Top 10 Momente bei der Asia Pacific Poker Tour

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Sind Sie bereit für die Rückkehr der bahnbrechenden APPT? Stimmen Sie sich auf die Tour ein, indem wir uns gemeinsam an die zehn besten Momente der APPT zurückerinnern.

Nach einem Jahr Auszeit kehrt die Asia Pacific Poker Tour (APPT) 2018 zurück, um in dieser Region noch mehr Gewinner zu kühren. Im August 2007 wurde das allererste APPT-Event in Manila ausgerichtet - 255 Spieler zahlten das $2.500 Buy-in. Brett Praise aus den Vereinigten Staaten sicherte sich die Siegprämie von $179.775 und damit seinen ersten Live-Cash überhaupt. Zehn Saisons hat die APPT absolviert: Poker-Rekorde wurden aufgestellt, Profi-Spieler haben hier ihre größten Erfolge gefeiert und neue Märkte sind erschlossen worden. Seit dem 4. Februar ist die Tour wieder in Macau zu Gast. Im folgenden Artikel werfen wir einen Blick auf die 10 besten APPT-Momente aller Zeiten.

10. Chen im Eilschritt

James Chen ist in erster Linie vielleicht ein Cashgame-Spieler, aber er hat bewiesen, dass er auch bei Turnieren kein Versager ist. Zwei Jahre in Folge hat er das HK$80.000 High Roller-Event während des Macau Poker Cups für sich entscheiden können. Dafür gab es im September 2015 $219.850, ein Jahr später wiederholte er das Kunststück und wurde mit $293.044 belohnt. Bei den Aussie Millions 2017 konnte er mit $625.909 das höchste Preisgeld seiner Laufbahn erwirtschaften. Beim Macau Poker Cup 27 versuchte er sich an einem Hattrick - auf dem 11. Platz war der Traum jedoch ausgeträumt.

9. Hachems Erfolg daheim

Joe Hachem ist durch das WSOP Main Event 2005 bekanntgeworden - damals hat er all seine „One Times" aufgewendet, um sich die Siegprämie von $7,5 Millionen zu sichern. Tatsächlich war es das erste Live-Turnier, das er gewinnen konnte. Zu Hause musste er sich bis zum APPT Tournament of Champions 2007 gedulden, bis er endlich in der Heimat triumphieren konnte. Heads-Up setzte er sich gegen PokerStars Pro-Kollege Greg Raymer durch und konnte $50.000 für seine Wohltätigkeitsorganisation, die Shane Warner Foundation, einspielen.

8. O'Dwyers höchstes Preisgeld

Steve O'Dwyer ist auf dem High-Roller-Circuit nach wie vor gut unterwegs - vor kurzem hat er das $50.000 Event der PCA 2018 für $769.500 gewonnen, seine Live-Turniergewinne belaufen sich mittlerweile auf mehr als $21 Millionen. Seinen ersten siebenstelligen Gewinn nahm er 2013 beim EPT 9 Grand Final mit nach Hause - für den Sieg gab es $1.604.972. Bei der Asia Championship of Poker 2014 war er ein Jahr später sogar noch erfolgreicher. Beim HK$15.000 PLO-Event ließ er sich noch mit einem bescheidenen Preisgeld von $8.005 abspeisen, dann stand allerdings das HK$500.000 Super High Roller auf dem Spielplan. An einem irre stark besetzten Final Table setzte er sich gegen Davidi Kitai (8.), Daniel Colman (7.), Joseph Cheong (5.), Conor Drinan (4.) und Pratyush Buddiga (3.) durch, bevor er Heads-Up auch noch Ryan Fee bezwingen konnte. Der Sieg war satte HK$14.050.000 wert, das entspricht etwa $1,8 Millionen.

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Steve O'Dwyer kassierte 2013 zum ersten Mal ein siebenstelliges Preisgeld -
und sein Lauf geht unaufhörlich weiter


7. ElkY zeigt sein Jokerface

Der ehemalige PokerStars-Profi Bertrand „ElkY" Grospellier landete beim APPT Main Event 2007 auf dem fünften Platz. 2008 versuchte er erneut sein Glück, diesmal im Joker-Outfit (gemeint ist natürlich der Batman-Bösewicht, nicht die Spielkarte). Dabei handelte es sich um kein schnell zusammengestelltes, billiges Kostüm. Tatsächlich sah es recht überzeugend aus und zu verdanken hatte ElkY den Grusel-Look einer professionellen Maskenbildnerin. Das französische Poker-Ass hatte keine Prop-Bet verloren, sondern sich aus Spaß an der Freude so verkleidet. Während des Events verriet er: „Ich liebe den Film einfach und wir dachten, es würde für eine Menge Spaß an den Tischen und beim Spielen sorgen." Sein Interviewer wollte wissen, ob er seine Gegner einschüchtern würde. Er antwortete: „Ich kann gerade niemanden mit meinem Chip-Stack einschüchtern, ich hoffe, dass das mit meinem Outfit besser gelingt." ElkY schied vor Erreichen der Preisgeld-Ränge aus.

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Versteckt die Frauen und Kinder!


6. Gerechtes Poker-Karma

Wenn Sie jemanden slowrollen wollen, suchen Sie sich niemanden aus, der im Live-Stream eines großen TV-Events viele Anhänger hinter sich versammelt hat. Seit 2014 fanden die Aussie Millions drei Jahre lang im Rahmen der APPT statt. Das Main Event 2016 wurde live auf Twitch gezeigt, Jason Somerville übernahm die Rolle des Kommentators. Als nur noch 15 Spieler übrig waren, kam es zu einer absurden Situation: UTG entschied sich ein Spieler für ein Openraise und Mikel Habb warf Raising-Chips in den Pot, bevor er behauptete, er habe nur callen wollen. Habb wurde zum Raise gezwungen, aber als Somerville sah, dass Habb Könige hatte, war ihm klar, dass der Protest nur Theater war. „Oh Mann, das ist ein kleiner, schmutziger Angle hier, denke ich", bemerkte Somerville. Sam Abernathy ging nichts ahnend mit Sechsern All-in. Als Habb wieder an der Reihe war, brauchte er Ewigkeiten für den Call und gab vor, eine schwierige Entscheidung treffen zu müssen. Als er endlich aufstand, küsste er seine Finger und nahm eine Siegerpose ein. Es war ein unwirkliches Schauspiel, aber die Poker-Götter ließen Gerechtigkeit walten: Eine Sechs auf dem River jagte Habb aus dem Turniersaal!


5. Die Poker-Double Crown

Vladimir Geshkenbein erzielte bei der APPT seinen ersten Live-Cash - und das Preisgeld konnte sich sehen lassen. 2009 gewann er das HK$88.800 NLHE High Roller in Macau für HK$2.067.200 ($266.705), im Heads-Up setzte er sich gegen Johnny Chan durch. Zwei Jahre später war er beim EPT Snowfest Main Event 2011 für $552.901 erfolgreich. Fünf Jahre später übertraf er auch diese Summe, wieder bei der APPT. Seit er das Asia Championship of Poker Main Event 2016 für $727.483 für sich entscheiden konnte, ist er der erste und einzige Spieler, der bei der EPT und APPT Titel gewonnen hat.

4. Ivey mit einem Hattrick

Einer der wichtigsten Skills für Poker-Profis ist die Fähigkeit, zur rechten Zeit einen Lauf zu erwischen. Phil Ivey hat das bei den Aussie Millions beherzigt, die er als seinen „Lieblings-Stopp auf der Poker-Tour" ausgemacht hat. Das ist wenig überraschend, wenn wir uns an seine Erfolge in den letzten Jahren erinnern. 2012 gewann Ivey die A$250.000 Challenge für $2.058.948 und 2014 gelang ihm das erneut für $3.582.753. Unglaublich, aber wahr: Im Jahr darauf heimste er beim gleichen Event noch einmal $1.710.854 ein, als er sich gegen Erik Seidel, Scott Seiver, Doug Polk und Mike McDonald behaupten konnte. McDonalds „Deathstare" hatte keine Chance gegen Ivey's Pokerface. In der letzten Hand in Melbourne musste sich sogar Ass-Dame Iveys König-Dame unterordnen.

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Phil Ivey war bei der APPT enorm erfolgreich


3. ElkYs fantastischer Read

ElkY hat das APPT Main Event 2007 vielleicht nicht gewonnen (siehe weiter unten), trotzdem hat er ganze Klasse unter Beweis stellen können - eine Hand gegen Ivan Tan am Final Table war dabei besonders bemerkenswert. Tan raiste preflop mit Ad-
Qh, ElkY saß im Big Blind mit Jd-Qd und reagierte mit einer 3-bet. Tan callte und den 8h-5h-Qs Flop nannte Daniel Negreanu, der am Kommentatoren-Pult Platz genommen hatte, „gefährlich". ElkY machte den Check, die Zuschauer rechneten mit einem Check-Raise oder zumindest mit einem Check-Call. Tan platzierte eine C-Bet, ElkY dachte ein paar Sekunden nach und Negreanu stellte fest, der Franzose sei in „großen Schwierigkeiten". Stattdessen foldete ElkY und Negreanu war völlig von den Socken: „Wow! Das ist ein unglaublicher Fold ... Das könnte einer der besten Reads sein, die ich je gesehen habe. Ich bin total beeindruckt von ElkY hier und er war so lässig dabei."

2. Macau öffnet sich der Pokerwelt

Die APPT hat den Pokermarkt neu erschlossen, in Macau wurde das erste Turnier 2007 ausgetragen. Das $2.500 APPT Main Event fand im Grand Waldo Hotel statt und mit 352 Teilnehmern war es bis zu diesem Zeitpunkt das größte Pokerturnier im asiatischen Raum. Und was für einen Final Table es gab: Joe Hachem landete auf dem achten Platz, Liz Lieu wurde Siebte, Bertrand „ElkY" Grospellier musste das Turnier auf dem fünften Platz beenden. Dinh Boat Le schnappte sich den Sieg für $222.640. Bis heute hat der Spieler aus England ansonsten höchstens vierstellig cashen können.

1. Rekordverdächtige Beijing Millions

Poker eroberte den asiatischen Markt im Sturm und mit den Beijing Millions 2014 verschaffte sich die APPT einen Eintrag im Poker-Geschichtsbuch. Zum ersten Mal veranstaltete die APPT ein Turnier auf dem Festland Chinas. 2.732 Teilnehmer hatten sich angemeldet, es war das größte Live-Event, das außerhalb der USA austragen wurde. Der chinesische Spieler Qin Chen war der größte Nutznießer - für seinen Sieg im Heads-Up gegen Yang Zhang bekam er ¥675.000 (umgerechnet etwa $109.382) ausgezahlt. Es war Chens erster Live-Cash und ist bis heute mit Abstand sein höchstes Preisgeld bei einem Turnier.

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