PokerStars-Spieler gewinnen 6 Millionen

Die drei PokerStars-Qualifikaten haben zusammen fast sechs Millionen Dollar am Finaltisch des Mainevents der WSOP 2006 abgeräumt. Doug Kim hat aus $650 für ein Qualifikationsturnier $2.391.520 für den siebten Platz gemacht, Erik Frieberg aus $160 für ein double shootout $1.900.000 auf dem 8. Platz und Dan Nassif immerhin noch $1.500.000 für den 9. Platz (auch aus $160 für ein double shootout).

Hört sich doch Klasse an - allerdings könnte man auch sagen, Platz 7, 8 und 9 (von 9 am Finaltisch), echt blöd gelaufen. Da wär mehr drin gewesen.

 

Was ist passiert? Dan Nassif, 33 aus St. Louis, musste zunächst mal seinen Boss anrufen um um einige Tage Urlaubsverlängerung zu bitten (er hat also anscheinend keine Pläne seinen Job hinzuschmeissen). Er kam schon als "short stack" (also als Spieler mit sehr wenig Chips im Vergleich zu den Blinds bzw. den anderen Mitspielern). Er konnte also nur einige wenige Hände spielen bevor er die Entscheidung suchen musste. MIt nur so wenig Chips sieht dann eine Karte wie Ass und König, "AK", besonders gut aus. Er geht also All-in und befindet sich mit Jamie Gold alleine in der Hand, der zwei Zweien hat. Zu allem Überfluss floppt Jamie auch noch eine weitere zwei und der Finaltisch für Dan ist erledigt.

Erik Friberg, 23 aus Stockholm/Schweden, kam in 4. Chipposition an den Finaltisch. Auch er rannte gegen den scheinbar unüberwindlichen Jamie Gold. Erik hatte zwei Buben und suchte nach eigenen Worten nur nach dem richtigen Weg all sein Geld in Pot zu bekommen. Er zahlte also vor dem Flop nur den Mindesteinsatz in Höhe des Big Blind und war sich sicher, dass Jamie Gold erhöhen würde weil dieser so viele Chips hat und so aggresiv spielt. Damit behielt er auch Recht, Jamie erhöhte. Erik erhöhte nun seinerseits für all seine Chips hatte aber das Pech das Jamie Gold diesmal tatsächlich eine ordentliche Hand hatte, nämlich ein paar Damen. Keine Rettung in den offenen Karten und Erik ist ebenfalls raus. In der anschliessenden PRessekonferenz zeigte er sich sehr kritisch seinem eigenen Spiel gegenüber und sagte das er schlecht gespielt habe und von sich sehr enttäuscht sei. Auf die Frage was er mit all dem Geld machen wolle antwortete er "Gamble it!" ...

Doug Kim aus New York kam in 6. Position in den Finaltisch mit 6.77 Mio. in Chips. Der Mainevent dieser WSOP war sein allererstes Live-Turnier überhaupt. Doug schied ziemlich bald nach Erik Friberg aus als er mit 99 in der Hand all seine Chips einsetzte auf einem 443 flop, leider hatte sein Gegner ein paar Damen! Keine Rettung für Doug auf dem Turn oder River, Turnier für ihn zuende.

Man schaue sich diese Bild an (Doug Kim mit Chris Biggler von PokerStars), direkt nach Doug's ausscheiden. So sieht man aus wenn man gerade fast 2.5 Millionen Dollar gewonnen hat... Poker ist schon komisch manchmal. 

Das waren lange sechs Wochen für alle PokerStars-Spieler und das PokerStars-Team. Die Ergbnisse können sich wirklich sehr sehen lassen, PokerStars-Spieler haben allein vor dem Mainevent bereits über 8 Millionen Dollar Preisgelder abgeräumt, jetzt kommt nochmal einiges dazu (mehr dazu in einem späteren Beitrag).

Ich werde später hier über den Gewinner berichten. Genau jetzt sind noch 3 Spieler im Turnier, Jamie Gold ist deutlicher CHipleader mit 57 Mio. gegenüber Paul Wasicka mit 16.5 Mio und Michael Binger mit 14 Mio. Allen Cunningham ist ausgeschieden, in 4. Position. Dafür gabs trotzdem noch die "Kleinigkeit" von $3.628.513. Damit hat Allen jetzt über 8 Million Dollar alleine bei Turnieren in seiner Karriere gewonnen (hier spricht der blanke Neid).

Ich denke wir können uns langsam auf einen Weltmeister 2006 namens Jamie Gold einrichten, bei dem Chipvorsprung, dem Lauf und dem Nachnamen, was soll da noch passieren?

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