WSOP 2011: Tag 4 bringt Geld und vier deutsche Chip-Millionäre

wsop2011-thumb-blog.pngDie Geldränge beim $10.000 Main Event der World Series of Poker 2011 sind erreicht und wie im Vorjahr fiel die Entscheidung erneut im 16. Level. Ausgerechnet 2010 November Niner Joseph Cheong fegte Reza Kashani mit Quads Queens auf Rang 694 vom Tisch, doch der Bubbleboy wirkte danach alles andere als Enttäuscht sondern genoss den Applaus seiner jubelnden ehemaligen Mitstreiter und die anschließenden Interviews, unter anderem bei ESPN. Immerhin bekam Kashani auch ein nettes $10.000-Trostpflaster in Form des Buy-ins für den Main Event 2012.

Neben Kashani verpassten auch einige bekannte Pros den Sprung unter die besten 693 nur knapp, wie zum Bespiel Phil Hellmuth oder Humberto Brenes. Letztgenannter musste sich mit Kings gegen Aces verabschieden. Brenes' Team-PokerStars-Kolleginnen Vanessa Rousso und Sandra Naujoks schafften es ITM. Für die Berlinerin reichte es immerhin zu Rang 391 für $30.974 Preisgeld. Die letzten 125.000 Chips gingen mit [a][k] gegen Pocketqueens von Garry Gates in die Mitte und der traf bereits am Flop eine weitere Queen zum Set.

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Sandra Naujoks


Vanessa musste sich bereits auf Platz 511 ($23.876) verabschieden und wurde dabei innerhalb kürzester Zeit brutal aus allen Träumen gerissen. Vanessa hatte ihre aus ihren knapp 300.000 Chips bis zur Dinnerbeak ein gute Million gemacht und mischte in den Top 15 mit. Danach zog der komplette Tisch an einen der TV-Tische um und plötzlich ging einiges schief. Auf einem 6♣[t]9♠-Flop check-raiste David Bach gegen Vanessa All-in. Die US-Amerikanerin hielt 6♥6♦ für das Set, benötigte aber einige Zeit für den Call. Bach drehte daraufhin Q♥J♥ für den Semi-Bluff mit Openender um, am Turn fiel prompt die Acht zur Straight und Vanessa war shortstacked. Nur ein paar Minuten später floppte Vanessa Toppair und lief gegen Pocketaces von Bach.

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Vanessa Rousso


Da es auch Martin Hruby und Dennis Phillips erwischte, ist das Team PokerStars Pro noch mit vier Spielern im Main Event vertreten. JP Kelly aus Großbritannien hat sich mit 1.332.000 Chips die beste Ausgangsposition für die kommenden Tage geschaffen, aber auch der deutsche Team Pro Sebastian Ruthenberg hat seinen Stack an Tag 4 etwas ausgebaut und liegt mit 1.162.000 an 27. Stelle. Daniel Negreanu war nach der Bubble mit seinen letzten 15.500 Chips All-in, konnte per Runner-Runner-Flush dann aber verfünffachen und erreichte mit 330.000 Chips sogar sein Allzeithoch bei diesem Turnier. Es kam sogar noch besser für KidPoker. Kurz vor Tagesende knackte er mit Pocketqueens sogar noch Pocketkings (Flop: Queen) und schloss den Tag so mit 619.000 ab. Ebenfalls im Rennen bleibt Tony Hachem, der mit 580.00 in Tag 5 gehen wird.

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Sebastian Ruthenberg


Desweiteren zeichnet sich immer mehr ab, dass die deutschsprachigen Spieler, nach einer insgesamt enttäuschend verlaufenen WSOP, sich beim Main Event richtig was vorgenommen haben. Pius Heinz hat sich mit 1.887.000 Chips auf Rang drei der Gesamtwertung vorgeschoben und liegt damit nur knapp hinter Chipleader Manoj Viswanathan (2.115.000). Richtig gut lief Tag 4 auch für Max Heinzelmann, der seinen ersten Tisch komplett an die Wand spielte und letztlich mit 1.672.000 auf Rang zehn die Zielflagge sah. Sehr stark spielt auch der in der Schweiz lebende Vladimir Geshkenbein auf. Der Sieger des EPT Snowfest lauert mit 1.490.000 auf Platz 14.

Der Average liegt bei jetzt noch 378 Spielern bei 544.841 in Chips und an Tag 5 geht es weiter mit Level 19 (5.000/10.000, Ante: 1.000). Somit sind auch die beiden deutschen PokerStars-Qualifikanten (PokerStars-Passport) Philipp Gruissem (1.009.000) und Julian Stuer (668.000) sehr gut aufgestellt. Gleiches gilt für den Schweizer Stefan Huber (783.000). Mit Philipp sind also vier deutsche Spieler mit über einer Million ausgestattet.

$30.974 Preisgeld haben alle verbliebenen Spieler sicher, aber um auch am sechsten Turniertag noch im Rennen um die Millionen dabei zu sein, müssen mindestens vier weitere Levels überstanden werden. Ob ein fünfter Level gespielt wird, entscheidet die Turnierleitung im Laufe des Tages, aber vier sollten reichen, denn im Vorjahr reichten diese um von 574 auf 205 Spieler zu reduzieren.

Updates: PokerStarsBlog.com
Videoblogs: PokerStars.tv
Video-Tageszusammenfassung: PokerToday.com

Weiter deutschsprachige Chipcounts:

Robert Kolbe - 483.500
Alexander Debus - 455.000
Stephan Keil - 408.000
Philipp Hochhuth - 403.000
Alexander Dietrich - 394.000
Wilfried Härig - 338.000
Robin Colbin - 307.000
Andreas Kauffeldt - 275.000
Martin Dietrich - 269.000
Martin Ross - 191.000
Marvin Rettenmaier - 181.000
Nikolaus Kovacs - 168.000
David Lenz - 146.000
Jo Kronwald - 90.000

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