Daniel Negreanu im Interview für PokerStars School über die PSPC, die neue Spielergeneration und vieles mehr

Der erste bei Hendon Mob aufgezeichnete Cash von Daniel Negreanu liegt mittlerweile über 20 Jahre zurück. Seitdem hat der Kanadier nicht nur $35 Millionen an Turniergewinnen eingefahren, sondern ist auch zu einer der schillerndsten Figuren der Pokerwelt aufgestiegen. Sein Wort hat Gewicht in der Pokerszene und bei seinem Sponsor PokerStars.

Dementsprechend ist Negreanu auch einer der Hauptakteure bei der Planung der 'PokerStars Players No Limit Hold'em Championship' (PSPC) - dem aktuell sicherlich wichtigsten Projekt beim größten Pokeranbieter der Welt.

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Daniel Negreanu kündigt in Prag die PSPC an

Die PSPC war auch der Anlass für zweiteiliges Interview, dass Ross Jarvis für PokerStars School mit Negreanu geführt hat. Im ersten Teil des Interviews geht es - unter dem Gesichtspunkt, dass hunderte Spieler dabei sein werden, die zuvor nie ein $25K-Turnier gespielt haben - zunächst um die Vorbereitung auf die PSPC. Wie bekomme ich meine Nerven in den Griff? Mit welcher Erwartungshaltung sollte ich in ein solches Event gehen?

Darüber hinaus spricht Negreanu über die Entwicklung von Spielstärke und Varianz bei Super High Roller-Turnieren oder warum das hyper-aggressive Preflop-Spiel der Jahre 2010 und 2011 schlecht für Poker war und sich letztlich nicht durchgesetzt hat: „Wir sehen heute immer noch viele 3-Bets, aber nicht mehr annähernd so viele 4-Bets. Wir sehen mehr Blinde-Defence, Flatting, Calling und mehr Flops. So wird das Spiel optimal gespielt... Wer früher zu den Spielern der 5-Bet- und 6-Bet-Ära gehörte, serviert heute entweder Pommes oder hat sich angepasst."

Im zweiten Teil des Interviews spricht Negreanu unter anderem darüber, wie der Black Friday vor allem den US-Markt verändert hat: „Die jungen Spieler heute sind Adrian Mateos aus Spanien, Fedor Holz und die anderen jungen Deutschen, aber es sind keine Amerikaner in dieser Altersklasse zu finden. Der Weg sein Spiel in diesem Alter zu verbessern führt über die Erfahrung, die man online sammelt und diese Möglichkeit gibt es in den USA einfach nicht."

Ein weiteres wichtiges Thema ist auch das Mindset der neuen Spielergeneration, die Emotionen bei der Entscheidungsfindung völlig außen vor lässt. Dabei geht Negreanu speziell auf Steffen Sontheimer ein, dem aus seiner Sicht zurzeit stärksten NL Hold'em-Spieler: „Stefan hat in einem Interview darüber gesprochen, dass er sich egal ob er blufft oder die Nuts hat sehr wohl fühlt bei seinen Entscheidungen, weil er nicht im eigentlichen Sinne blufft... Da ist keine emotionale Verbindung zum Bluff, er weiss, das was er macht ist balanced und richtig... Es spielt keine Rolle wie der Gegner reagiert, also bist du entspannt."

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Laut Daniel Negreanu der zurzeit Beste in der Welt: Steffen Sontheimer

Außerdem verrät Negreanu im Interview, wie er sein eigenes Spiel wieder auf einen Top-Level gebracht hat, den großen Einfluss der Spieltheorie auf die Entscheidungsfindung und seine Motivation sich weiterhin mit den besten Spielern der Welt zu messen.

Zum Abschluss geht es dann noch einmal um die Players Championship. Was macht die PSPC so besonders im Vergleich zu den regulären Highroller-Turnieren und wie stehen die Chancen, dass ein Lowstakes-Qualifikant den Titel holt?

Das komplette in englisch geführte Interview findet ihr bei PokerStars School.

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