WSOP 2017: Noch 297 Spieler! Randy Lew letzter Team Pro, Robin Hegele bester Deutscher

Das Feld beim $10.000 Main Event der World Series of Poker ist am vierten Spieltag deutlich übersichtlicher geworden. Nach der späten Bubble-Phase am Tag zuvor, kehrten gestern 1.084 Pokerspieler mit dem sicheren Mincash und einem großen Traum zurück ins ins Rio Hotel & Casino. Die folgenden fünfeinhalb Levels sorgten allerdings dafür, dass dieser Traum für fast drei Viertel des Feldes platzte.

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Liv Boeree und André Akkari begannen den Tag zusammen an Tisch 25

Auch das Team PokerStars wurde ordentlich durchgeschüttelt. Barry Greenstein war super-short in den Spieltag gestartet, schaffte die Wende nicht und belegte am Ende Rang 1.012 für $15.000 Preisgeld. Der Brasilianer André Akkari musste sich auf Platz 409 für $31.170 aus dem Main Event verabschieden.

Wenige Minuten vor dem Ende des Tages erwischte es Liv Boeree auf Rang 314 und in der allerletzten Hand auch noch Felipe Ramos auf Rang 299. Beide mussten sich mit $35.267 Preisgeld zufrieden geben.

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Felipe Ramos erwischte es in der letzten Hand per Bad Beat

Boeree open-pushte short-stacked mit J♠K♥, lief gegen A♦K♦ von Frank Crivello und verfehlte das Board komplett. Ramos dagegen bekam sein Chips mit Q♦Q♠ gegen 9♣9♥ von Joey Michael sehr gut in die Mitte, doch der Flop brachte eine Neun zum Set für Michael, das auch nach der Rivercard gut war.

Somit ist Randy nanonoko Lew 'Last Member Standing' vom Team PokerStars. Der Online-Grinder hatte das nötige Glück auf seiner Seite, als er mit Pocketjacks gegen Pocketaces All-in war ...

Dass Lew nach einem Höchststand von 1,7 Millionen letztlich 'nur' 1.055.000 Chips eintüten durfte trübte die gute Laune nicht. „Ich habe es euch gesagt. Ich bin hier bis zum Ende", grinste der US-Amerikaner, nachdem er wusste, dass er als letzter Spieler das Red Spade vertritt.

Von den 29 deutschsprachigen Spielern mussten 20 ihren Traum vom Weltmeister-Titel und $8,15 Millionen begraben, darunter Ismael Bojang (304./$35.267), Stefan Huber (357./$27.743), Marvin Rettenmaier (420./$27.743), Christoph Vogelsang (444./$27.743), Mario Basler (789./$17.243), Artur Koren (794./$17.243) und Alex Debus (811./$17.243).

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Christoph Vogelsang

Gut lief es dagegen für Robin Hegele, der mit 2.550.000 Chips von Rang 20 in den nächsten Spieltag gehen wird. Auch Martin Finger (1.658.000), Joachim Hein (1.505.000), Dominik Nitsche (1.404.000), Johannes Becker (1.401.000), Florian Lohnert (1.350.000), Robert Schulz (1.180.000) sowie Sönke Jahn (1.020.000) sind bei Blinds 10.000/20.000/3.000 gut aufgestellt, während Oliver Wulf mit 487.000 unter Druck steht.

Die Führung hat sich Damian Salas erspielt, der Argentinier bringt es auf 4.678.000 bzw. 234 Big Blinds. Ihm auf den Fersen sind der Franzose Sebastian Comel (4.198.000) und Vorjahresfinalist Kenny Haellert (4.145.000) aus Belgien.

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Damian Salas

Die zahlenmäßige Dominanz der US-Spieler macht sich dagegen noch nicht bemerkbar. Gerade einmal vier sind in den Top 20 zu finden, am besten sieht es bei Eyal Maaravi (20./3.030.000) und Ben Lamb (2.746.000) aus. Letztgenannter zählte 2011, beim Sieg von Pius Heinz, zu den November Nine und wurde Dritter.

Insgesamt sind sogar fünf November Niner noch im Turnier. Michael Ruane (1.564.000) saß im Vorjahr zusammen mit Haellert am Finaltisch, der Franzose Antoine Saout (2.318.000) schaffte es 2009 und Eoghan O'Dea (1.467.000) aus Irland ebenfalls 2011.

Weiter geht es heute Abend um 20 Uhr MEZ (11 Uhr Ortszeit) also mit den letzten 297 Spielern, auf die bis zu sechs zweistündige Levels warten. Die kompletten Chipstände und viele interessante Stories rund um den Main Event findet ihr dann im PokerStarsblog.com.

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