Zweiter Tag in Schenefeld

Heute morgen um 3:20 ging ein perfekt organsiertes Pokerturnier im Casino Schenefeld zuende. Man kann dem Casinomanagment und und den Mitarbeitern hier gar nicht genug Lob aussprechen - wer die Verhältnisse bei Live-Turnieren in Deutschland kennt weiss, das ein gut organisiertes, mit einer ordentlichen Struktur versehenes Pokerturnier das auch noch gut, freundlich und kompetent durchgeführt wird 'ziemlich selten' ist.

Doch jetzt zum Turnierverlauf: 43 Spieler haben den 2. Spieltag um 18:15 begonnen und zunächst 3 Level a 45 Minuten gespielt, bis zur Essenspause in einem italienischen Restaurant vor Ort (Essen und Getränke waren in der Turniergebühr enthalten). In dieser Zeit sind ca. 20 Spieler ausgeschieden. Zunächst wurde Katja Thater an meinen Tisch gelost, 2 Plätze hinter mir, also mit Position auf mich. Nachdem ich den Spieler zwischen uns aus dem Turnier werfen konnte (mein TT vs. sein A9s, ich raise in mittlerer Position, er geht all-in, ich calle nach langem Überlegen) war der Platz zunächst für einige Zeit frei, wenig später kam dann Sebastian R. zwischen uns, ein furchtloser Pokerprofi, der seine Chips auch einsetzt und trotz seines jungen Alters von nur 22 Jahren bereits über eine riesige Erfahrung in Multi- und Single-Table-Turnieren verfügt (6 Stunden täglich bis zu 8 Tische gleichzeitig macht da so einiges aus :).

Als nur noch 20 Spieler übrig waren kamen dann noch Andreas Krause und Frank Debus an unseren Tisch, langsam wurde es wirklich gefährlich. Katja war praktisch "card dead" in dieser Zeit und konnte nur ein einziges Spiel machen, ausgerechnet gegen mich! Ich raise mit 44 auf dem Button (keine Limper), Sebastian im Small Blind past (braaaaavvv...) aber Katja raist sofort und ohne zögern. Ich passe ohne zu zögern, sie zeigt AA. Puhhh.

Wie erwartet zog es sich lange hin bis der Finaltisch feststand und zu den Opfern dieser Phase gehörten dann neben Katja auch Andreas Krause und Sebastian R.


Der Finaltisch des Deep Stack Turniers

Der Finaltisch zog sich dann über fast 4 Stunden dahin und war sehr spannend. Was an da so an Assen und Königen unterwegs gewesen ist ist allerdings auch schon kaum mehr normal gewesen, mein bestes Paar waren einmal Buben und die haben dann auch noch prompt gegen A7s im Big Blind verloren.


Der spätere Sieger Benjamin (rechts) mit Position auf mich

Am Ende konnte ich den dritten Platz erkämpfen (ich gehe all-in mit A6o und kriege einen call von 44, kommt sogar eine 6 aber die macht meinem Gegner die Strasse).


Hr. Dr. Schwarzer, 2. Platz

Hervorragender zweiter Platz geht an Herrn Dr. Schwarzer, der den Finaltisch mit 2x ein paar Assen, einmal Königen, diversen AK und Ax domiert und terrorisiert hatte bevor er unglücklich einige Spiele verlor. 


Sieger Benjamin Kung mit Freundin Jasmin

Gewinnen konnte schliesslich Benjamin Kung aus Berlin, der es mit Geduld, guten Laydowns und schliesslich einigem Glück schaffte das Turnier für sich zu entscheiden. Herzlichen Glückwunsch!