x:Kx. Diesmal setzte der Small Blind 5.000 in den 12.000er-Pot, Ben callte und nach weiteren kleinen Bets am Turn (:2x) und am River (:Tx) für jeweils 10.000, die Ben allesamt callte, zeigte sein Kontrahent Asse. Ben muckte, stand von seinem Stuhl auf und machte sich schnurstracks auf den Weg in die Raucherecke. Da wird es wohl eine Vorgeschichte gegeben haben. Letztlich tütete er aber 149.000 Chips ein und wird damit an Tag 3 gut arbeiten können.

Mathias Kürschner schloss mit 85.000 Chips ab und dürfte damit nur knapp unter Average liegen. „Ich bin zufrieden, weil ich überhaupt keine Karten bekommen hatte. Einmal waren Pocketqueens dabei", so der Unternehmer aus Düsseldorf, der gleich drei Pakete für den Main Event bei PokerStars gewinnen konnte. Einmal hielt er aber auch Asse und die waren entscheidend für seinen Stack, denn damit konnte er gegen Pockettens verdoppeln. Das Board zeigte :Kh:4s:2s:7d, als Mathias all-in ging und bezahlt wurde. Am River tauchte sogar noch das :As auf.


Mathias Kürschner

Auch Julius Malzanini und Frank Schneider müssten es geschafft haben, allerdings sehr short. Beide hielten lange Zeit unter 20.000, zu wenig um ein Play zu machen. „Das ist echt dumm, eigentlich habe ich keinen Bock, mit so einem Stack in Tag drei zu gehen. Aber ich kann damit aus früher oder mittlerer Position auch keine Hände wie Queen-Jack spielen", haderte Julius kurz vor dem Ende. Franz Fischer, der PokerStars-Qualifikant, der in Level 1 an Tag 1A nur noch 750 Chips gehalten hatte, hat 80.000 akkumuliert. Mit diesem Stack ist an Tag 3 noch alles drin.

Geschafft haben es außerdem Nasr El Nasr (140.000), Daniel Drescher (73.000), Cort Kibler-Melby (81.000), Michael Durrer (28.000) und Andy Altmeyer, der es auf gute 235.000 Chips bringt. Mit den 611 Spielern von Tag 2A werden ca. 2.000 am Freitag den dritten Turniertag in Angriff nehmen. Die Blinds beginnen dann in Level zehn bei 600/1.200 (Ante: 200). Die offiziellen Chipcounts folgen im Laufe des Tages und da tauchen sicherlich noch weitere deutschsprachige Spieler auf.

Weitere Infos findet ihr im PokerStarsblog.com.
 

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