EPT Monte Carlo: Mit zwei Big Blinds zum Sieg

Der Holländer Pieter de Korver vom Team PokerStars Netherlands hat das Grand Final der fünften EPT-Saison in Monte Carlo gewonnen und feiert damit in seinem zweiten Profijahr den mit Abstand größten Erfolg. Dabei sah es lange Zeit danach aus, als sollte Pieter seinen Stuhl auf Rang fünf räumen. Doch zwei Big Blinds reichten ihm letztlich, um ein sensationelles Comeback zu starten und die Siegprämie in Höhe von €2.300.000 abzuräumen.


Die Finalisten

Das Finale begann verhalten, doch nach gut einer Stunde folgte ein Monsterpot. Matthew Woodward eröffnete die Action mit einem Raise auf 250.000, direkt hinter ihm erhöhte Dag Martin Mikkelsen auf 625.000 und als nächstes folgte Peter Traply, der recht schnell all-in ging. Woodward foldete und es lag an Mikkelsen, noch 3.825.000 nachzulegen, um den Showdown zu sehen, und dies tat er auch mit Pocketqueens. Der Ungar legte :Ad:Kh in die Mitte. Die Dealerin drehte dann :8h:5c:2h:Td:6c um und Traply beendet das Turnier als Achter für €170.000 Preisgeld. Mikkelsen baute seine Führung auf 11,8 Millionen in Chips aus.

Der Bochumer Daniel Zink musste leider als nächster Spieler seinen Stuhl am Final Table des Main Events räumen. Er raiste vom Button auf 235.000 und Dag Martin Mikkelsen, der im Big Blind saß, machte daraus 700.000. Daniel ging daraufhin all-in für weitere zwei Millionen und der Norweger callte sofort. Im Showdown zeigte der Chipleader :Ah:Kh und Daniel war mit :Ad:Jh dominiert. Das Board brachte dann :8d:Ks:2d:Jd:Ac und für Daniel, der hier sicherlich zu den stärksten Spielern gehörte, bleibt ein schönes Preisgeld in Höhe von €250.000.


Daniel Zink

Auch der Hamburger Alem Shah war wenig später nicht mehr mit von der Partie. Mikhail Tulchinsky eröffnete den Pot mit einem Raise auf 350.000 und Shah pushte seine Chips mit :As:Tc. Der Russe callte sofort, zeigte :Ad:Kh und das Board lief mit :8c:3c:3d:2c:6s aus. Dennoch ein riesiger Erfolg für den Geschäftsmann aus der Hansestadt, der sich über €350.000 Preisgeld freuen darf.

Der nächste Bust-out ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten und auch für Eric Qu war Endstation. Auch seine Chips gingen an Tulchinsky, der wieder geraist hatte und auch das All-in (1,46 Millionen) des Franzosen callte. Tulchinsky zeigte diesmal :Ad:Qs, Qu :Kh:Qh. Der Flop brachte :3d:Js:5s und am Turn jubelte Qu, da der :Kd auftauchte. Aber am River kam der Resuck durch das :As. Der Franzose wurde als Fünfter mit €470.000 ausbezhalt.

Dann schlug die Stunde des Holländers Pieter de Korver, der schon fast ausgeschieden war, ehe er sein sensationelles Comeback startete. Zunächst verlor er ein Preflop-All-in mit Pocketnines gegen :Kc:Jc von Matthew Woodward, der eine Straight riverte, und war schon runter auf 365.000 Chips. Dann verdreifachte er mit :Qs:4c gegen :Kd:3d von Woodward und :9d:2d von Mikkelsen, denn das Board brachte :6c:8c:4h:3c:Ts. Eine halbe Stunde später hielt er sogar über sieben Millionen Chips, denn es folgten weitere Verdoppler gegen Mikkelsen mit :Kc:6d gegen :Qd:2s (Board: :Jh:Ks:Qs:8c:6c) und :Kh:Jh vs. :Ac:3s (Board: :Qc:Td:9d:Ts:2c) sowie :Ad:Jh vs. :Tc:Th (Board: :Js:Kc:Ah:4s:2d).


Pieter holt sich weitere Chips von Dag

Damit war wieder alles offen im Kampf um die Millionen:

Dag Martin Mikkelsen 7.340.000
Pieter de Korver 7.720.000
Matthew Woodward 8.925.000
Mikhail Tulchinskiy 4.575.000

Pieter de Korver nahm den sympathischen Mikkelsen dann komplett auseinander. In der entscheidenden Hand eröffnete der Norweger für 380.000, de Korver machte daraus 680.000 und Mikkelsen callte. Der Flop brachte :7h:6d:7s, de Korver setzte 430.000 und Mikkelsen, der mittlerweile auf Tilt zu sein schien, callte. Nach der :9d am Turn feuerte der Holländer weitere 1.040.000 ab, Mikkelsen ließ durchzählen und ging all-in. Snapcall von de Korver, der :6c:6s zum Full House umdrehte, während Mikkelsen :Kd:Ts zum Bluff zeigte und drawing-dead war. Das :As am River änderte dementsprechend nichts und Mikkelsen waren noch 360.000 geblieben, die eine Hand später reingingen. Damit trat er gegen Tulchinsky und de Korver an, die das Board (:Ts:4d:9c:Qd:4c) durchcheckten. Im Showdown war de Korver mit :Qh:9d gut gegen :Ax:8x und :Ax:Tx. Der ehemalige Chipleader war gestürzt und musste sich mit Rang vier sowie €600.000 zufriedengeben. 

Gegen 18:30 Uhr war dann schon das Heads-up zwischen de Korver und Matthew Woodward erreicht. Woodward hatte den Pot mit 475.000 eröffnet und Mikhail Tulchinsky erhöhte auf 1.200.000 aus dem Big Blind. Woodward ging daraufhin für knapp acht Millionen all-in, Tulchinsky schreckte das aber nicht ab und er machte den Call mit :Qh:Th. Der Dealer legte :Jh:2s:8s:4d:2h in die Mitte und der Russe belegte Platz drei für €800.000 Preisgeld.


Matthew Woodward

Woodward (12.775.000) hatte damit rechtzeitig vor dem Dinnerbreak den Abstand auf de Korver (15.290.000) deutlich verkürzt. Doch nach einer Stunde Heads-up hatte de Korver seine Führung wieder auf 21,1 zu 6 Millionen ausgebaut. Der Holländer war wesentlich aktiver und traf zudem sehr gut. In Hand #132 setzte er auf einem Board mit :3x:4x:5x:5x 3,6 Millionen (ca. Potsize) und zeigte, nachdem Woodward gefoldet hatte, :5x:3x zum Full House.


Pieter de Korver

Nach Constant Rijkenberg in San Remo gewann mit Pieter de Korver ein Holländer dann auch das Grand Final der PokerStars.com European Poker Tour und wird mit sensationellen €2.300.000 in die Heimat zurückkehren. Er callte in der 154. Hand des Tages ein Raise von Woodward in Höhe von 750.000 und der Flop brachte :5h:Th:6h. Pieter checkraiste Matthew, nachdem dieser 750.000 gesetzt hatte, dann all-in und der US-Amerikaner callte. Im Showdown drehte Pieter :9s:6s um, Matthew :6c:4h. Die Railbirds von Pieter jubelten bereits und das zu Recht, denn nach der :Qs und der :7s auf Turn und River war alles entschieden. Matthew Woodward erhält für Rang zwei ebenfalls eine stattliche Summe: €1.300.000!

Das Ergebnis vom Final Table:

1. Pieter de Korver, Holland, PokerStars-Spieler - €2.300.000
2.
Matthew Woodward, USA, PokerStars-Qualifikant - €1.300.000
3. Mikhail Tulchinskiy, Russland, PokerStars-Spieler - €800.000
4. Dag Martin Mikkelsen, Norwegen - €600.000
5. Eric Qu, Frankreich - €470.000
6. Alem Shah, Deutschland - €350.000
7. Daniel Zink, Deutschland - €250.000
8. Peter Traply, Ungarn, PokerStars-Qualifikant - €170.000

 

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