EPT-Geschichte: Die Entwicklung der EPT Prag zu einem der beliebtesten Stopps in Europa

Der Countdown läuft! Am kommenden Freitag fällt der Startschuss zum Pokerfestival der European Poker Tour in Prag (7. bis 18. Dezember), das sich in den vergangenen Jahren zu einer der beliebtesten Veranstaltungen in Europa entwickelt hat. Ein guter Zeitpunkt also, um wieder ein wenig im Geschichtsbuch der EPT zu stöbern.

Erstmals in Prag zu Gast war die European Poker Tour im Jahr 2007 (Season 4). Zur Premiere lockte der Main Event 555 Pokerspieler ins Hilton Prague Hotel und sorgte für einen soliden Wert, der nur in San Remo (701 Teilnehmer) und beim Grand Final in Monte Carlo (842) überboten wurde.

Doch während viele andere Stopps - allen voran San Remo mit 1.178 Teilnehmer in Season 5 und 1.240 Teilnehmern in Season 6 - in den kommenden Jahren deutlich zulegen konnten, stagnierten die Spielerzahlen in Prag bis Season 7.

Die erste signifikante Steigerung gab es im Dezember 2011 (Season 8). Beim Sieg von Martin Finger waren 722 Pokerspieler am Start und es wurden €3.501.700 an Preisgeldern ausgespielt.

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Traditionell gut gefüllt: Der Turniersaal im Hilton Prague Hotel

Den nächsten Schub - und letztlich auch den Aufstieg zum beliebtesten Stopp nach Barcelona - brachte die Neuausrichtung der European Poker Tour zur neunten Saison. Die Anzahl Stopps wurde von 13 auf acht reduziert, dafür die regionalen Turnierserien - im Falle von Prag die Eureka Poker Tour - mit eingebunden und der Festival-Charakter deutlich erhöht.

Die EPT Prag steigerte die Teilnehmerzahl beim Main Event dadurch zunächst auf 864, knackte ein Jahr später in Season 10, beim Sieg von Julian Track, erstmals die Marke von 1.000 Spielern.

Den Top-Wert brachte dann der bis dato letzte Stopp in Prag 2016 (Season 13), als beim Sieg des Niederländers Jesper Van Putten 1.192 Pokerspieler an den Start gegangen waren.

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Jesper Van Putten gewann die letzte EPT Prag im Dezember 2016

Für ein wenig Ernüchterung sorgte dagegen ein Jahr später die neu ins Leben gerufene PokerStars Championship. Auch in Prag hieß es im Dezember 2017 PSC statt EPT und mit 855 Teilnehmer blieb man auch dort beim Main Event hinter den Erwartungen zurück.

EPT Prag ME     
SeasonNameLandPrämieTeiln.Preispool
4 (2007)Arnaud MatternFrankreich708.400 €5552.530.240 €
5 (2008)Salvatore BonavenaItalien774.000 €5702.764.500 €
6 (2009)Jan SkampaTschechien682.000 €5862.842.100 €
7 (2010)Roberto RomanelloWales640.000 €5632.730.550 €
8 (2011)Martin FingerDeutschland720.000 €7223.501.700 €
9 (2012)Ramzi JelassiSchweden835.000 €8644.190.400 €
10 (2013)Julian TrackDeutschland725.700 €1.0074.883.950 €
11 (2014)Stephen GranerUSA969.000 €1.1075.368.950 €
12 (2015)Hossein EnsanDeutschland754.510 €1.0445.063.400 €
13 (2016)Jasper Van PuttenNiederlande699.300 €1.1925.781.200 €
PSC Prag ME     
2017Kalidou SowFrankreich675.000 €8554.146.750 €

In diesem Jahr feierte dann die EPT mit einigen Änderungen ihr Comeback. Zu den Änderungen zählen die Big Blind-Ante, die Shotclock (ab dem zweiten Spieltag) sowie die Re-Entry-Option, die den Spielern die Möglichkeit bietet sich ein zweites Mal in den Main Event einzukaufen.

Die Re-Entry-Option sorgte in Barcelona für 1.931 Entries und einen Preispool in Höhe von €9.365.350, den höchsten bei einem Main Event in der kompletten Tour-Geschichte. In Prag werden diese Zahlen sehr wahrscheinlich nicht erreicht, aber ein Preispool jenseits der €5 Millionen sollte in diesem Jahr durchaus wieder möglich sein.


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