PokerStars Festival Rozvadov: Kalt erwischt! Ein paar Gedanken zum Marathon im King's

Was war das nur für eine Woche im King's Casino. Die Teilnehmerzahlen beim PokerStars Festival Rozvadov lagen insgesamt deutlich über den Erwartungen, aber vor allem der Ansturm beim €1.100 Main Event hat die Verantwortlichen kalt erwischt. Die Folge war ein 19 Stunden andauernder Finaltag, auch das ist ein neuer Rekord für einen PokerStars Main Event.

Ein ähnlich langes Finale gab 2014 beim EPT10 Grand Final in Monaco. Damals dauerte es 17 Stunden, ehe Antino Buonanno um ca. 6 Uhr morgens die Trophy für den Main Event Champion in die Luft strecken konnte. Im Gegensatz zum Main Event in Rozvadov lief beim Grand Final allerdings alles nach Plan, der Finaltag begann mit acht Spielern und um 21 Uhr startete das Heads-up zwischen Buonanno und Jack Salter. Damit, dass die beiden sich dann neun Stunden die Chips hin und her schoben, konnte einfach niemand rechnen.

Beim PokerStars Festival Rozvadov dagegen sorgte das enorm große Teilnehmerfeld dafür, dass der Zeitplan komplett über den Haufen geworfen wurde. Denn der Spielplan beruht natürlich auf den Erfahrungen der Vergangenheit.

2016 feierte die Eureka6 Rozvadov mit 682 Entries einen neuen Rekord, stieg zum größten Standalone Main Event in der Tour-Geschichte auf. Dennoch hatten die Spieler entspannte Tage, Spieltag 2 dauerte zum Beispiel zehn Stunden, inklusive 60 Minuten Dinnerbreak. Am Finaltag wurden inklusive Pausen nur acht Stunden gespielt.

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Full House im King's casino

Natürlich hatten die Verantwortlichen für das Festival auf einen Anstieg der Teilnehmerzahl gesetzt und deutlich längere Spieltage eingeplant. Letzteres verrät ja schon der Spielplan, der für die Festivals im Vergleich zu Eureka, ESPT oder UKIPT um einen Spieltag verkürzt wurde (dafür wurde mit 1C ein weiterer Starttag angeboten). Dass am Ende aber 1.121 Entries dabei herauskamen war sicherlich nicht abzusehen.

Wie sehen also die Konsequenzen für zukünftige Events aus?

Die hängen in erster Linie vom Standort ab, denn es werden nicht bei allen Festivals 1.000 Spieler auftauchen. Wir können aber wohl davon ausgehen, dass in Zukunft an den Starttagen nicht zehn, sondern mindestens zwölf, je nach Standort vielleicht sogar 14 Levels gespielt werden. Selbst bei 14 Levels wäre ein Starttag in zumutbaren mit 11,5 Stunden (inklusive Pausen) absolviert, da die Levelzeit an den Starttagen ja bei 45 Minuten liegt.

An den 60 Minuten pro Level an Spieltag 2 wird sich denke ich nichts ändern, schließlich möchte PokerStars den Spielern für ein Buy-in in Höhe von €1.100 auch eine entsprechend gute Struktur bieten. Dementsprechend dürfte sich auch bei Startingstack (30.000) und Blindstruktur nichts ändern. Möglich wäre es aber durchaus, die 75-minütigen Levels am Finaltag wieder auf 60 Minuten zu verkürzen, so wie wir es von Eureka, ESPT und UKIPT kennen.

Nehmen wir also 14 Levels für Tag 1 (statt zehn), zehn für Tag 2 (statt zwölf) und bleiben am Finaltag bei 60-minütige Levels. Die Entscheidung in Rozvadov wäre rund vier Stunden früher um 3:30 Uhr gefallen.

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Tight is right! das Motto beim Finale in Rozvadov

Immernoch sehr spät, aber dabei muss auch berücksichtigt werden, dass nicht alle Finaltische so tight wie in Rozvadov ablaufen. Allein nach dem Bustout von Marian Flesar auf Rang sechs dauerte es über zwei Stunden, bis Cenk Oguz auf Rang fünf den Finaltisch verließ. Der Average-Stack lag zum Zeitpunkt des Bustouts bei gerade einmal 17 Big Blinds.

Welche Anpassungen letztlich gemacht werden bleibt abzuwarten. Aber wir können ganz sicher davon ausgehen, dass sich die Verantwortlichen zusammensetzen und die richtigen Schlüsse im Sinne der Spieler ziehen.

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Live Turnier-Berichte

PokerStars Championship presented by Monte-Carlo Casino®

Euro 5.300 Main Event

Starttag 1A: 29. April
Startzeit: 12 Uhr

Spielort: Monte Carlo Bay Hotel & Resort

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