Lex Live 2: Viele Highlights und ein Tiefpunkt - Lex Velhuis zieht Bilanz

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In der vergangenen Woche traf sich in London nicht nur die Community von Twitch-Streamer Lex Veldhuis. Zum Lex Live 2 Pokerfestival hatten auch viele andere Streamer-Kollegen, wie zum Beispiel Felix xflixx Schneiders, Benjamin Spraggy Spragg oder Fintan easywithaces Hand, zahlreiche ihrer Members im Schlepptau und machten die Veranstaltung im Aspers Casino zu einem echten Happening. Zum Abschluss zog Veldhuis im Interview mit Jack Staton von PokerStarsblog.com Bilanz, äußerste sich ausführlich zu seinen persönlichen Highlights und einer Sache, die besser nicht passiert wäre.

Zu den Highlights abseits der Pokertische zählte für Veldhuis vor allem der Kinobesuch mit seinen Community-Mitgliedern: „Den kompletten Kinosaal zu mieten war für mich etwas ganz Besonderes, weil es die Erfüllung eines Kindheitstraums ist: mit vielen Freunden im Kino zu sein und einen der angesagtesten Filme des Jahres zu sehen. Es war wirklich großartig. Aber vielleicht schauen wir uns das nächste Mal mit einem Beerpong-Hangover um 10 Uhr morgens keinen der psychologisch düstersten Film an."

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Ein Kindheitstraum: Lex mit seine Community im eigens gemieteten Kinosaal

Weniger gut gefallen hat Veldhuis der Sieg von Ben Spraggy Spragg beim £40 FU Flip, der dafür neben £601 Preisgeld auch eine der begehrten Lex Live-Trophies gewann. Während Spraggy seinen Sieg „als das Beste, was mir in den letzten Jahren passiert ist" bezeichnete, sah die Gefühlswelt bei Lex komplett anders aus: „Dass Spraggy die Trophy gewonnen hat, ist das schlimmste was passieren konnte. Die Leute werden das sehr bald verstehen. Er wird das Ding missbrauchen und es bei jeder Gelegenheit jedem unter die Nase binden. Wenn er sein Steak auf Instagram salzen möchte, wird er irgendwie diese Trophy dafür verwenden. Er wird sich ständig als Champion bezeichnen, das wird für mich das Nervigste überhaupt sein. Es wird mich jahrelang verfolgen."

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Der Tiefpunkt: Lex muss Spaggy zum Sieg gratulieren

Etwas ganz Besonderes war für den Niederländer wiederum das Ausspielen von zwei Platinum Pässen zur PSPC 2020. Patrick Winterbottom aus Großbritannien gewann den Streamer Showdown, für den sich sechs Spieler online qualifiziert hatten, vor Robert Bencsik aus Deutschland. Der Nordire Tom Predator419 Parsons löste, wie 23 andere Spieler auch, die Aufgaben beim Lex Live Adventure, gewann danach ein single-hand Flipout und schließlich auch das six-handed Finale.

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Überglücklich: Platinum Pass-Gewinner Tom Predator419 Parsons

„Das wir diesmal zwei Platinum Pässe verschenken konnte, zählte zu den coolsten Dingen überhaupt. Es war fantastisch Leute für ihr Engagement in der Community zu belohnen. Es gab keine Medien, kein Social-Media, gar nichts. Das war einfach pur. Die Leute, die hier vor Ort sind, machen Poker bei Twitch interessant und speziell und diese Veranstaltung erst möglich", schwärmte Veldhuis.

Angesprochen auf die vielen anderen Streamer vor Ort, die allesamt zahlreich ihre eigenen Community-Members mitgebracht hatten, verriet Veldhuis, dass sich Lex Live für ihn genau in die richtige Richtung entwickelt: „Ich denke tatsächlich, dass es in Richtung Twitch-Poker-Convention geht. Das war die ganze Zeit mein Ziel. Ich habe den anderen Streamern immer gesagt: fühlt euch frei, Dinge auszuprobieren. Fühlt euch frei, eure Community mitzubringen und einen Platz für euch hier zu finden... Hier treffen sich alle von Twitch, egal aus welcher Community. Sogar die Locals hier aus London haben bei den Community-Sit & Gos mitgemacht, und genau diese Dinge helfen Twitch-Poker beim Wachsen. Es fühlt sich einfach sehr gesund an."

Dass das Lex Live 2 in jeder Hinsicht ein voller Erfolg war, unterstreichen auch da Zahlen beim £230 Main Event. Die Spieler reisten nicht nur aus ganz Europa an, sondern, wie zum Beispiel Twitch-Streamer und PokerStars-Ambassador Arlie Shaban, auch aus den USA, Südamerika und Australien.

Letztlich schraubten 889 Entries den Preispool auf £177.800 und der Brite Kyle McCauge gewann nach einem Deal der vletzten drei Spieler die Trophy und £26.945 Prämie. Rang zwei und £20.095 gingen an Cristian-Gicu Stanciu aus Rumänien, Rang drei und £20.115 an Atanas Pavlov aus Bulgarien. Valentin Emling (15./ £1.867) verpasste als bester Deutscher leider den Finaltisch.

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Lex Live 2 Main Event-Champion Kyle McCauge

Das komplette Interview mit Lex Veldhuis und viele weitere interessante Berichte rund um das Festival findet ihr bei PokerStarsblog.com. Und dort hat sich Veldhuis auch schon festgelegt: „Wo und wann Lex Live weiter geht, kann ich noch nicht beantworten... Was ich aber bestätigen kann - zu einhundert Prozent - ist, dass es ein Lex Live 3 geben wird.



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