Sportkämpfe, die man kaum glauben kann

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Der schnellste Mann der Welt, Usain Bolt, und Comedy-Schwergewicht Kevin Hart sind 2017 im Rahmen der #GameOn-Kampagne von PokerStars regelmäßig gegeneinander angetreten. Die spielerische Fehde erreichte beim PokerStars Caribbean Adventure 2018 ihren Höhepunkt, als die beiden Superstars im Heads-Up aufeinander trafen. Manch einer könnte glauben, dass solche Match-Ups nur am Pokertisch zustande kommen, aber in der Sportwelt kam es im Laufe der Jahre zu einigen bizarren Zusammenstößen.


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Usain Bolt und Kevin Hart legen ihre Differenzen am Pokertisch bei


Floyd Mayweather vs The Big Show

März 2008, Florida

Es hat den Anschein, als würde Mayweather alles Mögliche für Geld machen. Sich mit einem Mann anzulegen, dessen Faust größer ist als sein Kopf, gehört auch dazu. Mayweather hatte allerdings Glück, da der Ausgang des Kampfes geplant war. Trotzdem war es einer der besten Promi-Kämpfe, den die WWE in ihrer Geschichte auf die Beine gestellt hat. Der Kampf wurde beim PPV No Way Out 2008 vorbereitet, als Mayweather auf die Bühne stürmte, um Rey Mysterio zu beschützen und Big Show dabei die Nase brach (Berichten zufolge mit Erlaubnis des großen Mannes!).

Der Kampf fand während der WrestleMania XXIV statt und obwohl Mayweather als „der Gute" inszeniert werden sollte, hatten die meisten Leute ein Problem mit seiner zur Schau gestellten Arroganz. Big Show hatte das Publikum auf seiner Seite, trotzdem hielten sich beide ans Drehbuch. Der Wrestler kassierte ein paar Schläge mit einem Stuhl und bevor er sich davon erholen konnte, verpasste ihm Mayweather mit einem selbstgebastelten Schlagring einen vernichtenden Hieb.


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Floyd „Money" Mayweather hat keine Angst davor, auf unorthodoxe Herausforderungen einzugehen, um noch mehr Geld zu verdienen


Muhammad Ali vs Antonio Inoki

Juni 1976, Tokio

Ali war vielleicht einer der besten Boxer, den die Welt je gesehen hat, aber seine Fähigkeiten als Wrestler ließen zu wünschen übrig. Im Kampf gegen den Japaner Antonio Inoki brachte er Boxhandschuhe mit, obwohl eine Art Mixed Martial Arts auf dem Programm stand - entsprechend hatte er Probleme, seinen Gegner zu fassen zu bekommen. Inoki begann den Kampf rasend schnell mit einem Tritt, bevor er sich auf den Rücken legte und versuchte, Ali auf den Boden zu locken. Ali war daran nicht interessiert und auch die Begeisterung des Publikums nahm ab, als klar wurde, dass der Kampf nur wenig Action versprach. Ali konnte am Ende nur fünf Schläge landen, der Kampf ging Unentschieden aus und die beiden mussten sich vonseiten der Zuschauer Hohn und Spott gefallen lassen. Nach dem Kampf wurde bekannt, dass es Inoki wohl untersagt war, Wurftechniken oder Tackling einzusetzen; Tritte waren nur erlaubt, wenn ein Knie die Matte berührte.


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Muhammad Ali ist eine der größten Boxlegenden aller Zeiten, aber gegen den japanischen Profi-Wrestler Antonio Inoki hatte er seine Schwierigkeiten


Conor McGregor vs Floyd Mayweather

August 2017, Las Vegas

Niemand ging ernsthaft davon aus, dass Floy Mayweather seine Karriere mit 49:0 Siegen beenden würde, nachdem er mit Rocky Marcianos Rekord gleichgezogen war. Die wenigsten hätten aber geglaubt, dass er sich für seinen 50. Kampf ausgerechnet den UFC-Profi Conor McGregor zur Brust nehmen würde. Im Vorfeld des Kampfes rechneten viele Leute damit, dass McGregor eine realistische Chance gegen einen der besten Pound for pound-Boxer hatte. Gleich zu Beginn der ersten Runde wurde jedoch klar, dass Mayweather entscheiden würde, wann und wie der Kampf zu Ende gehen wird. Am Ende gewann er in der 10. Runde durch einen technischen K. o. Heute gilt der Kampf als eine der größten Betrügereien der Sportgeschichte. Mayweather soll Berichten zufolge $300 Millionen an dem Kampf verdient haben, für McGregor warf der Kampf mehr als $100 Millionen ab.

Jerry Lawler v Andy Kaufman

April 1982, Memphis

Der Streit zwischen Jerry „The King" Lawler und Comedian Andy Kaufman ist eine der besten Geschichten im professionellen Wrestling-Sport - und sie war auch der Wegbereiter für die heutigen Eskapaden bei der WWE. Anfang der 80er Jahre drehte sich alles ums Grappling und Wrestling wurde noch als „echte" Sportart angesehen. Kaufman, den Zuschauer durch seine Rolle als Latka in der Sitcom Taxi kannten, war ein großer Wrestling-Fan. Er erklärte sich selbst zum Intergender World Champion, nachdem er gegen weibliche Gegner ein paar Kämpfe erfolgreich bestritten hatte. Lawler fühlte sich davon angegriffen und forderte ihn zu einem Match heraus, das 1982 ausgetragen wurde. Kaufman musste nach dem Kampf ins Krankenhaus, was Memphis Wrestling die Aufmerksamkeit der Mainstream-Medien einbrachte. Lawler und Kaufman waren bei Late Night mit David Letterman zu sehen - hier ging der Streit munter weiter und die beiden schafften es sogar auf die Titelseite der New York Times. Erst 10 Jahre nach Kaufmans Tod wurde bekanntgegeben, dass die Sache abgesprochen war.

Ivan Lendl gegen die Golf-Welt

1996-2008, verschiedene Austragungsorte

Als Lendl das Tennis-Dasein 1994 an den Nagel hängte, tauschte er das Tennis-Racket gegen einen Golfschläger, um Profi-Golfer zu werden. Jahrelang spielte er bis zu 250 Runden, um sein Spiel auf Vordermann zu bringen. Bei der Czech Open 1996, seinem Debüt-Turnier, verpasste er den Cut. Er brachte sein Handicap auf 0 und versuchte sich für die US Open 2008 zu qualifizieren. Dort patzte er allerdings zunächst bei einem Bunker-Shot, danach misslang ihm ein Tap-in für eine Runde mit 77 Schlägen.

Tim Sylvia v Ray Mercer

Juni 2009, Alabama

Randy Couture v James Toney

August 2010, Boston

Der Kampf Mayweather vs. McGregor war nicht das erste Mal, dass Boxer und MMA-Kämpfer im Ring aufeinander trafen. Die folgenden beiden Kämpfe wurden allerdings unter MMA-Bedingungen ausgetragen, sehr zum Nachteil der beiden Boxer.

Dieser Vorteil verhalf Tim Syliva im Kampf gegen Ray Mercer, einen ehemaligen Boxweltmeister im Schwergewicht, nicht zum Erfolg. Nur neun Sekunden dauerte der Kampf. Aus irgendeinem Grund ließ der 2,03 Meter große Mann, der genauso gut Tritte wie Schläge verteilen konnte, seine linke Seite ungeschützt - und kassierte prompt einen Overhand Punch von Mercers Rechten.

Damit war es an Randy Couture bei der UFC 188, die Ehre der MMA-Sportler wiederherzustellen. In der 1. Runde brachte er Toney, einen Weltmeister in drei Box-Gewichtsklassen, direkt zu Boden und ließ ihn nicht mehr aufstehen. Ein Arm-Triangle zwang den Boxer nach drei Minuten und 19 Sekunden zur Aufgabe.

Jesse Owens vs Julio McCaw

Dezember 1936, Havana, Cuba

Hitler wollte der Welt bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin beweisen, dass das arische Volk die anderen Rassen auch beim Thema Sport dominiert. Ohne Erfolg: Jesse Owens war der erfolgreichste Athlet bei den Spielen und wurde der erste Amerikaner, dem es gelang, bei vier Leichtathletik-Disziplinen eine Goldmedaille zu gewinnen. Danach trat er nur noch gegen Geld bei Exhibition-Rennen an, so auch im gleichen Jahr in Kuba. Sein Gegner war Julio McCaw. Was daran so außergewöhnlich ist? Nun, McCaw war kein Mensch, sondern ein Pferd. Owens bekam einen Vorsprung von 40 Yards und schaffte es nach 9,9 Sekunden gerade noch vor McCaw ins Ziel.


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Jesse Owens in Höchstgeschwindigkeit


Billie-Jean King vs Bobby Riggs

September 1973, Houston

1973 ergriffen die Tennis-Spielerinnen das Wort, um ihren Unmut über die ungleiche Bezahlung zu bekunden. Beim Pacific Southwest Tennis Tournament sollten die Frauen nur um 15 Prozent des Preisgeldes, das die Männer erhielten, spielen. Grund genug für Billie-Jean King, einen Streik zu organisieren. Als sie die Herausforderung von Bobby Riggs - einem selbsternannten Chauvinisten mit einem Zocker-Problem - annahm, stand also viel auf dem Spiel.

Riggs war ein ehemaliger Wimbledon-Champion (1939), der das Profi-Dasein 1951 eigentlich aufgegeben hatte, aber eine Frau war seiner Ansicht nach kein ernst zu nehmender Gegner. Er verlor gegen King. Er konnte ihren Aufschlag zwar im ersten Set breaken, aber King kam zurück und gewann vor 90 Millionen Zuschauern mit 6:4, 6:3 und 6:3. Das Match ist auch die Vorlage für den aktuellen Kinofilm Battle of Sexes mit Steve Carell und Emma Stone.

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