WSOP 2017: Elior Sion holt die Players Championship, Negreanu wird Fünfter

Es hat nicht sollen sein! Trotz Führung vor dem Finale musste sich Team PokerStars Pro Daniel Negreanu bei der $50.000 Poker Players Championship am Ende mit Rang fünf begnügen und verpasste somit erneut sein siebtes WSOP-Bracelet. Den Sieg und knapp $1,4 Millionen Prämie schnappte sich der Brite Elior Sion, der in einem dramatischen Heads-up gegen Johannes Becker aus Deutschland die Oberhand behielt. Der Österreicher Ivo Donev landete auf Platz vier.

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Der Final Table der Poker Players Championship

Nach etwas über einer halben Stunde Spielzeit verabschiedete sich zunächst Shortstack Paul Volpe ($220.111), der beim 2-7 Triple Draw die entscheidende Hand gegen Sion verlor. Negreanu hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein Drittel seines Stacks eingebüßt, fiel im zweiten Level des Tages sogar unter die Marke von zwei Millionen Chips und war wenig später in der PL Omaha-Runde All-in.

Isaac Haxton hatte den Pot eröffnet, Ivo Donev (Button) und Negreanu (Big Blind) callten, der Flop ging auf mit 8♣6♠4♣. Negreanu spielte an, Haxton foldete, aber Donev raiste und Negreanu callte daraufhin für 1,65 Millionen Chips mit J♣T♦9♣4♦ für den Flushdraw plus Gutshot All-in. Donev drehte A♦A♣K♣3♦ um, lag mit dem Overpair und dem Nutflushdraw klar vorn und die 2♣ am Turn sorgte prompt für die Entscheidung.

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Daniel Negreanu

Somit stand für Negreanu ein guter, letztlich aber enttäuschender 5. Platz für $300.852 Preisgeld zu Buche. Und dass er trotz seines vierten Finaltisches und insgesamt zehn Cashes auch im Kampf um den Titel WSOP Player of the Year chancenlos ist sorgte für zusätzlichen Frust:

Wie die Gefühlswelt bei Ivo Donev aussah, ist nicht überliefert. Vor dem Event wäre der Chessmaster aus Österreich mit Rang vier für $419.337 sicherlich nicht unzufrieden gewesen. Da die letzte Hand im NL Hold'em dann aber mit K♣K♥ gegen 5♥5♣ von Isaac Haxton durch eine 5♦ am River verloren ging, dürfte auch bei Donev der Frustfaktor hoch gewesen sein.

Isaac Haxton übernahm damit erneut die Führung, ehe wenig später ein Cooler den Absturz einläutete. Nach einer 4-Bet vor dem Flop, spielte Haxton auf 9♠8♥7♥ an, callte das Check-Raise All-in von Johannes Becker und lag mit K♥K♠ vs. A♥A♣ hinten. Turn und River änderten nichts, Becker verdoppelte auf 18,2 Millionen, während Haxton short war und wenig später beim Seven Card Stud gegen Elior Sion auf Rang drei für $595.812 ausschied.

Becker dagegen führte Heads-up gegen Sion deutlich mit 3 zu 1 nach Chips. Doch der Brite gab sich nicht geschlagen und es entwickelte sich ein gut siebenstündiger Schlagabtausch, bei dem die Führung mehrfach wechselte.

Am Ende musste sich Becker an seinem 27. Geburtstag mit Rang zwei und $862.649 Preisgeld zufrieden geben. Shortstacked war der Kölner beim Omaha Hi-Lo auf 7♠5♠5♦9♠ mit Q♠6♠6♥2♠ für Flushdraw und Lowdraw All-in, Sion zeigte Q♦J♠7♣5♥ für das gefloppte Full House und machte daraus durch die 5♣ am River sogar noch Quads, während Becker seine Outs zur Lowhand verpasste.

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