Sunday Storm-Gewinner 'vunopocker': "Es war dieser perfekte Tag..."

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Viele Jahre hat vunopocker Poker einfach „Just for Fun" gespielt, ohne große Ambitionen und vor allem ohne Bankrollmanagement. Erst im April diesen Jahres änderte sich die Einstellung des mittlerweile 33-jährigen aus der Nähe von Kassel grundlegend, und nur zwei Monate später feierte er mit dem Gewinn der Sunday Strom Special Edition im Rahmen der PokerStars Summer Series einen sensationellen Erfolg, der ihm über $28.000 in die Bankroll spülte.

„Natürlich hat sich mein Spiel in den letzten Jahren entwickelt, aber erst vor zwei Monaten habe ich tatsächlich gesagt 'Ok, ab sofort spiele ich knallhart nach Bankroll'", erzählt vunopocker, der mit $100 ganz unten startete und schnell nach oben schoss: „Ich habe mich zunächst für ein $3,30 Bounty Builder qualifiziert, bin da Siebter für ca. $700 geworden. Vor vier Wochen konnte ich mich für die SCOOP Sunday Million qualifizieren und noch mal um die $800 gewinnen. Als meine Bankroll dann bei etwas über $2.000 lag, habe ich angefangen regulär die $11-Turniere zu spielen."

Der Plan sich intensiver mit Poker zu beschäftigen kam nicht von ungefähr, denn die Motivation weiter als Selbstständiger im Energievertrieb zu arbeiten hatte in den vergangenen Jahren gelitten. „Und durch die Corona-Krise ist das Ganze auch ziemlich den Bach runter gegangen, sodass Poker ein Plan B für mich ist. Ich hatte in der Vergangenheit schon ein paar Erfolge gehabt, zum Beispiel das $55 Bounty Builder und das $109 Mini Thursday Thrill gewonnen."

Aber von nichts kommt nichts und deshalb steckt vunopocker auch viel Zeit in Weiterbildung, für die er die einschlägigen Tools nutzt, um seine Sessions aufzuzeichnen und zu analysieren. Zu den wichtigen Bausteinen zählen zudem die Livestreams auf Twitch, unter anderem der von Felix xflixx Schneiders, in dessen GRND-Community vunopocker auch aktiv ist, und die Final Table-Replays auf YouTube. „Overall verbringe ich einfach sehr viel Zeit mit Poker, weil es wirklich eine Leidenschaft für mich ist."

Und die Leidenschaft hat sich vor einer Woche beim Sunday Storm so richtig ausgezahlt. Wobei sich erst sehr spät abgezeichnet hat, dass es letztlich sogar für den Sieg reichen würde. „Bis final-four Tables war ich eigentlich permanent short. Meine letzten fünf Big Blinds habe ich im Blindbattle verdoppelt, danach ging es wieder runter auf drei Big Blinds", erinnert sich vunopocker. „Der Run fing erst bei noch drei Tischen an. Plötzlich habe ich gute Hände und Boards bekommen, konnte meine Gegner unter Druck setzen, weil einige offensichtlich sehr money scared waren."

Es kam alles zusammen, vunopocker gewann die Flips, traf die richtigen Entscheidungen und hatte dieses besondere Gefühl: „Als ich diesen großen Stack bei noch drei Tischen hatte, wusste ich, das kann dir jetzt keiner mehr nehmen. Es war dieser perfekte Tag, ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen."

Das Geld bleibt diesmal zum großen Teil in der Bankroll, denn vunopocker ist noch längst nicht am Ziel: „Ein bisschen habe ich natürlich ausgezahlt, aber 90 Prozent sind auf dem Konto geblieben. Ich werde jetzt testen, ob ich auf den höheren Buy-ins bestehen kann, wenn nicht gehe ich wieder ein paar Stufen runter."

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