PCA 2014 Super High Roller: Fabian und Ole erreichen das Finale

Das erste große Finale beim PokerStars Caribbean Adventure steht vor der Tür, und mit Fabian Quoss und Ole Schemion spielen zwei Deutsche am Dienstag beim $100.000 Super High Roller Event um den ersten großen Titel im Jahr 2014. Im Kampf um die Siegprämie in Höhe von $1.629.940 bekommen es die beiden mit Team PokerStars Pro Vanessa Selbst, Antonio Esfandiari, Matt Glantz, Anthony Gregg und Dan Shak zu tun. Letztgenannter liegt in Führung, allerdings nur hauchdünn vor Vanessa Selbst.

Mit 20 Spielern ging es in den 13. Level, darunter noch sechs Deutsche. Martin Finger musste sich dann aber Mike McDonald geschlagen geben. Der Kanadier callte aus dem Big Blind das Raise des Deutschen, check-callte am 5♣6♥5♥-Flop weitere 55.000 und übernahm nach dem Check von Martin am Turn 7♥ die Initiative mit der Bet in Höhe von 100.000. Martin pushte rund 450.000 mit 9♥9♦, McDonald snappte mit J♠5♠ für den Drilling, der K♣ komplettierte das Board.

In der Folge nahm Matt Glantz Guy Laliberté mit 7♥7♠ vs. Q♥T♥ und Noah Schwartz mit A♣T♣ vs. 2♣2♦ vom Tisch, Vanessa Selbst kümmerte sich mit Pocketkings um John Juanda, der seine Chips mit Ace-King investiert hatte.

Die US-Amerikanerin war zudem für den Bustout von Philipp Gruissem verantwortlich, traf mit A♥T♥ vs. 7♦7♣ das 6♥9♥Q♠T♣T♠-Board. Zur Dinnerbreak führte sie bei noch zwölf Spielern mit 2,3 Millionen knapp vor Matt Glantz (2,2 Millionen). Die Deutsche Riege war durch Fabian Quoss (1,5 Millionen), Max Altergott (900.000), Ole Schemion (699.000) und Igor Kurganov (336.000) immer noch stark vertreten.

Nach dem Essen baute Fabian seinen Stack sogar auf 2,1 Millionen aus. Die Bustouts besorgte aber wieder Vanessa, die zunächst mit A♣9♣ vs. A♠K♥ von Bryn Kenney einen Flush materialisierte. Igor Kurganov brachte seine letzten 301.000 Chips mit 4♦4♠ gegen A♥K♦ von Vanessa im Pot unter und unterlag auf 6♥5♦5♠6♦K♥.

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Vanessa Selbst

Während Vanessa mit rund 3,2 Millionen deutlich vorn lag, ging es bei den verbliebenen Deutschen Spielern bergab. Fabian doppelte mit A♥K♠ vs. A♦9♣ Paul Newey auf, der die 9♥ am Flop traf, fiel auf 1,5 Millionen zurück. In Level 16 (15.000/30.000/4.000) gab Fabian einen großen Pot auf einem 4♥8♠5♥Q♠7♥-Board gegen Matt Glantz auf. Er hatte am Flop check-raise auf 220.000 gespielt, am Turn weitere 280.000 abgefeuert, check-foldete nach dem All-in von Glantz aber frustriert 7♦6♦ am River.

Am TV-Table war Ole Schemion mit 227.000 Chips der Shortie, doch er verdoppelte glücklich mit A♠3♥ vs. A♣J♠ von Tony Gregg auf 8♠K♥A♥5♠3♣, brachte seinen neuen Stack wenig später mit A♥K♥ vs. A♦J♦ von Max Altergott erneut im Pot unter. Mit 970.000 war Ole runter von der Intensivstation, dafür funkte jetzt Max mit 150.000 Chips SOS.

Doch der Einschlag war für ihn nicht mehr zu reparieren, vom Button pushte er 115.000 Chips, Vanessa callte aus dem Smal Blind, Ole aus dem Big Blind. Die beiden checkten das T♦2♦J♦8♠4♥-Board durch, Max zeigte nur Q♥7♠ für Queen-high, der Pot ging an Ole mit 7♥7♣, da auch Vanessa mit A♠9♦ keinen Treffer landen konnte.

Das Feld war damit auf die letzten neun Spieler reduziert, es folgte der Re-draw für den inoffiziellen Finaltisch, ein Spieler musste noch gehen. Vanessa lag mit 3,5 Millionen weiterhin vorn, dahinter folgten Matt Glantz und Dan Shak mit jeweils knapp über zwei Millionen. Ole hielt zu diesem Zeitpunkt 1,2 Millionen, während Fabian mit 495.000 am Ende des Chipcounts lag.

Doch Fabian konnte seinen Negativtrend stoppen und tief durchatmen, nachdem er mit 9♥9♦ vs. 7♣7♦ von Dan Shak auf 855.000 Chips verdoppelte. Es kam sogar noch besser, denn mit A♥A♦ schaffte er in Level 18 (25.000/50.000/5.000) noch einen Double-up gegen Mike McDonald, der J♠J♥ gedealt bekam.

Knapp eineinhalb Stunden dauerte das Spiel an der Bubble bereits, Ole war wieder auf 440.000 zurückgefallen, Vanessa dagegen nutzte diese Phase, um ihren Stack auf 4,6 Millionen Chips auszubauen.

Die Lage bei den Shorties spitze sich immer mehr zu. Paul Newey verdoppelte gegen Antonio Esfandiari, blieb aber short mit 410.000. Zuvor hatte Tony Gregg auf 510.000 verdoppelt, schaffte in Level 19 (30.000/60.000/10.000) noch einen Doppler gegen Matt Glantz auf 780.000.

Wie spannungsgeladen diese Phase war bewies der Double-up von Ole Schemion auf 540.000. Nach einem geriverten Flush riss Ole beide Arme hoch, ließ seinen Emotionen freien Lauf - er hatte noch einmal nachgelegt.

Mittlerweile lief die Bubble über zweieinhalb Stunden, Vanessa hatte die Führung an Dan Shak abgegeben, der auf T♦6♣J♣6♥ mit T♣9♣ gegen A♥J♦ von Vanessa All-in war und am River die T♥ zum Drilling traf.

Eine Entscheidung rückte aber immer näher, denn mit Paul Newey und Mike McDonald hielten zwei Spieler nur noch einen Big Blind. Newey reagierte als erster stellte UTG All-in und auch Timex fand eine Hand, ging nach langer Bedenkzeit auch All-in. Glantz (Small Blind) callte, foldete dann aber auf das Raise von Fabian auf 185.000.

Newey 9♥6♦
McDonald K♠Q♦
Fabian A♣Q♣

Fabian hatte also die Möglichkeit den Tag zu beenden und das Feld sogar auf sieben Spieler für das Finale zu reduzieren. Das Board brachte dann auch 8♠3♦A♠6♣5♣, Newey musste sich mit der Rolle des Bubbleboy begnügen, da er vor der Hand weniger Chips hielt als McDonald, der wiederum als Achter $217.320 Preisgeld erhielt.

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Fabian Quoss

Die Chipcounts:

Dan Shak - 3.700.000
Vanessa Selbst - 3.645.000
Antonio Esfandiari - 2.830.000
Fabian Quoss - 2.640.000
Matt Glantz - 480.000
Anthony Gregg - 410.000
Ole Schemion - 280.000
Blinds: 30.000/60.000, Ante: 10.000

Die Payouts:

Spieler: 46
Re-Entries: 10
Preispool: $5.433.120
Bezahlte Plätze: 8

1. - $1.629.940
2. - $1.178.980
3. - $760.640
4. - $575.920
5. - $445.520
6. - $347.720
7. - $277.080
8. Mike McDonald (Kanada) - $217.320

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