Pot Limit Omaha - die fünf häufigsten Fehler

Wie bei allen Pokervarianten, brauchst du auch in Pot-Limit Omaha viel Übung, um dauerhaft zu gewinnen. Dies sollte dich jedoch nicht hindern, dieses fantastische Spiel zu lernen. Wenn du die fünf häufigsten Fehler vermeidest, hast du direkt den ersten Schritt genommen.

Auch wenn No-Limit Hold'em weiterhin die beliebteste Variante ist, so steigt das Interesse an Pot-Limit Omaha seit Jahren. Nicht ohne Grund, denn im „Action Game" spielst du vier Holecards und sechs Starthandkombinationen gleichzeitig. Allerdings ist der Wechsel von NLHE zu PLO nicht einfach. Wir helfen dir, dich zurechtzufinden.

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Schlechte Auswahl der Starthandkombinationen

Der schlimmste Fehler, den PLO-Anfänger machen, ist das Spielen schlechter Hände. Wir gehen in einem weiteren Artikel noch genauer auf das Thema ein, doch als Faustregel gilt: alle vier Karten müssen zusammen passen.

Du musst genau zwei deiner Hole Cards spielen, so dass es insgesamt sechs Kombinationen sind. Hast du nur drei Karten, die zusammen passen (bspw. A♣K♦Q♦3♠), dann spielst du nur drei gute Kombinationen.

Überbewerten großer Paare

Dieser Fehler geht einher mit Punkt 1, doch verdient eine besondere Erwähnung da viele NLHE-Spieler AAxx, KKxx oder sogar QQxx überspielen. In Hold'em sind diese Starthände Monster, doch in Omaha kommt es darauf an, welche Beikarten du hast.

Asse sind zwar immer noch stark und ein Favorit, doch andere Hände treffen viel leichter, so dass du in Situationen, in denen die Stacks groß sind, selten auf späteren Straßen all-in stellen kannst.

Alle Chips mit ‚Non-Nut Hands' verspielen

Ein weiteres Problem von NLHE-Spielern, die sich an den PLO-Tischen zurechtfinden möchten, ist das überbewerten von Händen, die nicht die bestmögliche Kombination sind. Hier geht es vor allem um Flush oder Straße, aber auch um die anderen Kombinationen.

Wenn du in NLHE einen Flush mit Jack-high hältst, liegst du in den meisten Fällen vorne. In PLO wirst du hingegen oft gegen den Nut Flush verlieren. Ähnlich ist es auch mit Non-Nut-Straights. Oft hält ein Gegner die bessere Straße oder dieselbe Straße mit einem Re-Draw.

Zu viele Hände Out of Position spielen

Position in Poker ist immer wichtig, doch je mehr Erfahrung du in einer Variante hast, um so mehr Hände kannst du auch „out of Position" spielen. In Pot-Limit Omaha ist Position jedoch besonders wichtig, so dass Anfänger vorsichtig sein müssen.

Zwei Faktoren sind ausschlaggebend. Zum einen wirst du beim Showdown viel öfter Nut-Hände (das Top Set, die höchste Straße, den besten Flush, etc) sehen. Zum anderen ist Pot-Control im Pot-Limit-Bietformat noch wichtiger als in No-Limit-Formaten.

Ohne Re-Draws all-in stellen

Dass du die „Nut Hand" halten sollst, haben wir bereits geklärt. Allerdings ist dies noch nicht alles. Die beste Hand am Flop ist nicht immer die beste Hand am River, diese Lektion kennst du bestimmt aus NLHE. Allerdings sind Draws in PLO extrem häufig und teilweise sogar der Favorit.

Nehmen wir an, du hältst A♣A♠J♦T♣ und floppst 7♦8♦9♥ die Nut Straight. Du spielst an, der Gegner erhöht, du gehst noch einmal drüber und ehe du dich versiehst, sind die Stacks in der Mitte. Du hältst die beste Hand, du hast nichts falsch gemacht. Oder?

Der Gegner dreht K♦Q♦J♥T♥ um und hat damit einen Re-Draw für eine höhere Strasse oder sogar den Flush. Zwar teilt ihr in 45,9% aller Fälle am Ende, doch in 50,6% aller Fälle hat dein Gegner am River die bessere Hand.

Du nur in 3,4% und damit liegt deine Equity bei gerade einmal 26,4%. Die Nuts zu halten ist schön, doch ohne Re-Draws kannst du in Deep Stack-Situationen nicht einfach all-in gehen.

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