Irish Open Dublin: Weltmeister flog als Erster raus

Die irische Metropole Dublin ist bei Touristen beliebt, weil die Iren wegen ihrer Feierlaune, ihrer Trinkfestigkeit und ihrer Gastfreundlichkeit weltweit bekannt sind. Offenbar schätzen auch Pokerspieler aus aller Welt diese Eingenschaften. Zum "Irish Open" fanden sich 708 Spieler im Burlington Hotel ein. Die Organisatoren atmeten verstohlen auf, denn mit dieser Starterzahl lagen sie für die Turniersäle am Maximum. Und in Dublin wird der erste Tag auch an einem durchgezogen. Den zweiten Atemzug der Erleicherung taten sie, weil bei einem Buy-In von €3.300 + 200 der garantierte Preisfonds von zwei Millionen Euro nicht nur erreicht, sondern mit €2.336.500 übertroffen wurde.

Klar, dass bei so viel Kohle die großen Namen nicht fehlen. Nix von Müdigkeit nach MonteCarlo bei Vielen zu spüren. Antonio Esfandiari, WPT-Gewinner, Mike Sexton und Dan Harrington, Weltmeister 1995, vertreten die etablierten US-Profis. Phil Laak aus Kalifornien startete gemeinsam mit seiner Freundin Jennifer Tilly (Sie ist allerdings schon raus).


Dan Harrington in Dublin in Aktion

Auf der kilometerlangen Meldeliste findet man auch die klangvollen europäischen Namen Andreas Hoivold aus Norwegen. Der EPT-Sieger von Dortmund hat den direkten Weg vom Mittelmeer in den Altlantik gefunden. Natürlich ist auch der Hendon Mob mit Ram Vasvani, Joe Beever und den Boatman-Brüdern dabei. Selbstverständlich trifft man in Dublin auch eine deutschsprachige Kolonie. Eddy Scharf aus Köln, George Danzer aus Freiburg, Thomas Lorsch aus Königsbrunn (Bayern), Martin Golser aus Salzburg und Thorsten Schuller sind im Burlington gesichtet worden.


Der Österreicher Martin Golser spielt gern in Dublin

Die fast vorprogrammierte Sensation gab es auch bereits: Carlos Mortensen, Weltmeister von 2002, ist raus. Standesgemäß wenn schon nicht als Erster auf dem Seigertreppchen, dann eben als Erster auf der Heimreise. Mit Ah-Ad geht er All-in und wird gecallt. Sein Gegner legt Kh-Kc auf den Tisch. Auf dem Board erscheinen Jc-2c-5h-4c-5c. Mit dem Flush in Kreuz wird der Weltmeister aus der Partie gekegelt.

So verteilt sich das Preisgeld (insgesamt €2.336.500) auf die ersten zehn Plätze:

1 € 650.000
2 € 325.000
3 € 210.000
4 € 175.000
5 € 130.000
6 € 100.000
7 €  75.000
8 €  50.000
9 €  35.000
10 €  26.250

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