WSOP 2017: 'In The Money' beim Main Event

Das erste große Zwischenziel beim $10.000 Main Event der World Series of Poker 2017 ist erreicht! Nach rund 14 Stunden Spielzeit endete der dritte Spieltag mit dem Erreichen der 1.084 bezahlten Plätze.

Von den ehemals 7.221 Teilnehmern kehrten gestern 2.572 zurück an die Tische im Rio Casino & Hotel. Laut Spielplan waren fünf weitere Levels (11 bis 15) angesetzt, doch Turnierdirektor Jack Effel äußerte bereits vor Spielbeginn die Absicht, den Tag erst mit dem Platzen der Moneybubble zu beenden. Im Vorjahr reichte die geplanten Spielzeit aus. In diesem Jahr dagegen war man nach Level 15 noch 18 Bustouts vom Geld entfernt, sodass kurz nach Mitternacht nahtlos Level 16 folgte.

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Doch die Nerven der Spieler wurden nicht mehr allzu lange strapaziert. Nach weiteren 30 Minuten Spielzeit war das Feld auf 1.086 reduziert, und im folgenden Hand-für-Hand-Modus sorgte gleich die erste Hand für die Entscheidung.

An vier Tischen gab es All-ins. Die ersten zwei endeten mit Double-Ups für Tex Barch und Jason Funke. Doch die All-ins drei und vier endeten mit den Bustouts von Roger Campbell und Quan Zhou. Letztgenannter spielte auf T♦J♣T♥7♥K♥ mit A♦9♦ einen großen Bluff gegen den Belgier Davidi Kitai, der mit K♠K♦ zum Full House einen ganz leichten Call hatte.

Da es gleich zwei Spieler erwischt hatte, stand eine Entscheidung aber noch aus: Wer belegt Platz 1.085 und bekommt als offizieller Bubbleboy das $10.000 Buy-in für den Main Event 2018? Die Frage beantwortete eine Hold'em-Hand. Beide Spieler bekamen zwei Holecards gedealt, gefolgt von einem Bord mit fünf Karten, dass letztlich Zhang das Buy-in sicherte.

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Zhang (li.) gewinnt den Flip gegen Campbell und holt das Buy-in für 2018

Damit wäre die Moneybubble komplett, aber es gibt natürlich noch viel mehr von Spieltag drei zu berichten.

Das Team PokerStars zum Beispiel startete mit neun Spielern und Spielerinnen in den Spieltag. Fatima Moreira de Melo, Aditya Agarwal, Jason Mercier und Jake Cody mussten bereits vor der Dinnerbreak ihre Plätze wieder räumen.

Liv Boeree schloss den Tag mit 384.000 Chips (64 Big Blinds) vor Teamkollege Felipe Ramos (351.000) ab. Auch André Akkari (276.000) und Randy nanonoko Lew (236.000) haben noch Spielraum für Tag 4. Im Gegensatz zu Barry Greenstein. Der Altmeister sicherte sich zwar den ersten Cash beim Main Event seit 2003, benötigt bei nur 28.000 Chips aber ein kleines Wunder für den Deeprun.

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Liv Boeree

Aus deutschsprachiger Sicht sammelte der Schweizer Stefan Huber als 55. mit 885.000 die meisten Chips ein, knapp dahinter folgen Dominik Nitsche auf Rang 71 mit 829.000 und Johannes Becker mit 750.000 auf Rang 100. Mit gut bis sehr gut spielbaren Stacks sind zudem Robert Schulz (644.000), Christoph Vogelsang (620.000), Harald Sammer (577.000), Marvin Rettenmaier (517.000), Gregor Waltermann (503.000), Martin Finger (251.000) und Alex Debus (225.000) ausgestattet. Unter Druck stehen dagegen Ismael Bojang (87.000), Dren Ukella (72.400) und Mario Basler (72.000).

Und ganz vorn im Chipcount? Die Spitzenposition hat sich der US-Amerikaner Patrick Lavecchia erspielt, allerdings liegt er mit 1.552.000 nur hauchdünn vor Pawel Brzeski (1.529.000), Antoine Saout (1.529.000) und Jeremiah Fitzpatrick (1.523.000). Insgesamt haben 34 Spieler die Marke von einer Million Chips geknackt, darunter Tag 2-Chipleader Artan Dedusha (1.288.000) aus London sowie Kenny Hallaert (1.258.000) aus Belgien, der den Main Event 2016 auf Platz sechs abgeschlossen hat, und Landsmann und Triple Crown-Gewinner Davidi Kitai (1.116.000).

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Patrick Lavecchia

Weiter geht es heute Abend um 20 Uhr MEZ (11 Uhr Ortszeit) im bereits angebrochenen 16. Level (3.000/6.000/1.000). Die kompletten Chipstände sowie Stories rund um den Main Event findet ihr wie gewohnt im PokerStarsblog.com.

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