Victor Ramdin gewinnt das Championship Match

Jedes Team benötigt einen Kapitän und um diesen auszuspielen, trafen sich am Sonntagabend alle 29 Mitglieder vom Team-PokerStars-Pro zu einem Championship Match an den virtuellen Tischen bei PokerStars. Der Sieger wird im kommenden Jahr seine Mannschaft beim PokerStars All-Star Weekend, einem neuen online Teamwettbewerb, anführen. Aber es ging nicht nur darum den Kapitän zu ermitteln, denn gelichzeitig wurde für einen guten Zweck gespielt. PokerStars stellte einen Preispool mit $30.000 zur Verfügung und die drei Erstplatzierten dürfen die Preisgelder ($15.000/$10.000/$5.000) an eine Charity-Organisation ihrer Wahl spenden.

Gespielt wurde der 8-Game-Mix, sodass alle sechs Minuten die Spielart wechselte, beginnend mit 2-7 Triple Draw. Die Varianten Limit Hold’em, Omaha Hi-Lo, Razz, Stud, Stud Hi-Lo, No-Limit Hold’em und Pot-Limit Omaha vervollständigten das 8-Game.

Zu den ersten Spielern, die ihre 2.000 Startchips aufgebraucht hatten zählten John Duthie, Humberto Brenes und André Akkari und auch für die WSOP-Champions Greg Raymer, Tom McEvoy und Joe Hachem war das Turnier früh gelaufen. Die einzige deutsche Vertreterin im Pro Team Katja Thater musste sich dann mit Rang 15 begnügen.


KidPoker

Den Final Table der letzten sechs Spieler erreichten Chad Brown, Hevad Khan, Bill Chen, Chris Moneymaker, Victor Ramdin und Daniel Negreanu. Moneymaker (17.739 Chips) und Ramdin (19.500) führten deutlich vor KidPoker (6.865) und Brown (6.820). Bill Chen, der nur knapp 3.000 Chips ins Finale retten konnte schied dann gleich in der ersten Hand aus. Gespielt wurde 2-7 Triple Draw und Chen verlor seine Chips mit :Ax:8x:7x:5x:2x gegen Brown mit:8x:7x:6x:3x:2x.

Wenige Hände später erwischte es dann auch Chad Brown auf Platz fünf, ebenfalls beim 2-7. Schon vor dem dritten Draw war Brown gegen Ramdin all-in und tauschte noch eine Karte, während sein Gegner „pat“ blieb. Im Showdown zeigte Ramdin dann :7x:6x:5x:4x:2x und ließ Brown mit :9x:8x:7x:4x:2x keine Chance.

Danach verging eine komplette Runde, ehe erneut beim 2-7 Triple Draw der nächste Spieler seinen Stuhl räumen musste. Hevad Khan war bereits nach dem zweiten Draw all-in, auch diesmal stellte sich Victor Ramdin in den Weg und präsentierte schließlich mit einem 7-6-low ein weiteres Monster. Keine Chance für Hevad, der den Bubbleboy mimte. Damit ging es also zwischen Ramdin, Moneymaker und Negreanu um die Verteilung der Preisgelder und um den Titel des Team-Kapitäns.

Für Money800 folgte das Aus im Limit Hold’em. Nachdem er ein Raise von Ramdin in Big Blind gecallt hatte, zeigte der Flop :Kc:8s:5s, beide checkten und der Turn brachte die :6h. Moneymaker spielte an, wurde geraist und es kam zum all-in für den Weltmeister von 2003. Im Showdown drehte er :Kh:7d um, doch Ramdin zeigte :As:Ks. Der River brachte die :5h und somit wird Chris Moneymaker $5.000 an eine Einrichtung seiner Wahl spenden.


Victor Ramdin

Im Heads-up waren die Chipcounts recht ausgeglichen. Ramdin führte mit 33.000 zu 25.000, doch zunächst bestimmte Daniel Negreanu das Geschehen und sah schon wie der sichere Sieger aus, als sein Gegner nur noch knapp 3.000 Chips hielt. Doch Victor Ramdin schaffte die Wende, indem er elf der folgenden zwölf Hände gewann oder zumindest splitten konnte. Im Seven Card Stud Hi folgte dann die Entscheidung, als Ramdin mit zwei Paaren Queens und Achten auch die restlichen Chips von KidPoker bekam. Negreanu zeigte nur ein Paar Siebener im Showdown, denn sowohl Flush- als auch Straightdraws kamen nicht an.

Victor Ramdin ist als der Team PokerStars Pro Champion und wird $15.000 spenden, Daniel Negreanu nimmt für seine Charity-Organisation $10.000 entgegen.

 

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