WSOP 2017: Blumstein führt vor dem Finale, schwarzer Tag für Hegele und Löhnert

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Die neun Finalisten beim WSOP Main Event 2017 (von links): John Hesp, Scott Blumstein, Antoine Saout, Benjamin Pollak, Jack Sinclair, Damian Salas, Ben Lamb, Bryan Piccioli, Dan Ott

Die Finalisten beim diesjährigen $10.000 Main Event der World Series of Poker 2017 stehen fest! Neun Pokerspieler aus vier Nationen werden vom 20. bis 22. Juli im Rio Hotel & Casino um den Weltmeistertitel und $8,15 Million Siegprämie spielen. Die deutsche Flagge wird dann leider nicht vertreten sein, denn für Robin Hegele und Florian Löhnert war am siebten Spieltag nichts zu holen.

Der Auftritt von Hegele am Feature Table dauerte sogar nur elf Hände. Der Deutsche hatte bereits ein Drittel seines Stacks eingebüßt, spielte dann die 3-Bet gegen Jack Sinclair und callte wenig später mit Q♥Q♣ zum All-in. Im Showdown lag er gegen A♥T♣ vom Briten vorn, der Flop kam gut mit J♠6♣6♦, doch das A♣ am Turn wendete das Blatt. Der J♣ am River besiegelte den Bustout von Hegele auf Rang 27 für $263.532 Preisgeld.

Auch bei Löhnert passte wenig zusammen, sodass er letztlich seine letzten 15 Big Blinds vom Hi-Jack mit 6♦6♥ open-pushte und gegen 9♥9♦ von Christian Pham (Cut-off) lief. Das Board fiel 7♥J♦A♣4♠A♦ und Löhnert musste mit Rang 24 und ebenfalls $263.532 Preisgeld zufrieden sein.

Bis zur Dinnerbreak mussten auch Marcel Luske (23.), Randy Pisane (20.), Pham (19.) und Valentin Messina (15.) ihre Plätze räumen, während Sinclair die letzten 14 Spieler mit satten 62,4 Millionen vor seinem Landsmann John Hesp (38,35 Millionen) anführte. Von den drei Spielern, die bereits einen Main Event Final Table gespielt hatten, lagen Antoine Saout (26,8 Millionen) und Ben Lamb (27,65 Millionen) auf Kurs, Vorjahresfinalist Michael Ruane dagegen musste mit 11,6 Millionen (23 Big Blinds) auskommen.

John Hesp übernahm danach die Führung und eliminierte mit einem Flush gegen Twopair auch den Portugiesen Pedro Oliveira auf Rang elf ($675.000). Ein Spieler musste damit noch gehen, und während Ruane wieder aufgebaut hatte, war Lamb in Level 37 (400K/800K/100K) mit 20 Big Blinds der Shortie.

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John Hesp

Letztlich sorgte ein Cooler für die Vorentscheidung. Ruane open-pushte seine 17,3 Millionen Chips mit A♥K♦, Bryan Piccioli callte am Button mit T♣T♠ und behielt auf J♥7♦5♦6♣7♥ die Oberhand. Der Italiener verdoppelte somit auf 34 Millionen, Ruane blieben zweieinhalb Big Blinds.

Zwei Hände später stellte Ruane aus mittlerer Position mit A♣6♣ All-in, Damian Salas pushte mit J♠J♦ drüber und das letzte Board des Abends fiel T♥7♣3♠9♥Q♠. Nach Rang vier im Vorjahr für $2.567.003, ist es diesmal also Rang zehn für $825.001 geworden.

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Der Traum vom back-to-back Finaltisch ist für Michael Ruane geplatzt

Als Führender wird übermorgen Scott Blumstein zum Finale zurückkehren. Der US-Amerikaner baute seinen Stack in der Schlussphase auf 97.250.000 Chips (122 Big Blinds) aus, John Hesp folgt auf Platz zwei mit starken 85.700.000, ehe ein große Lücke zum Franzosen Benjamin Pollak (44 BB) auf Rang drei klafft. Die ehemaligen November Niner Antoine Saout und Ben Lamb müssen das Feld mit 27 bzw. 23 Big Blinds von hinten aufrollen.

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Chipleader Scott Blumstein

Das Line-Up zum Finale:

Seat 1: John Hesp (Großbritannien) - 85,7 Millionen
Seat 2: Scott Blumstein (USA) - 96,95 Millionen
Seat 3: Antoine Saout (Frankreich) - 21,75 Millionen
Seat 4: Benjamin Pollak (Frankreich) - 35,17 Millionen
Seat 5: Jack Sinclair (Großbritannien) - 20,2 Millionen
Seat 6: Damian Salas (Argentinien) - 25,75 Millionen
Seat 7: Ben Lamb (USA) - 17,95 Millionen
Seat 8: Bryan Piccioli (USA) - 33,8 Millionen
Seat 9: Dan Ott (USA) - 26,375 Millionen

WSOP photos by PokerPhotoArchive.com.

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