Qualifikant Yannic Richert krönt zwei starke Monate mit einem Deeprun in Madrid

An die letzten knapp zwei Monate seiner Karriere als Hobby-Pokerspieler wird sich Yannic Richert sicher noch lange zurückerinnern. Seit gut sieben Jahren grindet der mittlerweile 25-Jährige aus Ostwestfalen, der kurz vor dem Abschluss seines Studiums als Wirtschaftsingenieur steht, die Microstakes-Turniere bei PokerStars und versucht sich auch immer wieder für größere Live- und Online-Turnierserie zu qualifizieren.

Anfang Mai schaffe er dann beides innerhalb weniger Tage. Zunächst gewann er über ein Freeroll ein Ticket für die $1.050 NLHE Super Tuesday Special Edition der SCOOP 2019, und kurz bevor dort die ersten Hände gedealt wurden, schnappte er sich über ein €2,50 Spin & Go auch noch ein Preispaket für den €1.100 Main Event der EPT Open Madrid.

„Vor eineinhalb Jahren habe ich angefangen mich etwas intensiver mit Poker auseinander zu setzen, um doch mal den nächsten Schritt nach vorne zu machen. Es hat dann auch ganz gut funktioniert, aber die letzten beiden Monate waren natürlich sensationell", erzählt Yannic, der seit dieser Zeit auch in der GRND-Community von Felix xflixx Schneiders aktiv ist und regelmäßig die Streams einschaltet.

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Yannic am dritten Spieltag in Madrid

Denn er konnte sich nicht nur erstmals für ein $1.050 Online- und ein €1.100 Liveturnier qualifizieren, er schaffte auch bei beiden Events den Sprung in die bezahlten Plätze. Beim hochklassig besetzten SCOOP-Event spülte ihm der Mincash $2.300 in die Bankroll, den EPT Open Main Event in Madrid schloss er auf Platz 39 für €4.060 Preisgeld ab.

„Live hatte ich bis dahin nur ein Sachpreisturnier für €20 gespielt. So gesehen war Madrid das erste echte Liveturnier. Ich war natürlich aufgeregt, habe es aber einfach als Freeroll gesehen und wollte Erfahrungen sammeln. Dass es im Endeffekt so gut lief, damit habe ich natürlich nicht gerechnet."

Es lief so gut, dass Yannic den ersten Spieltag auf Platz vier abschloss. Als dann am zweiten Spieltag die 167 bezahlten Plätze in Reichweite waren, machte sich zwar Nervosität breit, aber da Yannic kurz vor der Bubble immer noch einen Stack über dem doppelten des Average verwaltete, wurde ihm vor allem klar: „Hier könnte doch was gehen!"

Es ging tatsächlich noch einiges. Yannic überstand nicht nur die Bubble unbeschadet, er erreichte anschließend sogar den dritten Spieltag und damit viel mehr als erwartet. Dementsprechend war er nach dem Bustout auch „überhaupt nicht enttäuscht. Wir haben danach zwar noch mit ein paar Leuten an der Bar gesessen und besprochen, was man hätte besser machen können. Aber ich war absolut glücklich mit dem Abschneiden und habe dann einfach noch die letzten Tage in Madrid genossen."

Und wie geht es jetzt weiter? Sind die Ambitionen gestiegen, setzt man sich neue Ziele?

Die Antwort kommt etwas überraschend, denn nach dem Yannic am Montag wieder zuhause angekommen war, gönnte er sich nur eine kurze Pause, um runter zu kommen: „Ich habe direkt am Abend wieder den Grind gestartet, bin auch etwas höher gegangen mit ein paar $11-Turnieren und habe zwei kleinere Final Tables gespielt. Aber in den nächsten Wochen konzentriere ich mich erstmal auf die Prüfungen, die jetzt anstehen. Danach zählen die EPT National in Barcelona und die EPT Open Sotschi zu den Zielen. Aber natürlich nur, wenn ich mich qualifiziere. Das Geld direkt auf den Tisch zu legen wäre wohl etwas zu abgehoben."


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