Ein iPad, ein Waldbrand und die WCOOP

Women corner logo.jpgOder: Warum 'talonchick' diesen September wohl nie vergessen wird

Adrienne 'talonchick' Rowsome vom Team Online ist stolze Besitzerin eines iPads. Zur World Championship of Online Poker nahm sie sich vor, so viele Turniere wie möglich damit zu spielen und mit einer Reihe von Videoclips zu zeigen, dass das mit der PokerStars Mobile App mindestens genauso gut klappt wie am PC. Wer hätte gedacht, dass während dieser WCOOP noch ein paar ganz andere Abenteuer auf sie warteten?

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So weit, so gemütlich - WCOOP auf dem Balkon

Adrienne, von Beruf Ergotherapeutin in Vollzeit, liebt ihre Arbeit. Sie hilft Menschen, die schwere Unfällen, Krisen oder Traumata erlitten haben, zurück in den Alltag zu finden. „PokerPro" im Sinne von „Grinder" wollte sie nie werden. Ähnlich wie Victoria Coren vom Team PokerStars, die sich als „Journalistin mit einem äußerst lukrativen Hobby" sieht, ist es Adrienne wichtig, dass Pokern ihr vor allem Vergnügen bereitet. „In erster Linie bin ich Therapeutin. Poker kommt an zweiter Stelle. Mit einem sehr geringen Abstand zwar, aber eindeutig an Zwei."

So spielte sie sich entspannt und gut gelaunt ins Supernova Level - „tagsüber arbeitete ich, an den Abenden spielte ich Poker" - und schließlich ins PokerStars Team Online. Dass sie das eine oder andere Turnier gewinnt, öfters an einen Final Table kommt und schon einige Male zwischen $10.000 und $15.000 cashen konnte (zum Beispiel bei der WCOOP 2011im $320 8-Game), hat ihr zu etlichen schönen Dingen wie einem neuen Auto, einer ordentlichen Reisekasse und anderen schönen Dingen verholfen. Wer mehr darüber wissen möchte, wie Adrienne zwischen Fulltime-Job und Pokerspiel die Balance hält, sollte sich talonchick: A Short Film by PokerStars Team Online nicht entgehen lassen.

Eher ungemütlich: Wenn der Wecker zur WCOOP ruft

Die Flexibiliät, die ihr die PokerStars Mobile App bietet, ist für Adriennes Lebensstil ein nicht zu überbietendes Highlight: „Ich glaube, Frauen sind generell besser im Multitasking als Männer, und sie jonglieren häufig gleichzeitig mit mehrere Ideen und Tätigkeiten. Ich zum Beispiel gebe gerne zu, dass ich es beim Pokern manchmal an der nötigen Aufmerksamkeit fehlen lasse. Zum Beispiel ist mir aufgefallen, dass ich dabei am PC häufig im Net surfe und ständig auf Facebook und Twitter unterwegs bin.
Die Mobile App hingegen gibt mir Bewegungsfreiheit, dafür muss ich auf die Freiheit verzichten im Internet zu surfen. Dann konzentriere ich mich mehr auf das Geschehen am Pokertisch. Logisch, dass ich bessere Resultate habe wenn ich aufpasse! Wenn ich es recht überlege, ist Mobile Poker vom Aufmerksamkeitsgrad her eigentlich eher mit Live Poker zu vergleichen, nur schneller, nicht so laut (je nachdem wo du dich aufhältst, versteht sich), es gibt weniger unangenehme Gerüche, und man kann immer noch bis zu vier Tische gleichzeitig offen haben." Hat schon was für sich, der Gedanke mit der Mobile App überall zu pokern wo frau Lust hat und nicht in miefigen Pokerrooms (schlimmer noch, zumindest aus meiner Sicht: in verqualmten Homegames) herumsitzen zu müssen ...

Doch zurück zur WCOOP

Das „WCOOP mit der Mobile APP"- Experiment ließ sich wunderbar an. Ob beim Vorbereiten eines Barbecues, als Zuschauerin beim Softball, während eines Workouts oder auf ihren Reisen kreuz und Quer durch Kanada - 'talonchick' spielte wo und wann sie nur konnte und hätte das wohl auch umstandslos durchgezogen. Dann aber zogen Wolken - und zwar solche von der unangenehmsten Sorte - am Himmel auf.

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Weniger gemütlich: Balkon mit Aussicht auf Waldbrand

Peachland, die kleine Stadt in British Columbia, wo Adrienne wohnt, wurde von einem Waldbrand bedroht. Sie entschloss sich zum sofortigen Heimflug und wäre beinahe das Opfer einer anderen Katastrophe geworden: Bei einem Zwischenstopp in Calgary erfuhren die Passagiere, dass ein soeben vorbeigezogener Tornado das Flugzeug nur knapp verfehlt hatte. Glücklich in Peachland angekommen konnte Adrienne erleichtert feststellen, dass vom Feuer fürs Erste keine unmittelbare Gefahr drohte. Allerdings musste sie sich wie alle Bewohner der umliegenden Häuser auf eine eventuelle Evakuierung gefasst machen. Und darauf, demnächst vielleicht in einer provisorischen Unterkunft weiterzuspielen.

Glücklicherweise ließ sich der Waldbrand bald unter Kontrolle bringen. So blieb Adrienne der ultimative Test der Mobile App erspart - nämlich die WCOOP-Turniere damit zu spielen, während sie vor einer Feuersbrunst her rannte. Ihre Leidenschaft für das neue „Pokerspielzeug" brachte sie aber auch so in die eine oder andere ungewöhnliche Lage.

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Teilweise gemütliche Situation

Zum Schluss noch ein Schmankerl: Adrienne analysiert Situationen im Omaha HiLo. Bevor sie ‚talonchick' auf PokerStars wurde (der Screename rührt übrigens von ihrem ersten Auto, einem Eagle Talon), spielt Adrienne in „miefigen" (siehe oben) Pokerrooms live, am liebsten Omaha in der Variante Split Pot High/Low. Einige ihrer interessantesten Hände und Szenen in WCOOP-Turnieren hat sie in diesem Video zusammengefasst und erläutert. Tipps von einer Expertin also, die sich ganz in ihrem Element befindet, dazu noch in ihrem entspannt-vergnüglichen Stil vorgetragen - es lohnt sich, genau aufzupassen!

Und ganz zum Schluss noch ein Tipp: Adrienne spielt häufig das $55 Women's Sunday Turnier. Wer auf die Kopfgeldprämie für sie scharf ist, sei gewarnt: Schon dreimal erreichte sie den Final Table. Für morgen hat sich übrigens bereits eine andere Team PokerStars-Spielerin angemeldet: Fatima Moreira de Melo, die kürzlich erst beim Main Event der EPT Barcelona ordentlich cashte, wartet schon auf Duellantinnen. Info zum Women's Sunday gibt es hier>>.
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